Adverbiale Bestimmung?

Hallo!

Es geht um den folgenden Satz:

Der Mann an der Pforte hat mich beim Kommen und beim Gehen gesehen.

Nun meine Frage: Sind die Satzglieder „beim Kommen“ und „beim Gehen“ eine adverbiale Bestimmung der Zeit (Wann sah er mich? Beim Kommen), des Ortes (Wo sah er mich? Beim Kommen) oder weder noch?

Lg

chrissi

Hallo

Der Mann an der Pforte hat mich beim Kommen und beim Gehen gesehen.

Nun meine Frage: Sind die Satzglieder „beim Kommen“ und „beim Gehen“ eine adverbiale Bestimmung der Zeit (Wann sah er mich? Beim Kommen), des Ortes (Wo sah er mich? Beim Kommen) oder weder noch?

Da würde man doch nicht ‚wann‘ oder ‚wo‘ fragen, sondern ‚wobei‘. Oder?

Aber es ist doch sowieso keine adverbiale Bestimmung, da sich dieses ‚beim Kommen‘ und ‚beim Gehen‘ nicht auf den Mann an der Pforte und dessen Tätigkeit (sehen) bezieht, sondern auf dich, was du gerade gemacht hast, als er dich sah.

Er ist doch nicht gekommen oder gegangen, sondern du. Also ist dieses ‚beim Kommen‘ ein Attribut zu ‚mich‘.

Meiner Meinung nach ist dieses ‚beim Kommen‘ und ‚beim Gehen‘ ein Attribut zum Objekt ‚mich‘, und zwar irgendso eine Präpositionalgruppe, oder wie sich das nennt.

Es ist ja nicht so zu verstehen:
[Beim kommen sah] er mich.
Sondern so:
Er sah [mich beim Kommen].

Das ist meine Idee dazu, leider kenne ich nicht die korrekte Bezeichnung dafür.

Viele Grüße

Hallo,
dem würde ich widersprechen. Attribute sind fest an ihr Bezugswort gekoppelt und bilden ein Satzglied, lassen sich separat also nicht verschieben. Dies geht hier aber:

Beim Kommen und Gehen hat mich der Mann an der Pforte gesehen.
Mich hat der Mann an der Pforte beim Kommen und Gehen gesehen. etc.

Natürlich ist nicht eindeutig im ersten Beispiel, auf wen sich die adverbiale Bestimmung bezieht. Sie könnte
a) eine AB der Art und Weise sein: WIE hat mich der Mann gesehen?
b) eine AB der Zeit: Wann hat mich der Mann gesehen.

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Arten der AB sind manchmal fließend.

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