Ich wusste ja immer schon, dass ein Todesfall für die Hinterbliebenen nicht gerade günstig ist - aber was ich jetzt an Abzocke von unserer Gemeinde erleben durfte, hat mich doch etwas verärgert!
Mein Vater ist vor knapp einem Monat verstorben - und letzte Woche bekamen wir dann die Rechnung des Bestatters (mit Rechnungen der Stadt).
Da wurde dann berechnet:
Grab ausheben: 665,-DM
Nutzung der gekühlten Leichenhalle bis 4 Tage: 255,-DM
Nutzung der Friedhofskapelle (Dauer: Knappe 35 Minuten): 150,-DM
Grabmiete 25 Jahre (ist ja noch ok): etwas über 900,-DM
Und eine Rechnung, die noch kommt
Erlaubnis zur Aufstellung eines Grabsteins: ca. 160,-DM
Macht alles zusammen etwas mehr als 2200,-DM!!!
Ich frage mich, warum mein Dad sein Leben lang Steuern bezahlt hat! Es ist ja in Ordnung, dass Gebühren anfallen - aber in dieser Höhe?!
Zum Glück haben wir die Kränze selbst abgetragen - hätte noch einmal über 300,- DM gekostet. Beim Abtragen haben wir übrigens ein paar Knochen und einen Tragegriff vom Sarg gefunden…
Dann erkundige Dich mal beim Sozialamt oder irgendeiner anderen Stelle der Stadt, wo Du Zuschüsse beantragen kannst. In Niedersachsen bekommt man sehr große Zuschüsse von irgendeiner Stelle in der Stadt.
Der Beerdigungsunternehmer müßte das wissen!!
Gruß Werner
Mir schwillt jedesmal der Kamm an , wenn die Abzocke der Stadt bei uns über Regenwasserabgaben, Wasser und Entwässerung, riesig hohe Hebesätze für n kleines Häuschen evt. Als ich mal die ratsherren hierüber angekotzt hatte , kam nur n entrüstetes , Das ist doch gar nicht teuer, oder was ?, da hatte ich dann nocht höher gekotzt.
Tschß
auch wenn ich Deinen Ärger durchaus nachvollziehen kann… Meinst Du nicht, daß Deine Ausführungen hier völlig am Thema vorbeigehen? Die Unterhaltung eines Häuschens kann man schließlich kaum mit der Beerdigung des Vaters vergleichen, oder?
Als meine Kleine vor 7 Jahren starb, betrugen sich die Bestattungskosten beinahe 3000,- DM und das auf dem Land!
Wenn ich den Zeitraum bedenke und da in der Stadt ja eh alles teurer wie auf dem Land ist, dann würde ich sagen, dass ich die Beerdigungskosten deines Vaters nicht als teuer ansehe.
Aber ich habe mir nie Gedanken über diese Kosten gemacht.
Stimmt schon - von der kamen knapp 1600 DM. Aber wenn ich mal an Leute denke, die nicht unsere finanziellen Mittel haben (darum geht es mir hier!), finde ich es ziemlich unverschämt…
665,- DM für fünf Minuten Baggerarbeiten - wo ist da die Relation?!
Stimmt schon - von der kamen knapp 1600 DM. Aber wenn ich mal
an Leute denke, die nicht unsere finanziellen Mittel haben
(darum geht es mir hier!), finde ich es ziemlich
unverschämt…
diese leute haben die zuvor erwähnten möglichkeiten.
665,- DM für fünf Minuten Baggerarbeiten - wo ist da die
Relation?!
wenn der friedhof nach betriebswirtschaftlichen gesichtpunkten geführt wird (was begrüßenswert wäre) werden ungleich mehr kosten für die aushebung eines grabes anfallen, als für die von dir unstellten „5 min arbeit“ (die ich auch bezweifeln möchte).
das hier auszuführen ginge zu weit - und ist mir auch zu makaber.
aber ging es nicht um die würdige beerdigung deines vaters?
ähm…vielleicht kannst du ja aber anregen, daß billigbegräbnisse für selbstbeerdiger in das „dienstleistungsangebot“ aufgenommen werden. (sorry, das konnte ich mir nicht verkneifen)
Stimmt schon - von der kamen knapp 1600 DM. Aber wenn ich mal
an Leute denke, die nicht unsere finanziellen Mittel haben
(darum geht es mir hier!), finde ich es ziemlich
unverschämt…
diese leute haben die zuvor erwähnten möglichkeiten.
Schön - aber ist es nicht hirnlos, wenn die Gemeinde es erst von jemandem verlangt, und es ihm dann wieder (zum Teil) erstattet? Oder spekulieren die Gemeinden darauf, dass die Hinterbliebenen in ihrem Zustand auf solche Ideen nicht kommen und die Zuschüsse deshalb nicht beantragen?!
665,- DM für fünf Minuten Baggerarbeiten - wo ist da die
Relation?!
wenn der friedhof nach betriebswirtschaftlichen gesichtpunkten
geführt wird (was begrüßenswert wäre) werden ungleich mehr
kosten für die aushebung eines grabes anfallen, als für die
von dir unstellten „5 min arbeit“ (die ich auch bezweifeln
möchte).
das hier auszuführen ginge zu weit - und ist mir auch zu
makaber.
Mir nicht! Mein Schwager ist Landschaftsgärtner bei einer Nachbargemeinde. Auch er muss Gräber ausheben. Im Normalfall werden 10 Gräber pro Stunde als Zeitvorgabe gehandhabt (nicht mit der Schaufel - heutzutage gibt es kleine Bagger).
Wüde der Friedhof nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt, würden Aufträge an Privatunternehmen vergeben - das wäre ungleich günstiger!
aber ging es nicht um die würdige beerdigung deines vaters?
Die Würde wurde in diesem Fall durch die Kirchliche Bestattung gewahrt. Wie das Loch gebuddelt wird, ist den Angehörigen wohl ziemlich egal, soweit es „ordentlich“ gemacht ist!
ähm…vielleicht kannst du ja aber anregen, daß
billigbegräbnisse für selbstbeerdiger in das
„dienstleistungsangebot“ aufgenommen werden. (sorry, das
konnte ich mir nicht verkneifen)
Du erwartest nicht wirklich, dass ich mich auf dieses Niveau begebe, oder?
Das waren nur die Gebühren! Die Beisetzung hat alles in allem
knappe 10.000 DM gekostet!
Gebühren sind eines, dass gerade diese zu hoch sind, ist keine Frage, die Kosten aber kann jeder, den es betrifft selber geringhalten…
Übrigens, mein Opa hat 1997 auch fast 10.000,-DM gekost, seltsamerweise hat die Rentenversicherung fast die Hälfte übernommen, eine „Grabsteinaufstellungserlaubnissgebühr“ zahlten wir auch nicht (wahrscheinlich ist diese in den Kosten für die Grabstätte enthalten? Unterschiede der Gemeinden bzw. der Bestattungsunternehmen?!), Kränze brauchten wir auch nicht tragen, war in den Kosten für die Feierlichkeit in der Kapelle enthalten…
Hallo,
nur wegen der Vollständigkeit - hatte der Verstorbene
keinen Anspruch auf Sterbegeld ???
Damit will ich nicht deinem Unmut über die hohen Gebühren
wiedersprechen.
Doch - hatte er. Ist ja auch sehr schnell und unbürokratisch gezahlt worden (Bundesknappschaft - aber ich denke - und hoffe - dass die Kassen sich da alle so verhalten).
Zu diesem Thema kann ich auch etwas beitragen: Als meine Oma beerdigt wurde, fanden einige Trauergäste nach der Beisetzung ein Knöllchen über satte 20,-- DM vor, weil die Trauerfeierlichkeiten etwas länger gedauert hatten, als die Stadt sich das gedacht hatte. Fand ich einfach pietätlos!