Hallo!
Nehmen wir mal an ich besitze Ackerland das direkt an eine Strasse grenzt.
Kann ich irgendwo beantragen das dieses Land zu Bauland wird, oder muss ich warten bis die Gemeinde von alleine dieses Flurstück mit in den Bebauungsplan aufnimmt?
gruss
Frank E.
Hallo Frank,
außer dem Flächennutzungsplan ( siehe winkels Beitrag) ist auch der Landschaftsplan wichtig, falls die Gemeinde einen hat. Dort sind die Flächen verzeichnet, die demnächst (in den nächsten 10-15 Jahren) als Bauland ausgewiesen werden sollen. Wenn Deine Fläche da nicht drin ist oder ganz nah dran liegt, begrab den Traum.
Grüsse
Heike
Hallo,
nur ein Erfahrungsbericht:
Das zu unserem benachbarte Weidegrundstück gehört dem hiesigen Hotelbesitzer, der bis vor kurzem auch im Landrat saß.
Er versucht seit über 10 Jahren, dieses Stück Land als Bauland deklarieren zu lassen - bisher ohne Erfolg.
Es kann also ziemlich lange dauern. (Was uns in unserem Fall sehr recht ist, weil wir so noch Natur pur um unser Haus herum genießen können…)
Gruß,
Salzmann
Hi Frank,
es wurde schon weitestgehend erläutert, daß es nicht so einfach ist, Grünland in Bauland umzuwandeln. Schau mal in den Flächennutzungsplan und ermittle die Schutzstufe (ich glaub so heist das hier in NW). Dort gibt es zehn Stufen von 1 (wird bald als Bauland ausgeschrieben) bis 10 (besonders erhaltenswerte Gebiete, z.B. Streuobstwiesen). Letztere in Bauland umzuwandeln ist nahezu ausgeschlossen. In unserem Dorf bemüht sich eine Dame seit fast zwanzig Jahren ihre Streuobstwiese in Bauland umzuwandeln. Selbst als sie alle Bäume Abholzen ließ und argumentierte, nun sei diese Wiese keine Streuobstwiese mehr, lief nicht. Der Ortsvorstehen (ist in der gleichen Partei) hat ihr auch geraten nicht weiter zu tönen, weil es sonst passieren könne, daß sie auf eigene Kosten wieder Obstbäume pflanzen müße.
Ein ähnlich hartes attribut ist der Begriff ‚Grünausgleichfläche‘
Wenn der auf einem Grundstück liegt, läuft da auch nichts.
Gandalf