ADHS und Hilfe ab 25

Hi!
Ich kann mich im Studium (und zuvor im Gymnasium, Fahrschule, etc) und während Gespräche mit Mitmenschen nicht konzentrieren und habe immer schon extreme Probleme gehabt das zu sagen/ tun was ich eigentlich will.
In Klausuren habe ich extreme Blockaden, ich vergesse grundsätzlich alles was ich eigentlich wissen sollte.
Was vor 3 Jahren bei einem Psychologen, der hat mir die Diagnose „ADHS“ (in Worten „eine extrem ausgeprägte Form von ADHS“) ausgestellt.
Bin aber nach 1-2 Monaten aus der Therapie ausgetreten, weil er mir eher ein Trauma (durch ständiges Brüllen) zusätzlich verschafft hat als mir zuzuhören (hat er nicht einmal).
Nach 3 Jahren also bin ich wieder bei einem Neurologen, weil ich überhaupt nicht klar komme im Studium…8 Klausuren verhauen habe, obwohl ich eigentlich dafür lernte und alles mehr oder weniger gekonnt haben sollte. Nur wenn es drauf ankommt, versage ich.
Aber auch in Vorlesungen scheint es so als ob alles ins eine Ohr reingeht und aus dem anderen wieder heraus. Oh Mann…

Der Neurologe bei dem ich also jetzt bin meinte, dass ich z.b. kein Ritalin verschrieben bekommen würde, weil es verboten wäre für Erwachsene. Doch sah ich letztens auf 3Sat (glaub ich) eine aktuelle Sendung wo es um ADHS und die Hilfe ging. Dort schilderten ca. 30 jährige ihre Erfahrungen mit Ritalin und anderen Medikamenten. Die mussten sie zwar selber bezahlen, aber sie bekamen es verschrieben.

Ich habe meine Zweifel, ob ich richtig beraten werde im Moment. Es scheint so, als ob mir keiner glauben würde, bzw. mir keiner helfen und/oder sich in der Lage sieht mir was zu verschreiben.
Ich stehe vor wichtigen Klausuren, wenn ich die erneut verhaue kann ich mein Leben abschreiben.

Falls jemand einen Rat an mich hat, diesen lebenslangen Kampf zu gewinnen,…thanks.

Christian

Hallo!
Da hast Du ja eine ziemlich schlimme Zeit hinter Dir, wenn Du bisher nie fachgerecht therapiert wurdest!
Ich vermute, dass Du bei einem Psychiater besser aufgehoben wärst als bei einem Neurologen - denn dieser kennt sich am besten aus, welche Medikamente für Dich hilfreich sind. Neben Ritalin gibt es durchaus noch andere Medikamente mit anderen Wirkmechanismen. Abgesehen davon sollte neben einer medikamentösen Therapie immer eine psychotherapeutische Behandlung erfolgen.
Ich schreibe derzeit mein Diplom über ADHS. Falls Du wirklich unter diesem Syndrom leidest (das lässt sich nicht so leicht diagnostizieren, und um diese Diagnose zu stellen benötigt es mehrere Beurteilungen versciedener Professionen) wäre es hilfreich, über das Internet oder das Sozialpsychiatrische ZEntrum an die Adresse von Ärzten zu kommen, die auf ADHS spezialisiert sind. Rumdoktorn wollen viele, und bei den vielen Theorien und Infos im Netz denkt jeder, darüber Bescheid zu wissen, was für Betroffene die Gefahr birgt, nicht richtig und damit erfolglos behandelt zu werden.
Also: Dir kann geholfen werden, aber nur von den richtigen Ärzten!

Wenn Du magst, kannst Du Dich hier vorab etwas informieren:

http://www.adhs-selbsthilfepool.de/index.php?option=…

Gute Erfolge und liebe Grüße
majamarla

Ich danke dir! :smile:
Ja, mein Leben ist die wahre Hölle, Stress, den ich mir oft selber einbrocke, der nicht sein müsste…
Also, mein „neurologe“ meinte wenn ich die Poliklinik (die mich vor 4 Jahren testete und anscheinend nichts bei mir fand) bereits besucht habe, kann mir keine Diagnose mehr gestellt werden, bzw. mir geholfen werden.
Poliklink-Sprecherin meinte, dass sie nicht wüsste wie mit mir weiter verfahren werden sollte. Wechseln zu einem weiteren Psychologen (Neurologen?) könne ich dieses Quartal eh nichtmehr, da ich bereits bei dem aktuellen Neurologen „in Behandlung“ bin. Mein Neurologe wie gesagt weiss auch nichts. Ich bin total verzweifelt. Keiner kann, darf, will mir helfen.

Ich check mal die Seite ab, die du mir gegeben hast und meld mich dann.
Ist Ritalin, oder Concerta, etc verboten verschrieben zu bekommen vom doc (das meinte er)?