Adverbiales Adjektiv / Adverb

Hallo,

Ich besuche ein Kolleg und bin im Deutschunterricht nun beim Thema Adjektiv/Adverb hängen geblieben. Laut Grammatikheft gibt es

attributive Adjektive
prädikative Adjektive
adverbiale Adjektive

und Adverben (als weitere Wortart).

Die ersten beiden Sachen sind einleuchtend erklärt, aber bei der 3. Art hört es bei mir auf… adverbiale Adjektive können, so steht es geschrieben, mit „Wie + Verb“ erfragt werden und sind unflektiert.

Ich verstehe allerdings nicht den Unterschied zwischen einem adverbialen Adjektiv und einem Adverb - ist dies denn nicht das gleiche?! Ich bin wirklich sehr dankbar für eine einfache, aber logische Erklärung!

Vielen Dank!

Hallo lettered,

attributive Adjektive = der schöne Mann
prädikative Adjektive = ich bin schön
adverbiale Adjektive = er tanzt schön

und Adverbien = er tanzt immer

Faustregel zur Unterscheidung von Adjektiven und Adverbien:
Adjektive lassen sich verändern, Adverbien nicht.

Beispiel:
Es stört mich, dass du STÄNDIG lachst. (ständig, ständige, ständiges = adverbiales Adjektiv)
Es stört mich, dass du immer lachst (immer = Adverb)

Hi,

Faustregel zur Unterscheidung von Adjektiven und Adverbien:

Adjektive lassen sich verändern, Adverbien nicht.

Bessere Faustregel: (prädikative und attributive) Adjektive beziehen sich auch ein Substantiv oder Pronomen, der Rest auf alles andere.

Er ist schön. (= Johnny Depp, präd. Adj.)
Er ist ein schöner Mann. (= immer noch Johnny Depp, attr. Adj.)
Er gefällt mir immer. (= ist so. Adverb)
Er sieht ständig gut aus. (= es nervt, adv. Adj.)

Unterschied adverbiale Adjektive und Adverbien: die ersten kann man auch vor ein Substantiv stellen, dann verändern sie sich, die letzteren nicht.

Das Problem hier, was die Verwirrung verursacht, ist, dass „Adjektiv“ und „Adverb“ Wortarten bezeichnen, „attributiv“, „prädikativ“ und „adverbial“ aber eine funktion im Satz.
Man kann ein adverbiales Adjektiv auch als ein Adverb bezeichnen, das von einem Adjektiv abgeletet wurde - so wie Ableitung von ableiten kommt.

die Franzi

1 „Gefällt mir“