Adoption ?

Hallo, folgender Fall:

Mann, geschieden, 2 Kinder aus erster Ehe, leider kein Kontakt
Frau alleinerziehend, 2 Kinder von 2 versch. Männern (Erzeuger 1 unbekannt, Erzeuger 2 kümmert sich nicht, zahlt lediglich Unterhalt wg. Beistandschaft der Mutter)

Mann und Frau planen zu heiraten, Mann möchte gerne die 2 Kinder der Frau adoptieren
Kinder lieben den Mann als Papi, kennen keinen anderen!

Was tun?
An wen wenden?
Wer muss mit einbezogen werden? (Erzeuger 2, kein Sorgerecht ?)
Welche Kosten kommen auf die „Familie“ zu?

Was meint ihr dazu?

Lg :wink:

Stiefkindadoption/ Deutschland
Hallo,
Deine Frage ist eigentlich eher eine Rechtsfrage, trotzdem:
Stiefkindadoption
Sie ist die häufigste Art der Adoption.
Dabei ist der Annehmende mit einem Elternteil des Angenommenen verheiratet oder verpartnert.
Nach Einwilligung in die Adoption durch den anderen leiblichen Elternteil , dem Antrag des Stiefelternteils auf Annahme des Stiefkindes und der Zustimmung des mit dem Antragsteller verheirateten bzw. verpartnerten Elternteils beim Notar spricht das Vormundschaftsgericht die Adoption aus, wenn das Jugendamt keine Einwände erhebt und der Vormundschaftsrichter in der persönlichen Anhörung des Antragstellers und des Kindes keine Bedenken gegen die Adoption bekommen hat.
Ab einem Alter von 14 Jahren ist auch die Einwilligung des Kindes beim Notar notwendig.
Hat das Kind nicht die deutsche Staatsangehörigkeit, ist die Einwilligung evtl. schon ab 10 oder 12 Jahren notwendig. Sind weitere Kinder des Stiefelternteils vorhanden, werden diese zur Adoption befragt. Rein erbrechtliche Gründe können gegen eine Adoption nicht erfolgreich vorgebracht werden. Das Besondere an der Stiefkindadoption ist, dass – anders als bei anderen Adoptionen – das rechtliche Abstammungsverhältnis zu dem mit dem Annehmenden verheirateten bzw. verpartnerten Elternteil aufrechterhalten und nur das Abstammungsverhältnis zum anderen leiblichen Elternteil beendet wird. Dadurch wird das Kind dann ein gemeinsames Kind der Eheleute bzw. Lebenspartner, was ja gerade mit dieser Art der Adoption bezweckt wird.

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Adoption#Stiefkindadoption
( http://de.wikipedia.org/wiki/Adoption)
http://bundesrecht.juris.de/adg/BJNR017499976.html
Gruß Finjen

Hallo erst mal,

warum denn adoptieren - läuft doch auch so alles gut, oder?
Das mit der Adoption steht doch nur auf dem Papier, wichtig ist wie es im Herzen aussieht. ich kenne einen Fall, da hat der neue Mann auch die Kinder adoptiert - nach der nächsten Scheidung gab das ein Gerangel und eine Schlacht um das alles wieder rückgängig zu machen.

Das sollte wirklich ernsthaft gut überlegt sein. Man glaubt am Anfang nie, dass etwas dazwischen kommen kann und dann?

Viel Glück!

Man geht nicht davon aus, dass nach der Heirat wieder geschieden wird!

Ist es nicht gut und wichtig für die Kinder was „festes“ in der Hand zu haben? bzw besser als ein unbekannter Erzeuger und ein „nicht kümmernder“ Erzeuger?

Klar läuft es so auch, und mit Heirat fällt Unterhalt 1 komplett weg und mit Adoption Unterhalt 2 auch…aber egal!

Es ist doch leider so dass in unserem Staat immer alles schwarz auf weiss stehen muss, damit es überall anerkannt wird! Traurig aber wahr!

Eine Familie, mit allen Konsequenzen, ist das falsch?

Lg

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Hallo,

Man geht nicht davon aus, dass nach der Heirat wieder
geschieden wird!

Tja, darum wird in Deutschland ja auch beinahe jede zweite Ehe geschieden. Warum haben wohl diese Leute geheiratet?

Ist es nicht gut und wichtig für die Kinder was „festes“ in
der Hand zu haben? bzw besser als ein unbekannter Erzeuger und
ein „nicht kümmernder“ Erzeuger?

Es bleibt weiterhin ein unbekannter Erzeuger und weiterhin ein nicht kümmernder Erzeuger. Der Adoptivvater bleibt weiterhin der Adoptivvater und wird - im Gedächtnis - nicht der Erzeuger werden.

Übrigens, falls sich der unbekannte Erzeuger doch noch meldet bzw. von der Mutter (aus welchen Gründen auch immer) nicht genannt wurde, kann dieser Probleme bei der Adoption machen. Hierzu den Fall Görgülü ergoogeln.

Dann kenne ich noch einen jungen Adoptivvater, der wurde zwei Tage nach der Rechtskraft der Adoption von der Mutter - natürlich mit dem Adoptivkind - verlassen. Er hat große Probleme dieses Kind überhaupt zu sehen. Natürlich muss er Unterhalt für das Kind bezahlen.

Klar läuft es so auch, und mit Heirat fällt Unterhalt 1
komplett weg und mit Adoption Unterhalt 2 auch…aber egal!

Für Unterhalt 1 benötigt es keine Heirat um ihn wegfallen zu lassen. Endet auch wenn der Unterhaltspflichtige weitere vorrangige Unterhaltsberechtigte (z. B. weitere Kinder) bekommt oder das betreute Kind alt genug ist. Auch wenn eine neue Beziehung nach außen hin als gefestigt gilt, kann der Unterhalt aus der früheren Beziehung entfallen. Nur so als Beispiel und Anregung.
Mir sind auch - ohne dass ich das hier unterstellen will - Fälle bekannt, da haben Frauen sich einen Ehemann gesucht, nachdem zu erwarten war, dass frühere Unterhaltszahlungen entfallen.

Der Unterhalt für das Kind entfällt schon, wenn sich alle Beteiligten einig sind, dass die Adoption genehmigt ist. Also wenn der leibliche Vater sein Einverständnis gibt. Bis die Adoption durch ist, kann dann noch eine Weile dauern, obwohl kein Unterhalt mehr fließt.

Nicht selten haben Kinder, trotz? oder wegen? einer Adoption Jahre später Probleme.

Gruß
Ingrid

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Hallo nbtw77.

Ist es nicht gut und wichtig für die Kinder was „festes“ in
der Hand zu haben? bzw besser als ein unbekannter Erzeuger und
ein „nicht kümmernder“ Erzeuger?

das „feste“, das die Kinder in der Hand haben, ist ihre Geburtsurkunde.

Eine intakte (Zweit)familie kann immer nur ein weicher Faktor sein. Außer gesetzlichem Erbe und Verpflichtung zum Unterhalt sehe ich keine Änderung durch die Adoption im Gegensatz zum reinen „Stiefkinder“-Dasein.

Es ist doch leider so dass in unserem Staat immer alles
schwarz auf weiss stehen muss, damit es überall anerkannt
wird! Traurig aber wahr!

Hm, was muss denn anerkannt werden?
Sorgerecht? Das dürfte ja wohl zumindestens bei dem Kind vom unbekannten Erzeuger bei der Mutter liegen. Wenn es da zu einer Heirat mit dem verhinderten Adoptivvater reicht, sollten auch entsprechende Absprachen möglich sein.

Betreuung nach Tod der Mutter? Das kann vermutlich in dem Fall sogar geregelt werden, da die Kinder normalerweise nicht ohne Not aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden.

Eine Familie, mit allen Konsequenzen, ist das falsch?

Ja, das bleibt nämlich trotzdem eine Patchwork-Familie.

Gruß, Karin

Hallo!

Ich bin in einer ähnlichen Situation (Mann hat Sohn mit in die Ehe gebracht) und bin mir über die Rolle eines „Steifelter“ sehr bewusst. Es genügt, wenn ihr alle den gleichen Nachnamen habt (das wird sich ja irgendwie bewerkstelligen lassen), denn dann wird nie jemand (Arzt, Lehrer, etc) auf die Idee kommen, dass du vielleicht nicht der „richtige“ Vater bist und dir eine Auskunft verweigern. Als wir noch nicht verheiratet waren, hatte ich eine Kopie des Persos meines Mannes mit einer schriftlichen Erklärung dabei, dass ich auskunftsberechtigt bin im Fall der Fälle (Unfall des Kindes, Lehrergespräch, etc).
Für die Kinder macht es keinen Unterschied, ob sie ein Schriftstück haben, wo draufsteht, dass du jetzt der Vater bist, denn euer Familienleben und dein Verhalten der Kinder gegenüber ist ausschlaggebend.
Ich will damit sagen: NOTWENDIG ist eine Adoption nicht, um dumme Fragen zu umgehen oder Auskünfte erteilt zu bekommen (selbst in Deutschland).

Alles Gute für euch 4,
finnie

Hallo!

Es genügt, wenn ihr alle den gleichen Nachnamen
habt (das wird sich ja irgendwie bewerkstelligen lassen), denn
dann wird nie jemand (Arzt, Lehrer, etc) auf die Idee kommen,
dass du vielleicht nicht der „richtige“ Vater bist und dir
eine Auskunft verweigern.

Das kommt sicher auf das Alter der Kinder und deren Einverständnis an.
Mein Freund beispielsweise hat sich mit Händen und Füßen geweigert, den Namen seinen „neuen Vaters“ anzunehmen, auch wenn sie ein tolles Verhältnis haben. Ganz davon abgesehen muss ja der leibliche Vater der Sache auch noch zustimmen.
Anders herum gibt es doch soooo viele Kinder, deren Eltern nicht verheiratet sind und die entweder wie Vater oder wie Mutter heißen.

Du hast natürlich Recht, als Lehrer ist man z.B. angehalten, immer zu überprüfen, wer der Erziehungs- bzw. Fürsorgeberechtigte ist. Wie man das im Einzelfall machen soll: Keine Ahnung. Da passieren die wildesten Dinge, weil „Väter“ etwas entscheiden, wofür sie rechtlich gar nicht im Stande gewesen wären.
Aber du sagst ja selbst: Auch derselbe Name muss nicht rechtliche Verantwortung heißen.

Grüße!

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Wichtig ist vor allem wie alt die Kinder sind. Können sie schon mitreden? Eine Adoption kann bei den Kinder das Gefühl stärken vom neuen Partner wirklich angenommen und geliebt zu werden. Es wird eine „heile“ Familie gebildet und das wünschen sich wohl fast alle Kinder. Natürlich wird es auch in der Bürokratie einfacher.
Der Unterhalt fällt natürlich weg und auch Kosten für die Bürokratie fallen an. Allerdings kann danach auch der unbekannte Erzeuger keine „Rechte“ mehr melden, wenn dieser bis zum Abschluss der Adoption unbekannt ist.

Hallo Trine,

Kind 1 vom unbekannten Erzeuger ist 4 Jahre alt, Kind 2 vom Nicht-Kümmerer ist 2 Jahre alt.
Natürliches ist festes Ziel eine heile Familie ohne Absicht jemals Auseinander zu gehen!
Alles andere steht nicht zur Diskussion, sonst könnte man sich ja auch die Heirat schon sparen!

Man sagt doch immer Kinder brauchen feste Strukturen, etwas auf das sie sich 100% verlassen können, Sicherheit, Geborgenheit…

Eine offizielle Adoption würde dies doch nur unterstreichen und unterschreiben, oder?

Lg

Hallo,

Man sagt doch immer Kinder brauchen feste Strukturen, etwas
auf das sie sich 100% verlassen können, Sicherheit,
Geborgenheit…

Sagt man. Aber man kann diese Strukturen, sowie die Sicherheit und Geborgenheit auch ohne die Adoption vermitteln.

Bei dem Alter der Kinder ist es ihnen im Moment wahrscheinlich egal, aber es kann durchaus sein, dass sie mit zunehmendem Alter unter der Adoption leiden.
Bei
http://www.adoption.de
findet man dazu im Forum Beispielgeschichten.

Gerade für Jugendliche (Identitätssuche) kann Adoption bedeuten, das sie sich nicht als Ganzes angenommen fühlen, dass eine Hälfte von ihnen von der Familie ignoriert und negiert wird. Kann, aber muss nicht.

Gruß
Elke

Versucht man sie nicht gerade durch die Adoption zu 1000% zu integrieren?
Es geht auch nicht wirklich um den gleichen Nachnamen, da der Mann den Namen der Frau annehmen wird, den natürlich auch die Kinder tragen!

Natürlich zählt immer zuerst das Gefühl und das Herz und das Miteinander!!!

Aber mit einer Adoption würde man dies doch nur unterstreichen, dazu stehen, wie auch immer man es nennen will!

Eine Familie mit allen Konsequenzen…

Hallo,

Versucht man sie nicht gerade durch die Adoption zu 1000% zu
integrieren?

Mehr als 100% geht nicht :wink:

Aber mit einer Adoption würde man dies doch nur
unterstreichen, dazu stehen, wie auch immer man es nennen
will!

Du und deine zukünftige Frau, ihr unterstreicht es. Es gibt keine Garantie, dass das Kinder heute und vor allen Dingen in Zukunft genausosehen.
Aus diesem Grund habe ich den Link zu adoption.de gesetzt. Eigentlich geht es auf dieser WEbsite hauptsächlich um Fremdadoption, aber es melden sich auch immer wieder Menschen (Erwachsene) zu Wort, die als Kind von den neuen Partnern ihrer biologischen Elternteile adoptiert wurden. Und das ganz und gar nicht immer positiv sehen (wobei man durchaus anführen darf, dass diejenigen, die mit der Situation zufrieden sind, selten das Bedürfnis haben, sich in einem solchen Forum zu äußern).

Eine Familie mit allen Konsequenzen…

Ich verstehe dein Anliegen, aber es ist immer falsch, automatisch anzunehmen, dass alle anderen, die davon betroffen sind, immer das gleiche Anliegen haben.
Andere haben die Probleme einer Adoption in Bezug auf die Erwachsenen geschildert - auch hier kann ich eine Geschichte, die ich sehr nah miterlebt habe zum Besten geben: Mann und Frau, Kind aus ihrer früheren Beziehung. Adoption wurde von beiden Elternteilen gewünscht. Kind war mit 5 Jahren sehr glücklich einen Papa zu bekommen (wobei ich anmerken muss, dass man ihr das gleiche Gefühl der Zugehörigkeit in diesem Alter auch ohne die legale Adoption hätte vermitteln können). Der neue Papa war ein solcher mit Leib und Seele. Er reduzierte seine Arbeitszeiten, um sich nach der Schule um die Tochter kümmern zu können. Die Ehe wurde 10 Jahre später geschieden (war bestimmt nicht geplant). Mutter bekam „ganz natürlich“ das Aufenthaltsrecht zugesprochen, beide zogen ans andere Ende von Deutschland, dem Vater gelang es nicht, sein Besuchsrecht durchzusetzen (die Tochter war nicht an Kontakt interessiert). Er zahlte noch lange und kräftig bis die Tochter mit dem Studium fertig war, gesehen hat er sie in all den Jahren sehr selten.

Aber eigentlich wollte ich von der Sicht der Kinder aus schreiben:
Eine Adoption KANN für die Kinder später bedeuten, dass sie mit allem von dem adoptierenden Elternteil angenommen wurden, es KANN aber auch heißen, dass man - ich wiederhole mich, ich weiß, aber du bist überhaupt nicht auf diese Argumentation eingegangen - den biologischen Vater einfach negiert. Und ein Kind wird hier in einen Loyalitätskonflikt gestürzt: es hat den adoptierenden Vater als „einzigen“ Vater erlebt. Aber es weiß, dass es da einen „Erzeuger“ gibt, von dem schon mal 50% der eigenen Gene stammen, von dem man also abstammt und der gerade in der schwierigen Zeit der Pubertät eine Identifikationsfigur sein kann (gerade WEIL das Kind ihn nicht kennt und ihn deshalb mit aller Fantasie ausmalen kann). Die nichtvorhandenen biologischen Elternteile sind für das Kind eine Realität.

Bei Kindern, die fremdadoptiert wurden, weiß man, dass sie diesen Loyalitätskonflikt umso schwieriger empfinden, je weniger ihnen erlaubt ist, über diese biologischen Eltern zu reden und sie ihn ihren Gedanken einzubeziehen. So wie es bei fremdadoptierten Kindern immer wieder betont wird, über die biologischen Eltern nicht negativ zu reden und nicht negativ zu urteilen (weil man damit einen wichtigen Teil des Kindes mit-kritisiert), genauso wichtig ist das bei Kindern, die nur ein Elternteil „verloren“ haben. Diese Trennung von biologischem Elternteil und Kind wird durch eine Stiefkindadoption unterstrichen und zementiert.
Man sollte sich dieser zwiespältigen Lage bewusst sein.

Wäre ich in der gleichen Lage, würde ich die Kinder JETZT nicht adoptieren. Die Sicherheit usw. kann man ihnen ganz anders vermitteln.
Sollte aber irgendwann bei ihnen der Wunsch entstehen, von dem Stiefelternteil adoptiert zu werden (so ab Ende Pubertät), wenn sie also selbst entscheiden, wäre ich dem gegenüber offen.

Gruß
Elke

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Hallo,

habe gerade bemerkt, dass ich davon ausging, dass du der adoptierende Vater bist. War wohl ein Fehlschluss.
Aber was ich gesagt habe, unterschreibe ich dennoch.
Ich verstehe deine Motivation - aber eure Familie wird nicht mehr Familie durch einen gesetzlichen Akt.

Gruß
Elke

Hi,

ich kenne in meiner unmittelbaren Umgebung 2 Familien in denen die Kinder vom Stiefvater adoptiert wurden.
In einer Familie war der biologische Vater nicht an seinen Kindern interessiert in der anderen ist der Vater gestorben.

Die Kinder waren jeweils schon älter, so um die 10 bis 14 Jahre als sie adoptiert wurden und es ein längerer Prozess des Überlegens vorausgegangen. Die Kinder wussten was die Adoption bedeutet.
In beiden Familien ist es - bis jetzt - gutgegangen.

Ich finde es sehr schwierig dir zu raten. Einerseits hast du offensichtlich das Bedürfniss die familiären Angelegen zu „regeln“ und Normalität herzustellen. Kinder kommen aber mit Patchwork gut zurecht, Sorgerechtsfragen oder so Dinge wie Auskunft in schulischen Dingen lassen sich auch ohne Adoption recht einfach regeln.
Patchwork ist heute Normalität - Lehrer und Behörden sind damit vertraut…und warum sollte es Probleme geben wenn die Mutter und (Stief)Vater sich einig sind?
An eurer Stelle würde ich noch warten.
Erst mal heiraten und warten wie sich die Familie dann einpendelt. Und mit den Kindern sprechen, ihnen sagen was ihr vorhabt und was es bedeutet. Dafür müssen sie aber meiner Meinung nach älter sein.

viele Grüße
Susanne

Ja, man geht von so vielen Dingen nicht aus - gerade deswegen steht man ja hinterher doof da! Wie ich jünger war, war ich auch mal so „blauäugig“ mittlereweiel kenne ich die Welt und die Menschen - da würde ich soetwas nicht machen - gerade wegen der Kinder! Es werden viel zu viel Ehen geschieden, aber das ist so, woher willst Du wissen, dass dein neuer Mann, später sich nicht m ies zu den Kindern verhält - auch wenn er heute so nett ist! Glaub mir, dann ärgerst du dich schwarz über diese Sache mit der Adoption. ich weiß wovon ich rede. hatte auch mal einen 2. Partner und der war die ersten Jahre auch sehr nett. Dann wollten wir hieraten udn er wollte meinen Sohn aus erster Ehe adoptieren. Wir haben geheiratet und waren 9 Monate verheiratet. nachdem er mich „gekauft“ hatte, entwiclete er sich zu einem Thyrann der am Wochende soff was das Zeug hielt udn der kein gute Haar an meinem Sohn ließ. Als er mir dann später auich noch an die Wäsche ging, bin ich in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Haus mit meinem Sohn zu meiner Mutter! Du kannst mir nichts mehr erzählen, es gibt Dinge auf dieser Welt, die glaubt man so nicht! Stell Dir vor, ich hätte meinen Sohn von diesem Menschen adoptieren lassen! ich habe später erfahren, dass er nicht wegen seiner Kopfschmerzen immer zum Psychologen ging, sondern wegen einer schweren Verhaltensstörung! Davon hat niemand etwas gewusst und das hat man 2 jahre vorher auch nicht gemerckt bzw. bewußt wahrgenommen! Da kannst du mal sehen, wie sehr man sich in Menschen täuschen kann! Heirat alleine genügt schon vollkommen und sollte es dann doch schiefgehen, dann haste schon Schwierigkeiten genuug, ohne die Adoption! Trotzdem alles Gute!

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@ nbtw77 Re^3: Adoption ???
Hallo nbtw77,

Du schreibst:

Kind 1 vom unbekannten Erzeuger ist 4 Jahre alt, Kind 2 vom
Nicht-Kümmerer ist 2 Jahre alt.

hast doch auch schon einiges erlebt, oder? War doch auch anfangs die große Liebe - sonst wären die Kinder doch nicht da?

Natürliches ist festes Ziel eine heile Familie ohne Absicht
jemals Auseinander zu gehen!
Alles andere steht nicht zur Diskussion, sonst könnte man sich
ja auch die Heirat schon sparen!

Ja, das muss man aber erst mal so hinbekommen und das ist mit so einer Vorgeschichte ja auch nicht so einfach. Männer sind da manchmal ganz sensibel, wenns nicht Ihre Kinder sind - das zeigen sie am Anfang aber nicht, weil sie an de rFrau interessiert sind! :wink:

Man sagt doch immer Kinder brauchen feste Strukturen, etwas
auf das sie sich 100% verlassen können, Sicherheit,
Geborgenheit…

Das ist vollkommen richtig - aber dazu genügt schon eine verantwortungsvolle und 100% verlässliche Mutter! Sicherheit und Geborgenheit geben auch Alleinerziehende Elternteile - dazu braucht man nicht unbedingt einen Partner. Ntürlich ist es schöner, wenn das mit einem Partner gut klappt und man in einer harmoischen Beziehung leben kann - klar, ist das noch besser - aber das gibt es leider nicht ganz so oft!

Eine offizielle Adoption würde dies doch nur unterstreichen
und unterschreiben, oder?

Nein, überhaupt nicht - man muss aber nicht alles machen und es steht doch nur auf dem Papier - genauso wie die Heirat!

LG

Hallo,

zunächst sollte man sich an das Jugendamt wenden. Dieses kann einen beraten und auch organisatorisch helfen. Es würde im Streitfall vom Gericht üblicher Weise auch beteiligt werden, also Stellung nehmen.

Für die Adoption des 2. Kindes ist in jedem Fall die Zustimmung des derzeitigen rechtlichen Vaters notwendig, das auch gänzlich unabhängig davon, ob diesem das Sorgerecht zusteht oder nicht. Die Einwilligung kann auch vom Gericht ersetzt werden, dann müsste sich der derzeitge Vater aber einer schweren Verfehlung gegenüber Kind und Familie schuldig gemacht haben (das ist sehr eng auszulegen).

Zu denken wäre vielleicht auch (das wird vom Gericht oft als Kompromiss vorgeschlagen) an eine Einbenennung. Dann kann das Kind den Familiennamen der neuen Familie annehmen. Auch hierzu bedarf es aber der Zustimmung des derzeitigen Vaters.

Ich ging jetzt mal davon aus, dass das Kind noch nicht volljährig ist.

Gruß
Dea

Hallo, ich wollte mich kurz bei Dir und Finjen bedanken, da ihr Zwei die einzigen wart, die auf meine eigentliche Frage eingegangen seit!
Alle anderen sind total vom Thema abgekommen und teilten hier leider nur Ihre „eigene, persönliche“ Meinung mit, die natürlich auch interessant ist, aber nicht wirklich das Thema war!

Liebe Grüße und vielen Dank für die 2 informativen Antworten!!!

Hallo Hunting Spider,

natürlich habe ich schon viel durchgemacht, wahrscheinlich mehr als man in einem Leben durchmachen sollte!
Das ist aber hier nicht das Thema!

Und / Oder vielleicht ist gerade aus diesem Grund eine Adoption so gut und wichtig für uns alle!
Und wenn man 1000 schlechte Erfahrungen im Leben gemacht hat, heißt es doch nicht automatisch dass die 1001 auch schlecht und sche… wird!

Das Leben prägt einen, macht einen reifer und es sind die schlechten Erfahrungen die uns reifen lassen und uns zu gestandenen Persönlichkeiten machen!!!

Und wenn ich noch 1000 mal in die Schei… packe, kann ich daraus nur lernen und es irgendwann besser machen!
Leider ist auch der Lauf der Dinge, dass man immer nur aus eigenen Fehlern lernt, und nicht aus denen, die Freunde/Verwandte, Bekannte oder andere Dritte Personen gemacht haben!

Ich kann verstehen, dass man nach einem Haufen Schei… den man erlebt hat, vorsichtiger wird,und eine Zeit lang echt pessimistisch ist!!! Dennoch muss ich irgendwann den ca. restlichen 50 Jahren in meinem Leben eine Chance geben, doch noch gut zu werden und das Leben lebenswert werden zu lassen!!!

Ganz, ganz Liebe Grüße, Nicole