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Natürlich ist alles nur erdacht: so könnte es sein
…ein Anwalt wirbt im Internet gezielt Opfer an und verspricht eine kompetente, kostenlose Erstberatung. Im Gespräch erfährt dann das Opfer sehr viel Verständnis und telefonische Zuwendung. Der Fachanwalt wirbt mit seinen Kenntnissen über das Versicherungsrecht und schürt Ängste vor den anderen Anwälten die vermeintlich alle im Dienste der Versicherungen stehen und Mandanten bewusst schlecht beraten. Im Verlauf des Telefonates bittet dann der Versicherungsrecht-Spezialist das Opfer liebevoll darum alle seine gesammelten Akten, also den gesamten Vorgang an ihn zu senden unter dem Vorwand, sich ein Bild über die Kosten machen zu können, die auf das Unfallopfer zukämen, wenn ER, als Retter der Situation das Unfallopfer beraten würde.
Auf die explizite Frage hin welche Kosten denn auch nur ungefähr auf das Opfer zukommen könnten, wiederholt er mehrmals, ohne Einsicht in die Unterlagen ist KEINERLEI Aussage zu den Kosten möglich.
Dies scheint dann alles nur dazu zu dienen, den „Mandant“ dazu zu bewegen den Umschlag mit den Unterlagen abzusenden. Der „Mandant“, denn jetzt ist er plötzlich Mandant, glaubt der Anwalt wolle ihm raten für mehrere tausend Euro Vorkasse plus mehrere hundert Euro MwSt. unserem „Spezialisten“ das Mandat zu übertragen.
Aber weit gefehlt mit dieser Annahme. Hier ginge es dem auf Opfer spezialisierten Anwalt gar nicht um das Mandat:
Unser Opfer wundert sich über das merkwürdige Schreiben dieses netten Anwalts und muss natürlich ablehnen, denn Opfer haben bekanntlich finanzielle Nöte. Er muss leider auf die Unterstützung diese ach so kompetenten Retters verzichten und bleibt weiterhin den versicherungsfreundlichen Anwälten hilflos ausgeliefert.
Die ganz große Überraschung kommt dann nach der Ablehnung: Es flattert unversehens eine Rechnung über mehrere hundert Euro für das Ansehen der Akten ins Haus.
Ach darum geht es also, einem Opfer mal ganz auf die schnelle mehrere hundert Euro aus der Tasche zu ziehen, in dem man sich einen Umschlag schicken lässt. Und sobald dieser angekommen ist, sich die Hände reibt und sich vor dem geistigen Auge schon den erhöhten Kontostand betrachtet.
Wenn dann das Opfer den „Fachanwalt für Versicherungsrecht“, der sich auf Opfer spezialisiert hat, dazu auch noch fragen sollte, dann sagt dieser zu diesem nun gar nicht mehr nett: „Sie glauben doch wohl nicht im Ernst dass sich ein Anwalt kostenlos Ihre Akten ansehen wird…“ .und so wird aus dem Unfallopfer zusätzlich noch ein „Fachanwaltsopfer“
So ähnlich könnte es sein, oder?