Moin Günter,
Deine Erklärung kann ich zwar verstehen, aber dies ist kein
Fall der NATO, sondern der Fall einer imperialen Armee, die
US-Interessen, also keine Friedensinteressen, vertritt. Ein
Bruch der NATO Statute wäre es sicher, wenn die NATO den
Angriff vornehmen würde und DE lehnt ab.
Das hat miteinander nichts zutun. Das NATO-Truppenstatut sagt nicht aus, dass es sich im Falle der Stationierung lediglich um Truppen handeln darf, die auch der NATO unterstellt sind. Mithin könnte man es vielleicht eher als „Abkommen über den Status stationierter Truppen anderer NATO-Partner“ bezeichnen. Zudem werden in den USA auch deutsche Truppen ausgebildet, die nicht der NATO unterstellt sind.
Diese Probleme sehe ich durchaus auch. Ich sehe aber ein
völlig anderes Problem. BUSH versucht dem deutschen Staat das
Recht auf eigene Bestimmung durch Drohungen abzusprechen.
Das ist doch eigentlich keine Drohung. Er formuliert lediglich Konsequenzen, wenn sich Schröder nicht an Abkommen halten sollte und somit eine Erschwerung herbeiführt. Allerdings gehe ich davon aus, dass Schröder es nicht dazu kommen lassen wird. Ausserdem wurde Schröders Kriegsablehnung ja mittlerweile akzeptiert.
Hier
versucht Bush mit DE dne Zustand vor dem Mauerfall in Berlin
zu schaffen und Strukturen wie nach 1945 aufzustellen. Ein
Land wie DE, das sicher den USA unter den früheren Präsidenten
und dem Volk sehr viel verdankt, muss sich nicht einem
Despoten aussetzen.
Wird ja auch nicht gemacht. Es wurde den Kriegsplänen der USA widersprochen, wir machen nicht mit und damit ist aller Souveränität Ausdruck verliehen. Fraglich jedoch ist, ob man einem anderen Land, dem wir, wie Du ja selbst sagst, viel zu verdanken haben, nun wirklich jede Unterstützung verweigern und durch den Bruch internationaler Abkommen auch noch berechtigte Interessen verweigern soll. Wenn dann einer sauer wird, dann berechtig.
Wenn Bush so mit Schröder oder Fischer umgegangen ist, kann
ich , was ich bislang nicht verstanden habe, wie
Däubler-Gmelin reagiert hat - verstehen, warum DE nein sagt.
Es geht ja nicht um persönliche Empfindlichkeiten.
Wir sind kein Bananenstaat. Dies muss der Allianz des
internationalen Terrors, angeführt durch Bush, nicht durch die
USA, langsam endlich klar werden.
Noch sind wir kein Bananenstaat. Dazu werden wir aber, wenn wir weiterhin nach aussen die grossen Macker spielen, unter Decke aber die grosse Leere herrscht.
Da läuft ein übles Spiel. Bush versucht DE mit Gewalt in einen
Krieg zu ziehen.
Wie denn mit Gewalt? Bisher hätte ich nichts bemerkt. Diplomatisch handelt er gegenüber doch vollkommen richtig. Er sagt, was ihm nicht passt, so wie Schröder es auch tut. Er sagt Schröder, wobei er sich quer stellt, so wie Schröder auch Bush sagte, an welcher Stelle er nicht mit Deutschland rechnen bräuchte. Ich gehe davon aus, dass Politik eine Art von Geschäft ist. Nicht nur das Verteilen von gegenseitigen Streicheleinheiten.
Bush sind Menschenleben nichts wert, dies hat
er schon als aktiver Alkoholiker und Gouverneur bewiesen.
Tja…was soll ich dazu sagen?
Gruss
Bark