Ich bin mir nicht sicher ob das, das richtige Forum ist trotzdem…
Ich bin 27 Jahre alt und arbeite seit 5 Jahren als Biblitheksassistentin an einer Universitätsbibliothek.
Ich habe beruflich alles erreicht was ich erreichen wollte. Privat beschäftigt mich die Frage, ob ich auch als Alleinstehende ein Kind adoptieren könnte. Ich denke es ist wichtig eine schöne Kindheit zu haben und ich hatte sie, deshalb würde ich gern einem Kind auch ein schönes zu Hause schenken wollen. Wieso ich keine eigenen Kinder habe, zum einen, weil ich den Richtigen noch nicht gefunden habe und zum anderen, weil ich denke, dass auf dieser Welt so viele Kinder gibt, die ohne zu Hause aufwachsen müssen, dass man sich auch um diese Kinder kümmern sollte. Über jede Anregung würde ich mich freuen.
Dolores Linoge
Hallo Dolores,
Dein Vorhaben - wenn auch mit reichlich Pathos vorgetragen - ist natürlich bewundernswert. Und das meine ich absolut ernst.
Allerdings frage ich mich, ob Du Dir das wirklich alles gut überlegt hast. Ein Kind bedeutet vor allem eins: eine riesige Verantwortung und eine ganze Menge Einschränkungen.
Lästig (vom nächtlichen Gebrüll abgesehen) werden die kleinen Monster ja auch, spätestens, wenn sie zu laufen beginnen und Dir z. B. sämtliche Wände mit wunderhübsch bunten Fingerfarben verzieren (wir wollten Mami ja nur eine Freue machen…), Deine Lippen- und Kajalstifte zum Spurenlegen auf dem Teppich benutzen (wir haben ja nur Indianer gespielt), und der Katze Chanel N° 5 einflösen (natürlich nur, damit sie besser riecht).
Da kannst Du allerdings nicht sagen: „Leute, ich möchte das Kind reklamieren“.
Aber zum eigentlichen Thema:
Natürlich kannst Du auch als Alleinerziehende eine Adoption beantragen, zumal mittlerweile - auch wenn es sehr selten ist - sogar homosexuelle Pärchen (sogar Männer!) die Chance haben, ein Kind „zugesprochen“ zu bekommen. Ist schwierig, wenn auch nicht absolut unmöglich. In Deutschland kommen auf ein Kind ca. 60-100 (vorsichtig geschätzt, habe die genauen Zahlen leider nicht im Kopf) adoptionswillige PAARE.
Wieso ich keine eigenen Kinder habe, zum
einen, weil ich den Richtigen noch nicht gefunden habe
Findet man DEN RICHTIGEN überhaupt?! Wenn wir Frauen auf den Märchenprinzen warten würden, wäre die Menschheit längst ausgestorben.
zum anderen, weil ich denke, dass auf dieser Welt so viele Kinder
gibt, die ohne zu Hause aufwachsen müssen, dass man sich auch
um diese Kinder kümmern sollte.
Ist für das Jugendamt keine vernünftige Begründung für die Adoptionswilligkeit. Und bei den „Eignungstests“ des Jugendamtes wirst Du ohnehin Fragen beantworten müssen, die Dir wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen werden. Angesichts der Tatsache, daß es - wie Du selbst schreibst - so viele Kinder gibt, die ohne Eltern aufwachsen, ist das Selektionsverfahren des Jugendamtes geradezu paradox.
Viele Grüße
Tessa
Liebe Tessa,
du hast schon Recht, wenn du über die Verantwortung und Einschrenkungen schreibst. Ich will es auch nicht von heute auf morgen entscheiden, nur wäre es, wie ich bereits sagte, ganz schön einem Kind ein schönes zu Hause zu geben. Das ist mein Wunsch, höchstwarscheindlich wird es nicht reichen bei diesem paradoxen Selektionsverfahren des Jugendamtes, wie du es so schön schreibst. Dieser Weg führt durch viele Instanzen und ich will mich ja auch nicht vor der Verantwortung drücken, trotzdem ist es blöd, dass man das Papierkram so wichtig nimmt und das menschliche Problem bleibt auf der Strecke. Schade.
Was das Thema „der Richtige“ angeht, bin ich doch der Meinung entweder der Richtige oder eben gar keiner, und ich denke nicht dass wegen mir die Menschheit aussterben wir:wink:
Danke noch mal für die Anregungen, ich muss mir dann mehr Gedanken darüber machen wie ich diesen Wunsch beim Jugendamt besser begründen kann. Für den Anfang werde ich mich aber für ein Pflegekind entscheiden.
Dolores
In Deutschland kommen auf ein Kind
ca. 60-100 adoptionswillige PAARE.
Hi Tessa!!!
nach meinen Erfahrungen stimmt das nur für Kinder unter 12 Monaten Lebensalter!!!
Es gibt einen „Überhang“ bei älteren Kindern!!!
Ich kann keine genauen Aussagen zu den „Vergabekriterien“ der Jugendämter machen… (ich kenne allerdings ZWEI Mitarbeiter des Jugendamtes, die beide ein Baby adoptieren konnten…) aber wenn Du nicht auf Baby festgelegt bist, scheinen die Chancen wesentlich grösser zu sein!
Ayla, die einfach mal zu einem Gespräch ins Jugendamt marschieren würde…
Allerdings frage ich mich, ob Du Dir das wirklich :alles gut überlegt hast. Ein Kind bedeutet vor allem :eins eine riesige Verantwortung und eine ganze Menge :Einschränkungen.
Lästig (vom nächtlichen Gebrüll abgesehen) werden die :kleinen Monster ja auch, spätestens, wenn sie zu :laufen beginnen und …
Da kannst Du allerdings nicht sagen: „Leute, ich :möchte da Kind reklamieren“.
Na, das klingt mir aber doch recht arrogant. Sagst Du das Gleiche auch Schwangeren? Kann sich überhaupt irgend jemand vorher überlegen, was die Verantwortung für ein Kind bedeutet?
Ich glaube nicht, daß Du automatisch besser gegen Enttäuschungen „gewappnet“ bist, wenn Du ein leibliches Kind aufziehst. Ob Du adoptierst oder schwanger wirst - eine Rücktauschgarantie gibt es grundsätzlich nicht.
Viele Grüße, Stefanie
Hallo Dolores,
und da dachte ich schon, daß ich wegen meiner Ausführungen gelyncht werden…
Danke noch mal für die Anregungen, ich muss mir dann mehr
Gedanken darüber machen wie ich diesen Wunsch beim Jugendamt
besser begründen kann.
Nichts zu danken. Ich weiß es auch nur aus Erzählungen von einem befreundeten Ehepaar, das sich um eine Adoption bemüht und die Sache übrigens - unter anderem wegen der geradezu inquisitorischen Vorgehensweise des Jugendamtes - nicht durchgezogen haben. Zum Schluß stand meine besagte Freundin kurz vor einem Nervenzusammenbruch und hatte keine Kraft mehr, das ganze Theater über sich ergehen zu lassen. Nun ja, hängt wahrscheinlich auch erheblich von der/dem zuständigen SachbearbeiterIn ab.
Für den Anfang werde ich mich aber für ein Pflegekind entscheiden.
Ich hoffe, es liegt nicht an meinem Vortrag zum Thema „Katze mit Chanel N° 5 abfüllen“. Eine Adoption wollte ich Dir auf keinen Fall ausreden.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir starke Nerven, die wirst Du auch bei einem Pflegekind brauchen.
Viele Grüße
Tessa
Liebe Dolores,
Danke noch mal für die Anregungen, ich muss mir dann mehr
Gedanken darüber machen wie ich diesen Wunsch beim Jugendamt
besser begründen kann. Für den Anfang werde ich mich aber für
ein Pflegekind entscheiden.
Dolores
Stell Dir das mal nicht so einfach vor! Ein Pflegekind benötigt mindestens die gleiche Verantwortlichkeit, das gleiche Engagement und noch wesentlich mehr als ein Adoptivkind.
Dein Satz: Für den Anfang…würde mich als verantwortungsbewusste Jugendamtssozialarbeiterin schon abschrecken, Dir ein Pflegekind anzuvertrauen! Sorry, wenn das jetzt hart klingt!
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, was es bedeutet, ein Pflegekind aufzunehmen? Du hast nie die gleiche Entscheidungsfreiheit wie bei einem adoptierten Kind! In den allermeisten Fällen wirst Du Dich mit der Herkunftsfamilie ins Benehmen setzen müssen, wenn es um Entscheidungen geht. Manchmal hat das zuständige Jugendamt z. B. das Aufenthaltsbestimmungsrecht, d.h. jeden Wohnortwechsel beispielsweise hast Du mitzuteilen. Oder das Jugendamt hat die Gesundheitsfürsorge, das heißt, Du musst bei eventuell notwendigen medizinischen Eingriffen Dir bei den Eltern und dem Jugendamt die Einwilligung einholen! Du musst Elternkontakte zu Deinem Pflegekind zulassen, was in sehr viel Fällen heftige Irritationen, viel Vorbereitung und auch sehr viel Nachbereitung bedeutet bis hin zu körperlichen Reaktionen wie z. B. Einnässen!
Natürlich kann das auch alles ganz problemlos werden, aber es kann auch ganz hübsch an Deinen Nerven zehren. Du wirst zwar durch mehr oder weniger regelmäßige Hausbesuche durch das Jugendamt unterstützt, aber trotzdem möchte ich dringend davon abraten zu sagen, na, für den Anfang entscheide ich mich für ein Pflegekind! So einfach ist das nicht! Wer soll sich denn in Deiner berufsbedingten Abwesenheit um das kind kümmern? Schon wieder eine fremde Person?
Natürlich konnte ich hier nur einen Bruchteil dessen auflisten, was Du bedenken musst, aber Du kannst Dich bei Interesse gern bei mir melden!
Gruß
Renate
Ich krieg ´ne Krise!!!
Hallo Renate,
ich kann’s nicht glauben!
Kaum hat eine junge, alleinstehende Frau den Mut und die Kraft, ein Adoptiv- bzw. (für den Anfang) ein Pflegekind zu sich zu nehmen, schon gehen die von mir beschriebenen inquisitorischen Maßnahmen los!
Dein Satz: Für den Anfang…würde mich als
verantwortungsbewusste Jugendamtssozialarbeiterin schon
abschrecken, Dir ein Pflegekind anzuvertrauen! Sorry, wenn das
jetzt hart klingt!
Sei jetzt bitte nicht beleidigt, aber: wenn ich an eine Jugendamtmitarbeiterin Deines Schlages gelangen würde, zöge ich vor, die Sache abblasen. Es ist kein Geheimnis, daß Pflegekinder zum Teil wesentlich mehr „Aufwand“ bedeuten, weil die Eltern noch leben und - wenn auch nicht immer - durchaus Rechte haben.
In Anweisungen und Verboten sehe ich allerdings nicht unbedingt eine qualifizierte Unterstützung des Jungendamtes.
und auch sehr viel Nachbereitung bedeutet bis hin zu
körperlichen Reaktionen wie z. B. Einnässen!
Das passiert auch bei Kindern, die in ihren Familien aufwachsen, bei Scheidungskindern, etc.
Du wirst zwar
durch mehr oder weniger regelmäßige Hausbesuche durch das
Jugendamt unterstützt, aber trotzdem möchte ich dringend davon
abraten zu sagen, na, für den Anfang entscheide ich mich für
ein Pflegekind!
Eher weniger. Außerdem frage ich mich, wieso Du Dir überhaupt das Recht nimmst, jemandem „dringend von was auch immer abzuraten“? Dolores ist kein kleines Kind und kann ihre Möglichkeiten durchaus realistisch einschätzen. Oder willst Du etwa auch das in Abrede stellen?
während Deiner berufsbedingten Abwesenheit um das kind kümmern?
Schon wieder eine fremde Person?
Nun kommen wir von Hölzchen auf Stöcken und ich krieg langsam die Krätze.
Millionen von Kindern gehen in den Kindergarten und darüber regt sich kein Mensch auf, außer Du, was Adoptiv- bzw. Pflegekinder angeht! Wie soll ein Kind bitte schön anders das soziale Verhalten lernen?! Indem es ständig mit Mama zusammenhockt (soll sie ihm die Bauklötze klauen?!) oder wie? Offensichtlich vergißt Du dabei den Umstand, daß ein Kind unbedingt den Kontakt zu anderen (gleichaltrigen) Kindern braucht. Im übrigen hat es noch keinem Kind geschadet, daß die Mutter arbeiten geht. Im Gegenteil!
Ich habe mal den schönen Spruch „Glückliche (berufstätige) Mütter = Glückliche Kinder“ gelesen. Es stimmt! Die Kinder, die mehr soziale Kontakte unterhalten (ob nun Kindergarten, Tagesmutter oder Babysitter) sind wesentlich selbstbewußter. Im übrigen beschäftigen sich berufstätige Mütter mit ihren Sprößlingen wesentlich intensiver, gerade weil sie weniger Zeit haben.
In unserer Gesellschaft existiert die „übliche“ Vater + Mutter + Zwei Kinder + Hund schon lange nicht mehr.
Viele Grüße
Tessa
Hallo Tessa,
Kaum hat eine junge, alleinstehende Frau den Mut und die
Kraft, ein Adoptiv- bzw. (für den Anfang) ein Pflegekind zu
sich zu nehmen, schon gehen die von mir beschriebenen
inquisitorischen Maßnahmen los!
Für zur Adoption freigegebene Kinder und für Kinder, die in Pflegefamilien müssen hat der Staat die Verantwortung übernommen und diese muß er auch warnehmen.
Du wärst doch eine der ersten, die laut schreien würden, wenn einem Kind in einer Pflegefamilie etwas passiert, weil die Pflegeeltern ungeeignet waren!
Ich gebe zu, daß ich mich am ersten Termin beim JA zwecks Adoption wie im „falschen Film“ gefühlt habe, aber das „Ausfragen“ und „Prüfen“ muß einfach sein - zum Wohl der Kinder!
Ich habe mir jede einzelne Frage in ihrem Sinn erklären lassen und ich konnte nur eine finden, die für meine Begriffe fehl am Platz war.
Ein Pflegekind käme für mich nie infrage, weil ich das nicht durchstehen könnte; vor allem wenn das Kind wieder zu seinen Eltern zurück darf.
Dein Satz: Für den Anfang…würde mich als
verantwortungsbewusste Jugendamtssozialarbeiterin schon
abschrecken, Dir ein Pflegekind anzuvertrauen! Sorry, wenn das
jetzt hart klingt!
Was die Fragestellerin geschrieben hat, klang wirklich sehr nach „Leasing“ auf Probe und das kann den Pflegekindern nicht zugemutet werden!
während Deiner berufsbedingten Abwesenheit um das kind kümmern?
Schon wieder eine fremde Person?Nun kommen wir von Hölzchen auf Stöcken und ich krieg langsam
die Krätze.
Millionen von Kindern gehen in den Kindergarten und darüber
regt sich kein Mensch auf, außer Du, was Adoptiv- bzw.
Pflegekinder angeht!
Wenn Du nur einmal nachdenken würdest, wüßtest Du um die besondere Lage von Pflegekindern.
Diese Kinder mußten aus den Familien genommen werden, sie lieben ihre Eltern doch trotzdem weiterhin, sie kommen in eine neue Familie…
und nun sollen sie gleich wieder eine andere Bezugsperson bekommen?
MfG
Undine
P.S. Postest Du nach dem Spruch: „Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“?
Hallo,
mann oh mann, was für eine heiße Disskusion ich entfacht habe. Wisst ihr, ich glaube keiner von uns kann sich das wirklich vorstellen, wie es ist ein Kind zu adoptieren. Nicht die tolle, verantwortungsbewusste Jugendamtssozialarbeiterin, nicht Tessa und auch ich kann es nicht wirklich, aber selbst eine Frau die schwanger wird und ein Kind erwartet, kann es nicht, bis zu diesem Zeitpunk wenn das Kind eindlich da ist. Ich sagte für „den Anfang“ (obwohl ich das gernicht so gemeint habe) und schon habe ich was falsches gesagt und bin bei unseren verantwortungsbewussten Jugendamtssozialarbeiterin untendurch… Kann das wirklich wahr sein? Wie ich bereits geschrieben habe, alles was zählt ist die Oberfläche, das Menschliche bleibt auf der Strecke. Tessa hat es erfasst und dieser Spruch „Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“ ist irgendwie passend zu dieser Gesellschaft. Durch diese Disskusion ist mir so viel klar geworden, dafür möchte ich euch danken. Ich werde abwarten was die Adoption bzw das Pflegekind angeht. Ich wollte keine Kinder weil ich Angst hatte diese in solche Welt zu setzen, denn diese Gesellschaft hat sich öffter als einmal ein Armutszeugniss ausgestellt: wirkliche Tolleranz ist zu einem Fremdwort geworden, Geld regiert die Welt (ich habe erfahren für eine Adoption eines ausländischen Kindes bezahlt man über 10.000 DM), das Schulsystem ist ein Witz usw. Ausserdem gibt es noch mehr solche Menschen wie unsere verantwortungsbewusste Jugendamtssozialarbeiterin (ist nicht persönlich gemeint), die genau auf die Worte ahten. Ich will nicht sagen dass es falsch ist, aber mann sollte ja auch nicht übetreiben.
Gruß
Dolores
Hi Dolores,
mann oh mann, was für eine heiße Disskusion ich entfacht habe.
Ich finde es gut. Die Kinder sind nun mal das „schwächste Glied“ unserer Gesellschaft.
Wisst ihr, ich glaube keiner von uns kann sich das wirklich
vorstellen, wie es ist ein Kind zu adoptieren. Nicht die
tolle, verantwortungsbewusste Jugendamtssozialarbeiterin,
nicht Tessa
Das ist richtig, ich habe auch nur gesagt, daß sich ein Freunde von mir um eine Adoption bemüht haben. Allerdings muß ich zugeben, daß auch ich eine Zeitlang mit dem Gedanken gespielt habe (meine Ausgangs-Situation stellt sich allerdings wesentlich anders dar).
Tessa hat es erfasst…
dieser Spruch „Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt
man ohne ihr“ ist irgendwie passend zu dieser Gesellschaft.
Einmal zu Klarstellung: dieser Spruch stammt nicht von mir sondern von Undine/Renate, die sich allerdings offensichtlich aufgrund meiner absolut ehrlichen Meinung dazu auf den Schlips getreten fühlte. Sorry, ich bin nunmal direkt bzw. direkter, als es manche verkraften können.
Durch diese Disskusion ist mir so viel klar geworden, dafür
möchte ich euch danken. Ich werde abwarten was die Adoption
bzw das Pflegekind angeht.
Bin ich froh, daß es nicht an Katze & Chanel N° 5 liegt! (Sorry, kleiner Scherz am Rande)
Ich wollte keine Kinder weil ich
Angst hatte diese in solche Welt zu setzen, denn diese
Gesellschaft hat sich öffter als einmal ein Armutszeugniss
ausgestellt: wirkliche Tolleranz ist zu einem Fremdwort
geworden, Geld regiert die Welt
Es fehlt nicht nur an Toleranz. Es fehlt im wesentlichen an Respekt.
(ich habe erfahren für eine
Adoption eines ausländischen Kindes bezahlt man über 10.000
DM).
Was meinst Du denn damit? Ich komme aus Polen, wohne seit fast 15 Jahren in Deutschland (habe aber immer noch den polnischen Paß), habe es aber noch nie gehört, daß ich 10.000 DM dafür zahlen müßte, daß ich ein polnisches Waisenkind nach Deutschland mitnehme. Erkundigt habe ich mich schon.
mehr solche Menschen wie unsere verantwortungsbewusste
Jugendamtssozialarbeiterin (ist nicht persönlich gemeint), die
genau auf die Worte ahten. Ich will nicht sagen dass es falsch
ist, aber mann sollte ja auch nicht übetreiben.
Meine Worte, wenn auch ein bißchen direkter ausgedrückt!
Liebe Grüße
Tessa
(vielleicht können wir uns auch eMail-mäßig austauschen)
Hallo Dolores!
Nach all’ den Postings, die Du bekommen hast( die zum Teil den Ueberdimensionalen Zeigefinger nicht verbergen wollten), wuerde ich Dir gerne ein Buch empfehlen. Es hat den Titel „Das Sonntagskind“ und handelt von einer unverheirateten Frau, die „erst mal“(warum unterstellt man Dir nur aufgrund dieser harmlosen Formulierung einfach Verantwortungslosigkeit! ?)ein „Plegekind“ betreut.
Das Buch ist aus der Sicht des Kindes geschrieben, das zunaechst Sonntags von dieser Frau abgeholt wird (gilt vielleicht deshalb auch als Jugendbuch). Es ist seht sensibel, keineswegs verherrlichend aber immerhin so geschrieben, dass man nicht das Gefuehl haben muss, das Verantwortung immer mit Horrorvorstellungen verbunden sein muss.
Den Namen der Autorin habe ich leider vergessen, aber ich bin mir sicher, dass man das Buch noch kaufen (oder zumindest leihen) kann. Wuensche Dir alles Gute, wie auch immer Du Dich entscheidest.
M.
Czesc,
na das ist aber ein Zufall, ich komme auch aus Polen und wohne seit 10 Jahren in Deutschland. Über weiteren Gedankenaustausch würde ich mich sehr freuen, nicht nur was Adoption angeht. Über Adoption kann ich jetzt noch so viel sagen, dass ich mit einigen Leuten in Kontakt getretten bin, die sich damit auskennen. Im Rahmen des Auswahlverfahrens ist mit Kosten für den Psychologen von ca 1500 DM zu rechnen, dann für den Transport des Kindes (im Falle eine Auslandsadoption) ca 3000 DM, ca 500 DM für die Adoptin nach deutschem Recht zu zahlen. Dazu kommen noch die Aufwendungen vor der Adoption.
Garnicht so leicht.
Du kannst mir direkt unter [email protected] schreiben. Was machst Du hier in Deutschland, wie alt bist Du?
Gruß
Dolores
Hier kommt Hilfe!!!
Hallo Marcela,
Den Namen der Autorin habe ich leider vergessen,
Macht nix, denn kenne ich.
aber ich bin mir sicher, dass man das Buch noch kaufen (oder zumindest
leihen) kann.
Man kann…
Das Buch heißt „Sonntagskind“ wurde von Gudrun Mebs geschrieben und erschien Mitte der achtziger Jahre beim Sauerländer-Verlag.
Viele Grüße
Tessa
Zufälle gibt´s!
CzeϾ Dolores,
Über weiteren Gedankenaustausch
würde ich mich sehr freuen, nicht nur was Adoption angeht.
Ja te¿. Twój adres mam, napiszê.
Was machst Du hier in Deutschland, wie alt bist Du?
Na te pytania odpowiem Ci przez eMail.
No to narazie
Tessa
Hallo Tessa!
Danke fuer die Angaben. Es scheint so, als haettest Du das Buch auch zu Hause. Ich habe es ewig nicht mehr gelesen und werde es bei Gelegenheit auch noch mal 'rauskramen.
Viele Gruesse
M.
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