Hallo liebe Praktiker,
wer gibt mir Tips und Info’s wie ich eine Platine:
a) belichte
b) entwickele
c) ätze
d) bohre
e) versiegele ?
Bitte keine Tips zur Bestückung, ab diesem Vorgang bin ich selbstständig.
Merci Vielmals
Ralf
Hallo liebe Praktiker,
wer gibt mir Tips und Info’s wie ich eine Platine:
a) belichte
b) entwickele
c) ätze
d) bohre
e) versiegele ?
Bitte keine Tips zur Bestückung, ab diesem Vorgang bin ich selbstständig.
Merci Vielmals
Ralf
Hallo Ralf,
wieviel Platinenmaterial hast Du schon versaut und wieviele eingeätzte Löcher in den Klamotten?
Also:
Du verwendest eine mit Foto-Positivlack beschichtete Leiterplatte. Als Vorlage für die späteren Leiterbahnen verwendest Du Deinen Entwurf, den Du mit Klebe- oder Anreibesymbolen auf transparentem Zeichenpapier herstellst. Weil Du ja einen PC hast, geht das mit einem geeigneten Programm viel einfacher auch damit. Ausdruck per Laserdrucker auf transparentem Papier oder Folie (ein Tintenstrahldrucker ist oft nicht deckend genug).
Zum Belichten wird die Entwurfsfolie auf die beschichtete Seite der Leiterplatte gelegt. Darauf kommt eine Glasplatte zum gleichmäßigen Andrücken. Im Idealfall liegt die Schicht der Entwurfsfolie (Klebesymbole oder Druckerschwärzung) auf der Fotoschicht der Leiterplatte. Damit das klappt, muß Dein Entwurf oder Ausdruck aber seitenverkehrt (spiegelbildlich) sein.
Noch alles klar?
Dann weiter:
Belichtet wird mit UV-Licht einer speziellen Glühlampe (gibt’s bei Conrad) oder mit einem speziellen Belichtungsgerät (gibt’s auch bei Conrad). Wenn Du sowas hast, kannst Du Dir die oben beschriebene Glasplatte zum Andrücken schenken. Das macht schon das Belichtungsgerät. Die Belichtungszeit richtet sich nach der Art Deiner Vorlage (klare Folie oder matt-transparentes Zeichenpapier) und nach der Lichtquelle. Wenn Du die UV-Lampe kaufst, stehen aber Richtwerte in der Betriebsanleitung. Die Belichtung bewirkt eine chemische Veränderung des Fotolacks in der Weise, daß die belichteten Stellen der Leiterplatte im Entwicklerbad freigewaschen werden. Wo kein Licht hinkommt, schützt der Fotolack die Kupferschicht vor dem Angriff des Ätzbades.
Du hast Dir eine Petrischale aus dem Fotobedarf oder auch von Conrad besorgt. Dort hinein kommt jetzt der Entwickler, den Du aus 10 Gramm Ätznatron und 1 Liter handwarmem Wasser ansetzt. Vorsicht!!!
Das Zeug ätzt Dir nicht sofort Löcher ins Fell, aber es löst langsam aber sicher Haut und Fingernägel auf. Wenn Du Spritzer in die Augen bekommst, augenblicklich mit viel klarem Wasser ausspülen. Spritzer auf der Kleidung siehst Du zuerst nicht, aber es gibt entfärbte Stellen und nach der nächsten Wäsche eingefressene Löcher. Also alte Klamotten anziehen. Es gibt immer Spritzer.
Die belichtete Leiterplatte bewegst Du für etwa 30 -60 Sekunden im Entwicklerbad hin und her. Dabei siehst Du, wie sich der Fotolack an den belichteten Stellen löst und die nackte Kupferschicht zum Vorschein kommt. Leiterplatte aus dem Entwickler nehmen und mit reichlich Wasser gründlich abspülen. So naß wie sie ist, kommt sie sofort ins Ätzbad. Das setzt Du vorher aus 200 Gramm Ammoniumpersulfat (als Ätzsulfat im Handel) und 1 Liter reichlich handwarmen Wasser an. Mit frischer Ätzlösung dauert der Ätzvorgang etwa 10 Minuten. Dabei die Leiterplatte im Bad bewegen.
Nach dem Ätzen mit klarem Wasser spülen und abtrocknen. Die getrocknete Leiterplatte kannst Du jetzt mit einem lötfähigen Lack vor dem Vergammeln schützen.
Fehlt nur noch das Bohren. Dafür gibt es z. B. von Proxon für den Heimbedarf ausreichende Maschinchen. Als Bohrer für glasfaserverstärktes Leiterplattenmaterial eignen sich nur Hartmetallbohrer. Gewöhnliche HSS-Bohrer sind in dem Material sofort stumpf und werfen einen Grat, der Dir beim Verlöten der Bauelemente Probleme bereiten würde.
Du brauchst einige Übung, bis Du so zu ordentlichen Leiterplatten kommst. Außerdem gibt es noch andere geeignete Ätzchemikalien. Du kommst um eigene Erfahrungen nicht herum, zumal jeder Arbeitsschritt die Gefahr in sich birgt, die Leiterplatte zu verderben.
Ein Problem ist die Entsorgung der Chemikalien. Solltest Du diese ins Abwasser gießen, neutralisiere vorher wenigstens den Entwickler (Lauge) mit dem Ätzbad. Viel besser ist es aber, Du verwendest das Zeug einige Male (läßt sich in eindeutig beschrifteten (!) Kunststoffflaschen aufbewahren) und gibst es dann bei einer Sammelstelle ab.
Gruß
Wolfgang
Voll Ätzend: Platinen
Hi!
Du verwendest eine mit Foto-Positivlack
beschichtete Leiterplatte.
Foto-Positiv-Lack gibt’s auch als Spray von Kontakt-Chemie zu kaufen (Spray)
Weil Du ja
einen PC hast, geht das mit einem
geeigneten Programm
z.B. „Target“ oder „Eagle“
viel einfacher auch
damit. Ausdruck per Laserdrucker auf
transparentem Papier oder Folie (ein
Tintenstrahldrucker ist oft nicht deckend
genug).
Mit einem Epson-Drucker auf Folie geht es super!!!
Zum Belichten wird die Entwurfsfolie auf
die beschichtete Seite der Leiterplatte
gelegt. Darauf kommt eine Glasplatte zum
gleichmäßigen Andrücken.
Bilderrahmen ist billig und ideal!
Im Idealfall
liegt die Schicht der Entwurfsfolie
(Klebesymbole oder Druckerschwärzung) auf
der Fotoschicht der Leiterplatte. Damit
das klappt, muß Dein Entwurf oder
Ausdruck aber seitenverkehrt
(spiegelbildlich) sein.Noch alles klar?
Dann weiter:
Belichtet wird mit UV-Licht einer
speziellen Glühlampe (gibt’s bei Conrad)
oder mit einem speziellen
Belichtungsgerät (gibt’s auch bei
Conrad).
300-Watt-Halo-Strahler 10 Minuten bei 50 cm Abstand ist billig und genau richtig!
Wenn Du sowas hast, kannst Du
Dir die oben beschriebene Glasplatte zum
Andrücken schenken. Das macht schon das
Belichtungsgerät. Die Belichtungszeit
richtet sich nach der Art Deiner Vorlage
(klare Folie oder matt-transparentes
Zeichenpapier) und nach der Lichtquelle.
Wenn Du die UV-Lampe kaufst, stehen aber
Richtwerte in der Betriebsanleitung. Die
Belichtung bewirkt eine chemische
Veränderung des Fotolacks in der Weise,
daß die belichteten Stellen der
Leiterplatte im Entwicklerbad
freigewaschen werden. Wo kein Licht
hinkommt, schützt der Fotolack die
Kupferschicht vor dem Angriff des
Ätzbades.
Du hast Dir eine Petrischale aus dem
Fotobedarf oder auch von Conrad besorgt.
Wolfgang Petri(y)?
Hol Dir 'ne billige Auflaufform von Aldi! 
Dort hinein kommt jetzt der Entwickler,
den Du aus 10 Gramm Ätznatron und 1 Liter
handwarmem Wasser ansetzt.
Vorsicht!!!
Vorsicht???
Richtiges Ätzbad besteht aus 2/3 H2O2 (Wasserstoffperoxyd) und 1/3 HcL (Salzsäure) 35%! Ist in 2 Minuten fertig geätzt!
Das Zeug ätzt Dir nicht sofort Löcher ins
Fell,
DAS Zeug doch!!!
aber es löst langsam ( smile ) aber sicher ( genau!!! )
Haut und Fingernägel auf. Wenn Du
Spritzer in die Augen bekommst,
augenblicklich mit viel klarem Wasser
ausspülen.
besser vorher eine gute Krankenkasse aussuchen…
Spritzer auf der Kleidung
siehst Du zuerst nicht,
siehst Du sofort!!! (aber nicht mehr an der Kleidung sondern auf der blossen Haut…)
aber es gibt
entfärbte Stellen und nach der nächsten
Wäsche eingefressene Löcher. Also alte
Klamotten anziehen. Es gibt immer
Spritzer.
Hi!
Ich weiss ja nicht ganz wie viel Erfahrung Du hast, aber dieses gelb-braune Ätzzeugs taugt nicht so viel…
Die Zutaten für die richtige Mischung bekommst Du in jeder guten Apotheke (Wasserstoffperoxyd und Salzsäure, Mischung siehe oben), der Entwickler von Conrad ist aber ganz okay.
Also viel Spass,
Markus!
Hi!
Ich weiss ja nicht ganz wie viel
Erfahrung Du hast, aber dieses
gelb-braune Ätzzeugs taugt nicht so
viel…
Die Zutaten für die richtige Mischung
bekommst Du in jeder guten Apotheke
(Wasserstoffperoxyd und Salzsäure,
Mischung siehe oben), der Entwickler von
Conrad ist aber ganz okay.
Also viel Spass,
Markus!
Hi Markus!
Das „gelb-braune Ätzzeugs“ heisst übrigens Eisen-III-Chlorid und ist wirklich nicht zu empfehlen. Das von Wolfgang beschriebene Ammoniumpersulfat ist eine klare Lösung die sich mit zunehmendem Kupfergehalt blau färbt und sehr gut funktioniert.
Mit Ätznatron (Abflussreiniger) ist natürlich der Entwickler für den Fotolack gemeint.
Christian
Mein senf noch zum Belichten
Hallo Ralf
Wie es nun am besten geht wurde Dir ja schon von anderen recht gut erklärt. In Bezug auf Belichten habe ich persönlich aber die folgenden Erfahrungen gemacht:
Ich habe einen HP 820cxi Tintenstrahldrucker und obschon ich eigentlich auf HP stehe, war es mir nur mit den teuren Overheadsheets von HP eine akzeptable Vorlage zum belichten zu erhalten. Mein Nachbar jedoch hatte sich einen Epson Tintenstrahl-Drucker gekauft welcher eine bessere Auflösung hat, und desshalb versuchte ich einmal auf diesem mit gutem Papier und hoher Auflösung ein Layout zu drucken. Dieses habe ich mit Transparentspray eingesprüht und mir damit die Platine gemacht. Die bessere Auflösung des Epson Druckers hatte es voll gebracht und seither mache ich es immer so. Transparent Spray bekommst Du bei Conrad electronic oder im Elektronikfachhandel. Wenn Deine Vorlage auf Papier getrocknet ist, sprühst Du ein wenig Spray auf Dein Papier und eine feine Lage auf den Print. Anschliessend drückst Du die Luftblasen heraus und belichtest das Ganze unter der Glasplatte.
MFG Snoopy
Hallo liebe Praktiker,
wer gibt mir Tips und Info’s wie ich eine
Platine:
a) belichte
mit nem Halogenstrahler, So’n Standart 500W Baustrahler ist prima. Glas vorne weg machen (frisst zuviel UV-Leistung) und bei ca. 40cm Abstand (Lampe - Platine) ca. 70sec belichten. Platinenvorlage (bei mir gutes Papier bedruckt mit dem Layout vom Tintendrucker) mit Speiseoel einreiben, die Fotoschicht auch. Layout drauflegen, ueberfluessiges Oel mit nem Zewa rauswischen auch die Luft. Wenn das Papier nicht auf der Platine liegen bleiben will, mit ein Stueck Plexiglas (transparent) aufdruecken. So’n Plexiglas Rest gibt es evtl. bei Firmen, die Schaltschraenke zusammenbauen.
b) entwickele
Mit aetznatron. Gips inne Apotheke. 1kg fuer ca. 10DM. 1 Teeloeffel in ein leeres Glas Erdbeermarmelade (0,4l?) aufloesen. Sollte in ca. 1min entwickelt sein.
c) ätze
Mit Natriumpersulfat. Die Loesung ist klar und man kann es wieder regenerieren. Dazu eine Elektrode aus Kohle und eine aus Edelstahl oder Kupfer reinhaengen. An beiden Polen entsteht nun ne Spannung von ca 1,7V. Jetzt ca. 2V an die Elektroden geben und zwar so, dass das so beschaltet wird, als wenn man einen Akku laden wuerde, also + an + und - an -. Ich weis gerde nicht, welches der Elektroden den + oder -Pol bildet.
Li
Danke
…an Euch Alle die Ihr mir geantwortet habt.
Kann mit euren Tips einiges Anfangen.
Ralf