AdsKönnen Medikamente mir wirklich helfen ?

Vor 4 Wochen wurde bei mir Ads(warscheinlich mischtyp) diagnostiziert, ich hatte mich FREIWILLIG stationär in die Uniklinik Köln aufnehmen lassen, da ich einfach nicht mehr weiter wusste.Ich bin unglaublich vergesslich, mein Kurzzeitgedächtniss ist grottenschlecht und obwohl ich immer optimistisch und positiv nach vorne schaue werde ich immer wieder vor den Kopf gestoßen.Vor dem Entschluss in die Uniklinik nach Köln zu gehen kam dann wirklich der schock meines Lebens,denn ich fing an Wörter zu verdrehen.Ich sagte zu meiner Mutter anstatt „Ich habe ein flaues Gefühl im Bauch, ich habe ein flaues Bauch im Gefühl!& fragte danach meine Mutter ob ich das gerade wirklich gesagt habe ?“ Obwohl ich mir den Satz ein zwei mal vorher im Kopf zusammengebastelt hatte. Daraufhin brach ich in Tränen zusammen und malte mir alle möglichen Krankheiten aus. Dann stoß ich auf Ads( mein HALBbruder hat Adhs Hatte mich mit dem Thema aber nie auseinander gesetzt)Es ist auch schwer „Symptome“ festzustellen die man schon sein ganzes Leben lang hat & immer dachte andere Menschen hätten dieselben Probleme.Ich habe mich immer als kerngesund und normal empfunden. Früher war ich immer sehr rebellisch und habe nie auf mich geachtet und da ich unbedingt eigenständig und auf eigenen Beinen stehen möchte(Ausbildung in der Tasche, spitzen bezahltes Praktikum) fiel bei mir der Groschen : Ich muss mich ändern! Ich möchte auch so viel leisten wie andere. Nach einem 3wöchigen Aufenthalt in der Klinik bekam ich ein Medikament zum Testen mit nach Hause :Medikinet. anfangs 10 mg ,wöchentliche Steigerung von 5-10 mg,Da ich bei 10 mg nach einer Woche nichts merkte sprang ich auf 20 mg hoch. Ich merkte eine minimale Wirkung ,die jedoch max.2 Stunden anhielt.Nach meinem Entlass musste ich mir jemanden suchen der mich medikamentös begleitet, wegen der kürze der Zeit wählte ich die Therapeutin aus, die auch meinen Bruder betreut. Nachde meine Medikinet Packung dem Ende zuging musste meine Therapeutin mir ein neues Rezept ausstellen.Ich also mit meiner Mutter hin zur Apotheke, das Rezept einösen. Als ich meine Tabletten nahm merkte ich (leider zu spät), dass nicht „Medikinet“ auf der Packung stand sondern „Methylphenidat Hexal“. Ich war natürlich wieder total verärgert dass ich es erst nach der Einnahme bemerkte ich meine die Packungen sehen doch total unterschiedlich aus :confused: Und dachte nur ohoh hoffentlich passiert mir nichts ,denn ich vertraute ja bis jetzt nur medikinet. Jedenfals merkte ich Keinerlei Veränderung bei 10 mg ,bei 20 mg auch keine Konzentrationsverbesserung ,nur stärkeren Harndrang.

Können Medikamente mich wirklich auf den Stand bringen auf dem „normale“ Menschen sind?

Und kann Konzentrationsmangel so große Ausmaße annehmen,dass es zu Wortverdrehungen kommt ?

Ich hoffe auch schnelle Antwort und bedanke mich im Vorraus.

Hallöchen,
ich bin kein Arzt, aber mein Sohn (22)hat diese Erkrankung auch. Deshalb kann ich aus Erfahrung sprechen. Bei meinem Sohn wurde die ADS erst sehr spät diagnostiziert. Er war bereits 14 Jahre. Vom Arzt bekam er dann ein Medikament, dass hies Konzerta. Es hat ihm geholfen etwas ruhiger und ausgeglichener zu sein. Die Merkfähigkeit hatte sich verbessert und er kam in der Schule besser mit. Aber es gab auch Nachteile. Seine Persönlichkeit hat sich verändert. Er wurde agressiver, wenn etwas nicht gelang und er machte genau das Gegenteil von dem, was er sollte. Arbeiten die er ausführen sollte blieben Sie sind alle überfüllt und es dauert sehr lange einen Termin zu bekommen.
Ich habe aber auch noch eine positive Nachricht. Meine große Tochter(37), also die Schwester von Marcel ist auch von dieser Krankheit betroffen. Ihr geht es aber mit den Medikamenten gut. Es gibt also Hoffnung. Sie müssen nur heraus finden, welches Medikament für Sie das richtige ist und nicht gleich die Geduld verlieren.
Gruß M.Weiß