Ich habe ein Ackerlandgrundstück, das an Wohnbebauung direkt angrenzt. Aktuell sieht es mit Bauland schlecht aus, aber ich bin mir sicher, dass es in einigen Jahren eines werden könnte. Nun hätte ich einen Käufer, der einen Optionsvertrag anbietet. Aktuell würde ich den Betrag für Ackerland bekommen, der Vertrag läuft ca. 10 - 15 Jahre und in dieser Zeit versucht der Käufer (Baufirma) es zu Bauland zu machen.
Wird es in dieser Zeit Bauland würde ich einen vereinbarten höhren Preis nachgezahlt bekommen. Wenn nicht, dann habe ich halt einen Acker verkauft, der später für den Käufer zum Beispiel als Ausgleichsfläche dient oder ich könnte noch zurücktreten und das Grundstück behalten. Für diesen Fall müsste ich den Kaufpreis plus Zinsen zurückzahlen. Sein Vorschlag für den Notarvertrag war 5 % + Basiszinssatz. Ich finde das zu hoch.
Hat hier jemand Erfahrungen ?
Zins ist viel zu hoch. Er will mit 5+x die Rendite einer Alternativ Anlage erfassen. Faktisch sind 5% Rendite allein eher mit Anleihen, die ein höheres Risiko als Land haben, zu erzielen. Generell ist das Zins Thema sein Problem, er könnte es ja auch mit Eigenkapital finanzieren. Ob der dann Eigenkapital zu mehr als 5% alternativ anlegen würde, ist fraglich.
Generell würde ich die Vertragslaufzeit auf 30-35 Jahre erhöhen; die Mühlen bei den Ämtern bzgl. Genehmigungen…
Verträge dieser Art sind Klassiker unter Bau und Entwicklungsfirmen. Im ersten Schritt erwirbt er das Eigentum an dem Grundstück. Selten wird in den Verträgen geregelt, dass die Option im Fall einer Umwidmung auch wirklich noch gegen den Käufer ausgeübt werden kann --> Was passiert bei zwischenzeitlicher Insolvenz? Was, wenn Grundstück einem anderen gehört durch Verkauf? Was, wenn Käufer nicht mehr existiert? Kann Käufer im Zweifel überhaupt die volle Summe zahlen (Haftkapital der Gesellschaft?)?
Falls du es noch nicht getan hast, mach dir besser darüber Gedanken.