Liebe Experten und Gleichgesinnte, bitte um (keine wissenschaftliche) Auskunft, über welche Zeitdauer ich neue Micro- und Mignonaccus aufladen muss. Wann sind die Accus nachzuladen und wie merke ich das. Welchen Anspruch muss ich an das Ladegerät stellen und was darf das Ladegerät kosten?
Die Accus setze ich ein in ein Handdiktiergerät, in ein Pocket Viewer, in solare Gartenlampen u.ä.
Vielen Dank und freundliche Grüße Klaus D.
Wann merkt man, dass die Akkus leer werden? hmm, bei neueren Geräten sieht man schon mal eine akkuanzeige oder eine Sicherheitsabschaltung. Wenn das nicht vorhanden ist, sollte man Akkus möglichst gar nicht benutzen, weil man nie weiß, wie tief diese entladen werden. Natürlich kann man die akkus auch mit einem Multimeter ausmessen, das ist aber für den unerfahrenen schon eine lästige Sache, für den Gübten eine leichte Sache und fix gemacht.
Das Ladegerät sollte einen Microcontroller haben, der auch jeden Schacht EINZELN laden kann, denn nur so ist gewährleistet, dass jeder Akku seine individuelle Pflege erfährt.
Da alle Akkus unterschiedlich sind, kommt es, dass beim gemeinsamen Laden in den normalen 2/4er Ladern ein Akku vollgeladen wird, der andere aber nicht voll wird oder schlimmer noch beide werden voll, einer der beiden aber ÜBERLADEN. Das schädigt deine Akkus und du kannst dir nach einem Jahr gleich neue kaufen.
Dann sollte das ladegerät Funktionen besitzen, die einen Akku auch mal entladen und danach automatisch laden können „Cyclen“ „Refreshen“ oder „Formieren“
Ich benutze ein Ladegerät von IVT (Traveller AV4) über Reichelt gekauft. In etwa denselben Umfang haben dann die BC700 und BC900 von Conrad und ELV. Diese drei Lader bieten für den normalen Hausgebrauch übersichtliche Informationen über Ladezeit, Lademenge und Entlademenge. Das AV4 von IVT kann auch mehrere Akkus miteinander vergleichen. Bei allen kann man den Ladestrom für den Akku einstellen. Gut, wenn smal schnel gehen muss oder man sehr schonend laden will.
Sehr empfehlenswert sind in meinen Augen Sanyo Eneloop, aber kannst die auch die aktuelle c’t (computerzeitschrift)kaufen, da stehen mehrere LSD-Zellen (Low Self Discharge) gegeneinander verglichen drin. Will dir die Entscheidung nicht abnehmen oder dich bevormunden 
Ich habe so gut wie alle meine alten Akkus für die Eneloops rausgeschmissen. Ich brauche die Akkus für Hochstromnutzer (Blitz für meine Fotokamera) und muss bei den Akkus nicht ständig nachladen, nur damit die noch Ladung haben, wenn ich die mal nutze. Darüberhinaus liegen die Eneloops nach gut einem Jahr intensiver Nutzung technisch äußerst nah zusammen. alle brauchen nur 2-3Minuten abweichende ladezeiten. und das heißt schon was.
Gruß
Moin,
Das von „benjamin blümchen“ geschriebene, kann ich nur bestehtign.
Lies auch mal unter den Links weiter.
Der erwähnte Artikel in der c’t: Durchhaltevermögen
Langzeittest von NiMH-Akkus mit reduzierter Selbstentladung
http://www.heise.de/ct/inhalt/2009/15/152/
P.S. Über die LSD-NiMH steht hier noch nichts bei „Battery University“.
http://de.wikipedia.org/wiki/LSD_NiMH
„Wie laden - wann laden“ http://www.batteryuniversity.com/partone-23-german.htm
Tabelle über was tun und nicht tun mit Batterien http://www.batteryuniversity.com/partone-21-german.htm
Ein Online-Shop, der auch Hilfreiche Informationen für jeden Akku-Anwender bietet.
http://www.accu-select.de/index.htm
mfg
W.
Danke euch allen für die schnelle und ausführliche Antwort. Jetzt weiss ich aber noch nicht, wie lange ich die verschiedenen Accus laden muss oder geht das aus der Anleitung des Ladegerätes hervor?
Klaus D.
Hallo Klaus ,
Jetzt weiss ich aber noch nicht, wie lange ich die
verschiedenen Accus laden muss oder geht das aus der Anleitung
des Ladegerätes hervor?
Ein vernünftiges Ladegerät ermittelt den Ladezustand und schaltet automatisch ab, bzw. auf Erhaltungsladung um.
Also einfach laden bis die LED grün anzeigt.
MfG Peter(TOO)
Danke euch allen für die schnelle und ausführliche Antwort.
Jetzt weiss ich aber noch nicht, wie lange ich die
verschiedenen Accus laden muss oder geht das aus der Anleitung
des Ladegerätes hervor?
Klaus D.
nein, kann es auch gar nicht. denn die bedienungsanleitung weiß auch nicht, wie voll oder leer deine akkus sind. das gute ladegerät selbst sagt dann, wann schluss ist und schaltet die ladung automatisch ab. danach kommt meist nur noch die erhaltungsladung. das wars schon.
wenn man den ladestrom des laders kennt, kann man die ladezeit grob abschätzen. bei 200mA Ladestrom ist bei einem 2000mAh akku also eine ladedauer von 10h nötig, wenn auch genau die menge drinbleibt, die man auch reinsteckt. meist aber erwärmen sich akkus beim laden. diesen wärme"verlust" muss man mit höheren ladezeiten erkaufen und man rechnet dann schon mal mit den öminösen zeiten von 14h. je nach güte und qualität des akkus sind diese 1,4 totaler unsinn. deswegen lieber ein automatiklader nutzen. (die drei angesprochenen können das alle).
sollte ein akku wider erwarten nicht als voll erkannt werden, würde das ladegerät ständig weiterladen. deswegen gibt es bei guten ladern dann auch noch einen timer, der nach bestimmter zeit abschaltet, damit die akkus nicht ständig geladen werden und heißgekocht werden.
gruß