Ich sagte, dass ich keine genauen Zahlen
kenne, es waere schoen, sollest Du welche
kennen, sie zu nennen.
Konkrete Zahlen habe ich nur für ein Beispiel: Entwicklung eines menschlichen Auges, ausgehend von der Existenz photosensitiver Zellen braucht mit einigen pessimistischen Annahmen über Mutationen und Vererblichkeit ca. 1/2 Million Jahre. Wurde von ein paar Biologen mal probeweise durchgerechnet. Nun ist auch klar, wieso genug Zeit da war, das Auge gleich 40 mal zu erfinden…
Ausserdem ist mir schon klar, dass
Mutationen haeufiger auftreten und auch
haeufiger zu positiven Ergebnissen
fuehren.
Als was? Nach wie vor sind die meisten Mutationen nachteilig, und die Duplizierung der DNA extrem stabil. Alles relativ, wie immer.
Ich hatte mir jedoch die Frage gestellt,
wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass
aus Urschleim durch zufaellige Mutationen
ein Organismus entsteht, der so perfekt
organisiert ist und funktioniert wie das
der vielen Tiere/Menschen/Pflanzen.
Hoch genug, daß es bei uns passiert ist. Und auch hoch genug, um zu schätzen, daß das Leben sich auf allen Planeten ausgebreitet hat, die die Voraussetzungen dazu boten.
Betrachten wir die Gensequenzen eines
Menschen, wie hoch ist wohl die
Wahrscheinlichkeit, dass eine solche
durch
Zufaelle entsteht.
Nicht eine solche. Nur eine funktionsfähige! Das ist ein himmelweiter Unterschied! Das Ganze würde auch mit völlig anderen Aminosäuren (und wahrscheinlich auch mit -zig anderen Substanzen) funktionieren. Aber diese Aminosäuren waren nun mal da, also hat sich das Leben auf ihrer Basis gebildet. Der größte Fehler, den die Leute bei solchen Überlegungen machen, ist davon auszugehen, daß das Ergebnis schon feststand, und die Entwicklung dann auf diese hinlaufen mußte. DEM WAR NICHT SO. Die heutigen Lebensformen sind nun mal das Ergebnis der bisherigen Entwicklung. Aber niemals war die Natur gezwungen, genau diese Lebensformen zu erschaffen!
Das ist wohl so, als
wuerde man einen Affen vor ein Klavier
setzen, der darauf herumklimbert und
dabei
zufaellig ein Stueck von Chopin spielt.
Eben nicht. Wenn du schon den Affen hinsetzt, ist die Vorgabe, daß er IRGENDEIN Musikstück spielt. Nicht eins von Chopin, nicht mal irgendeins, daß schon mal komponiert wurde, nur eins, daß die Qualifizierung „Musikstück“ verdient.
Letztenendes ging es doch um die Frage,
ob
zufaellige Mutation und Auslese die
einzigen
Evolutionsfaktoren sind.
Ganz eindeutig JA!
Ich glaube es
aus
statistischen Gruenden nicht.
Und ich glaube es, unter anderem auch wegen der Statistik.
Gruß, Kubi