Acryl Farbe und deren Tücken

Hallo zusammen,

ich muss kurz ausholen, um auf das Problem zu kommen:

Ich habe vor gehabt, meine Türen mit Acryl Lack zu streichen. Zur Vorbereitung habe ich brav abgelaugt, angeschliffen und sogar mit Spiritus alles entfernt, was nicht als Untergrund taugt. Dann habe ich mit einer feinporigen Rolle den Acryl Lack (Obi eigene Marke?) aufgetragen. Schon beim auftragen hat der Lack kleine Luftbläschen gezogen. Normalerweise legen die sich, wenn der Lack anzieht. Nicht so bei mir. Ziemlich verärgert habe ich die Tür wieder abgeschliffen und das ganze Szenario wie beim ersten Mal wiederholt. Dieses mal habe ich die Tür mit einem A…teuren Pinsel gestrichen. Jetzt habe ich keine Bläschen mehr aber daafür die Streichspuren. Der Lack ist entgegen der eigentlichen Trocknungszeit von 2 Stunden innerhalb von 20 Minuten Griff-fest.
Ich kenne das von Lacken, dass die sich beim Trocknen glätten. Bei mir läuft da gar nix. Die große Frage: An was liegts???
Lack Mist? Rolle falsch? Zu warm? Zu kalt?
Ich wäre dankbar, wenn mir irgend jemand einen verwertbaren Tipp geben könnte. Mein Verdacht liegt darin, dass der Lack nix taugt. Wie beschrieben habe ich die Obi Farbe verwendet. Ist vielleicht ein Markenartikel wie Brilux oder ähnliches besser?
Ich danke Allen, die sich mit dem thema beschäftigen und mir eine sinnvolle Lösung näher bringen. Danke
Gruß
$season

Hallo 4-season,

ich muss kurz ausholen, um auf das Problem zu kommen:

Ich habe vor gehabt, meine Türen mit Acryl Lack zu streichen.
Zur Vorbereitung habe ich brav abgelaugt, angeschliffen und
sogar mit Spiritus alles entfernt, was nicht als Untergrund
taugt. Dann habe ich mit einer feinporigen Rolle den Acryl
Lack (Obi eigene Marke?) aufgetragen. Schon beim auftragen hat
der Lack kleine Luftbläschen gezogen. Normalerweise legen die
sich, wenn der Lack anzieht. Nicht so bei mir. Ziemlich
verärgert habe ich die Tür wieder abgeschliffen und das ganze
Szenario wie beim ersten Mal wiederholt. Dieses mal habe ich
die Tür mit einem A…teuren Pinsel gestrichen. Jetzt habe
ich keine Bläschen mehr aber daafür die Streichspuren. Der
Lack ist entgegen der eigentlichen Trocknungszeit von 2
Stunden innerhalb von 20 Minuten Griff-fest.
Ich kenne das von Lacken, dass die sich beim Trocknen glätten.
Bei mir läuft da gar nix. Die große Frage: An was liegts???
Lack Mist? Rolle falsch? Zu warm? Zu kalt?
Ich wäre dankbar, wenn mir irgend jemand einen verwertbaren
Tipp geben könnte. Mein Verdacht liegt darin, dass der Lack
nix taugt. Wie beschrieben habe ich die Obi Farbe verwendet.
Ist vielleicht ein Markenartikel wie Brilux oder ähnliches
besser?
Ich danke Allen, die sich mit dem thema beschäftigen und mir
eine sinnvolle Lösung näher bringen. Danke

je nun. Was ist denn der Untergrund - Holz? Dann geht mein Verdacht dahin, dass Du nach Abschleifen und Spiritusprozedur eine Grundierung gebracht hättest, die du vor dem Endanstrich wiederum hättest schleifen müssen. Das mit der Trocknungszeit: Acryl hat eine „griff-fest“-Phase und eine stoß- und schlagfest-Phase.
Wenn es mit Streichen und Rollen nicht ohne Spuren klappt, hilft eigentlich nur Verdünnung und Kompressor mit Sprühdüse.

viel Erfolg
Geli

Hallo Geli,

erst mal vielen Dank für die Beteiligung.
Grundierung ist in Form eines alten Lackes schon vorhanden, den habe ich nur angeschliffen. Das Problem ist, dass beim direkten Auftragen sofort kleine Bläschen entstehen und diese nicht wieder verschwinden.

Großes Rätsel ???

Gruß
$season

Hallo 4S,

erst mal vielen Dank für die Beteiligung.
Grundierung ist in Form eines alten Lackes schon vorhanden,
den habe ich nur angeschliffen. Das Problem ist, dass beim
direkten Auftragen sofort kleine Bläschen entstehen und diese
nicht wieder verschwinden.

Großes Rätsel ???

dann ist die Sache klar. Der „neue“ Acryllack enthält offenbar ein Lösungsmittel und löst den alten (was auch immer er war) an. DIE Bläschen kenne ich! Da hilt nur komplett abbeizen, sonst wird das nichts.

viele Grüße
geli

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Hallo,

für mich hört es sich eher nach einem Anwendungsfehler an.
Lackbläschen können, nach deiner Beschreibung, zwei Ursachen haben. Falsches Arbeitsgerät und/oder Lack ist zu dick

Am besten funktioniert es mit einem Kunststoffwälzchen (ausser Spritzlackierung). Lack möglichst dünn auftragen. Lieber zweimal streichen.

Acryllack hat sowieso seine Tücken, wegen dem erwähnten Trocknungsverhalten. Der „zieht schnell ab“ und ist dadurch entsprechend schwer zu verarbeiten (da verzweifeln auch regelmässig Malergesellen). Also für die Zukunft rate ich dir nach wie vor zum guten alten Kunstharzlack. Besser zu verarbeiten, bessere Oberfläche, besserer Verlauf, härter, stabiler.

Lösung für dein Problem:
Die tür erneut glatt schleifen, staubfrei machen, Acryllack verdünnen (aber nicht suppig) und die Tür zweimal streichen:
Die Oberfläche sehr schnell beschichten und innerhalb weniger Minuten über die lange Seite mit dem Kunststoffwälzchen gleichmässig abziehen. Einen Tag trocknen lassen, nochmals leicht anschleifen, gleichen Anstrich wiederholen.

Gruss D.K.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

erst mal Danke für die Info.
Also am Arbeitsgerät kann es nicht liegen. Ich habe drei unterschiedliche Rollen (Schaumstoff, Schaumstoff extra fein und Schweineteure Sonderrolle die angeblich Bläschenbildung verhindert)ausprobiert und alle drei haben das gleiche Resultat gezeigt.
Den Lack habe ich nach Herstellerangabe behndelt und für den Hauptanstrich nicht verdünnt.
Ich persönlich vermute, dass der Lack nix taugt.

Gruß
$season

Hallo Geli,

Du bleibst ja richtig am Ball, - Danke Dir.

Mit dem Auflösen ist so eine Sache, das glaub ich nicht mal, sonst wäre das die schnellste chemische Reaktion die ich je gesehen habe bei Lacken. Es sieht so aus als würden die Poren der Rolle beim Streichen einen Unterdruck erzeugen und kleine Luftblasen produzieren. Da der Lack schnell abtrocknet, schliessen sich diese Bläschen nicht mehr so wie man es von Nitrolacken oder ähnlichem kennt.
Ich glaube ich wechsle den Lack und streiche wie mir empfohlen wurde mit Kunstharzlack.
Erneut abschleifen und das Ganze von vorne - ich freu mich :frowning:

Gruß
4season

Hallo,

Ich hatte letztes Jahr das gleiche Problem. Meines Erachtens liegt das am Untergrund. Bei mir entstanden richtige Bläschenlinien.
Ich habe dann Kunstharzlack im Farbenfachgeschäft gekauft, obwohl mir die Verkäuferin sagte, daß ihr Acryllack überall hält. Mit dem ging es.
Ich habe mit dem Acryllack aus dem selben Laden schon mal was gestrichen und muß sagen: das Zeug läuft so viel länger, daß ich den Mehrpreis (fast das doppelte wie Baumarkt - war aber ein speziell angemischter Farbton) schon fast wieder raushatte. Vom Ärger bei der Verarbeitung ganz abgesehen!
Baumarktlacke (speziell die Eigenmarken) nehme ich jedenfalls keine mehr!
Ich muß allerdings dazu sagen, daß die Türen in unserem Haus anscheindend mit igendetwas „Speziellen“ lackiert waren: Als ich vor ein paar Jahren mal die Haustür renovierte konnte man die letzte Lackschicht (die ein Maler aufgebracht hatte) nicht gescheit abschleifen, man konnte sie regelrecht abziehen (wie ein Aufbäpper auf dem Auto).

Viele Grüße
HylTox