Ägypten-Hurghada-Jasmin Village (Achtung, lang!)

Hbf Köln, 2 Std und 30 Min Zugfahrt nach FFM, zieht sich in die Länge, man kann es fast nicht erwarten endlich da zu sein.
Der Bahnhof und auch gleichzeitig Flughafen hat es in sich, laufen, nichts als laufen und immer noch nicht wissen wie weit es noch ist.
Dann endlich ein Lichtblick, Bahn fahren um entgültig an die Schalter zu kommen um endlich einchecken zu können.
Stunden später, es dürften ca. 45 Min vergangen sein, als wir endlich am Ziel, einem Aero-loyd- Schalter waren. Welch Wunder, Alle hatten schon eingecheckt, es gab noch eine Menge Plätze, leider nicht nebeneinander.
Abgenervte Stewardessen die sicherlich schon „48 Std“ am Stück im Dienste waren bemühten sich diszipliniert jegliches Lächeln zu unterdrücken. Lieblos hingeknallte Schälchen mit Hühnchen, vermutlich aus Ägypten importiert und mehrere Flüge mitgemacht, deren Wasserhaushalt so staubig schmeckte, als hätten sie eine Woche in der Sahara verbracht steigerte unsere Urlaubsfreude, was kommen würde könnte doch nur besser sein!
Landung in Hurghada, wow, die Hitze knallte einen fast weg, aber endlich da!
Zoll und dergleichen ging so schnell wie noch niemals zuvor, allerdings sollte diese Schnelligkeit der Ägypter sehr täuschen. Es war mit Sicherheit ein sehr gutes Täuschungsmanöver.
Alles gut überstanden, der Reiseleitung folgend mit den Koffern in der Hand, die keinem Kofferträger anvertrauend bis zum Bus schaffend. Reiseleiter meint, Koffer hier abstellen, Busfahrer lädt sie ein. Kaum im Bus sitzend eine Hand von hinten:“ Trinkgeld“, mit einem 2 Eurostück in der Hand. Tja, darauf reingefallen wie wahrscheinlich noch 400 andere Touris an diesem Tag, kein schlechter Verdienst dort!
Nach ca. 15 Min im Hotel angekommen, eingecheckt, rosa Armband bekommen für All Inclusiv. Kofferträger bringt zu den Unterkünften, nette große Anlage, schaue mich verstohlen nach Ungeziefer und Schlangen um, keine zu sehen, aber ich trau dem Braten noch nicht.
Ups, überrascht, Zimmer sehr sauber, Klimaanlage läuft, endlich zum aushalten. Will unter die betten schauen, nicht, dass sich eine kleine Hausviper dort zu einem Überraschungsbesuch verborgen hält.
Keine Schlangen, Bettsockel ist gemauert. Nicht mal ein Babyscorpion im Schrank, keine Spinnen im Bad, leider auch keine Minibar im Kühlschrank, gähnende Leere.
„Durst“!
Nichts wie umziehen und schnell an die Bar. Das erste Bier, oder war es Wein zischte richtig und es war sogar kalt. Herrlich, so könnte man sich das wirklich gefallen lassen. Bei den Preisen auch sehr angenehm All incl. zu haben.
Neugierig auf die Anlage zuerst mal die Shoppingzone durchforsten. Viel war da nicht, aber ein Geschäft mit sooo vielen kleinen Fläschchen lud ebenso ein wie deren Besitzer, bzw. Mitarbeiter die sehr nett waren. Nachdem wir ja wissen wie gastfreundlich die Ägypter sind, konnten wie eine Einladung, selbstverständlich völlig unverbindlich zum Tee nicht abschlagen.
Stunden später, um einige Euros ärmer und eine Flasche „reinen Parfums“ reicher langsam wieder durstig und völlig ausgehungert ins Restaurant. Wow, ein sehr nett anzusehendes Buffet, eine Vielfalt von Speisen von denen man nicht mal zu glauben wagt, dass es sie wirklich gibt. Im Prinzip ist jedoch der Geschmack von Allem gleich.
Na ja, was solls, auf dem Tisch stand ja Salz und sogar ein Pfefferstreuer. Leider war der Sandgehalt in dem Pfefferstreuer größer als der Pfeffergeschnack. Zähneknirschenderweise beschließend das nächste Mal den Pfeffer zu meiden. Der erste Wein nur in Gläsern ausgeschenkt war noch kalt, einen weiteren bestellend gab es keinen Kalten Wein mehr. Was soll`s, wir hatten eh eine Flasche Wodka dabei nur das Lemon fehlte dazu. Tja, Lemon gibt es nicht, das kennen die Ägypter nicht, zumindest nicht in dem Hotel.
Na gut, man kann ja auch mit „Guavensaft“ leben. Diesen bestellend, und 10 Euro dafür bezahlend, noch wundernd.( All incl.???) Grauenvoller Geschmack, statt dessen dann Wasser mit Vitaminsprudeltablette genießend.
Müde, ins Bett, von kleinen Katzen geweckt, die sich neue Urlaubseltern suchten, Zimmerinspektion. Mitten in der Nacht Katzen rauswerfend weil unter Decke, im Koffer und vor allem sich im Spiegel betrachtend rießenkrachmachend.
Juhu, erste Nacht gut überstanden, müde, lechtzend nach Kaffee….welch Graus, aus Tüte. Wo ist das Koffein? Körper schreit danach. Frühstücksvielfalt noch bewundernd und nachdenkend ob denn die RESTE DER LETZTEN Tage diese Vielfalt ausmachen.
Egal, erst mal an den Strand. Toll, herrliches Wasser und wenn da dieser Durst nicht immer wäre, ab an die Strandbar. Das Personal, irgendwie beschäftigen die zu vielen Leute, wie sollen die denn mit diese ganzen Menschenmassen zurechtkommen? So an die 6 Egyptboys mit Shorts, T-shirt und allsammt dunkelweissen Tennissocken standen hinter der Bar und unterhielten sich lautstark.
Einige andere „Kellner“ standen in Gruppen zusammen und müssen genau in diesem Moment beschlossen haben in Streik zu treten die anwesenden Gäste zu bedienen. Vielleicht wurden sie auch genau in diesem Augenblick taubstumm und gar Blind wegen des starken Sonnenlichtes.
Wie wir später feststellen mussten war das grundsätzlich ein tägliches Ritual, das einsetzte sobald Hotelgäste an die Bar kamen. Erstaunlicherweise endete dieser Streik jedoch immer wenn „The Boss“ in die Nähe kam. Man erkannte die Buschen nicht wieder, plötzlich tänzelten sie sogar um einen herum und wollten kein Trinkgeld annehmen.
Tag am Strand verbracht, geschnorchelt und Allah tolleriert.
Abends entschlossen mal tatsächlich in die Stadt zu fahren, gewappnet Allem gegenüber. Die Fahrt alleine schon ein Abendteuer, Schuhmacher hätte seine Freude an seinen Nachahmern die sich allsammt auf Hurghadas Straßen tümmeln. Ohne Licht, das ist der neuste Nervenkitzel, oder welcher Tourist schreit zuerst?
Downtown! Einige Meter später flüchtenderweise, nichts wie raus hier! Taxi nehmend, Trickbetrüger, die Geldscheine auswechseln, was solls, hauptsache noch lebend in Hotelmeile landend, welch Wohltat.
Supermarkt, noch ein Glas Wein in Restaurant und dann zurück ins Hotel.
Nächster Tag, Schnorchelfahrt mit Tauchern, sehr nett.
Erster Schnorchelgang, großen Fisch sichtend, Panikmäßig aus Wasser raushetz, abwartend, dass Fisch wegschwimmt.
Dann doch noch geschnorchelt mit Einheimischen der sehr nett, als allerdings dann immer mehr was hartes an Oberschenkel spürend Schnorcheln unterbrochen.
Nächsten Tag Kitekurs, darauf freuend, super! Respekt vor dem bischen Wind. Kitelehrer Adrian, ein Schweitzer ist ein wenig abwesend, macht wohl noch Deutschkurs, hat Schwierigkeiten Satz zu Ende zu sprechen. Feststellend, dass Kitelehrer blind, weil immer ganz woanders hinguckend.
Nächster Tag wieder mit Tauchern raus, freuend, dass auf anderen Schiffen nur Schnorchler, und wie viele!!!
Das beste Essen! Gewürzt und mit Geschmack, leider nicht Alles so genießen könnend weil Nilkrokodil Mumie in Magen trifft.
Viele Leute kennengelernt, sogar auf Geburtstag eingeladen, Cobra-Show auslassend, andere Hotels angesehen.
Letzter Tag am interessantesten…:smile:
Reiseleitung meinte, dass Flüge alle später, vor Abflug der Maschine entdeckend, dass diese in 25 min fliegt an den Flufhafen hetzend.
Abbiegung zum Flufhafen, dickes Loch klafft in der Straße…hilfe, schaffen wir es noch?..Niemals!
Zu guter Letzt durch den Flughafen geschleust, die Hälfte verloren aber dennoch im Flieger nach Zuhause! Vor Allem die restlichen Pfund (Geld meinend) loswerdend, egal, Hauptsache bald wieder Zuhause!
Wir danken hiermit „Allah“, dass er seine Hände so sorgsam über uns hielt, vertrauen aber lieber Gott.
Würden wir das nochmals machen?
Aber sicher doch, so ein Abendteuerurlaub ist unbezahlbar, nur diesmal mit dem Unterschied:…“ Is it your first Time in Hurghada?“
NO!!!
I will come back!
Man sieht sich nicht nur einmal im Leben.
Von allen Umständen abgesehen ist das Hotel toll, viele Urlaubsbekanntschaften motzten über die besseren Hotels die mehr Sterne hatten.Als " all incl.-Touri" war es ok, das Preis-Leistungsverhältnis stimmte. Ich werde wieder hinfahren und weiter motzen, denn ohne „motzen“ ist es wie ohne Handeln in Ägypten…lach*:smile:
es grüßt Euch Timie (ohne Insektenstiche)

Ich werde wieder hinfahren …

wenn Du ein Koffertrâger brauchts … :smile:)))

Liebe Grusse
Daniel

Netter Bericht :smile: o.w.T
Gruß - Ivo