Hallo zusammen,
es scheint ganz so als hätten wir „DAS“ Haus für uns gefunden.
Morgen können wir es entlich besichtigen.
Leider ist das Haus schon 25Jahre alt, eigentlich kein Alter für ein Haus (oder doch) wenn es vernünftig gepflegt wurde.
Könnte mir jemand vorab sagen worauf wir als Laien schon achten können?
-Feuchtigkeit, Schimmel, Risse im Mauerwerk/Putz
würded ich spontan sagen.
Wir werden aufjedenfall einen Gutachter durchgehen lassen, habt ihr dafür entsprechende empfehlungen?
Das Haus hat zB einen Wintergarten und eine Solaranlage…denke mal da müßte auch eher ein speziellerer Gutachter sich das anschauen um zu bestätigen das alles i.o. ist…
Halte ich für eine gewagte Aussage. Baumängel haben schon manchen Erwerber in der Ruin getrieben.
Was ist mit der Energiebilanz?
Heute ein altes Haus zu kaufen ist ein Abenteuer bzw Geld zum
Fenster hinaus werfen.
Wie kommst Du auf dieses dünne Brett? Wenn man sich Fachleute mitnimmt, die einem sagen, was in dieser Hinsicht zu tun ist, und was dies kosten wird, kann man doch recht sauber kalkulieren, ob sich die Sache unter dem Strich lohnt oder nicht. Zudem wird man feststellen, ob bestimmte Dinge (umweltpolitisch sinnvoll oder nicht mal dahingestellt) nur „nice to have“ wären, oder ob sie sich auch tatsächlich rechnen. D.h. nicht alles was einem heute als „Standard“ erzählt wird, ist wirtschaftlich auch vorteilhaft. Wenn ich mir ansehe, was an Heizungsanlagen momentan massenhaft verkauft wird, was sich nur über 20 Jahre rechnet, dann stellt sich die Frage eigentlich nicht mehr, ob man den alten Brenner nicht laufen lässt, bis es gar nicht mehr geht.
Hallö,
da das Haus bis vor einem Jahr noch bewohnt war denke ich kann man auch viel über die Nebenkostenabrechnung erfahren oder?
Einen Gutachter ersetzt das natürlich nicht.
Bei älteren Häuser ist die Wärmedämmung der größte Schwachpunkt, habe ich auch gelesen.
Wird uns ein Gutachter über diesen Mangel (sofern dieses Haus jenen aufweißt) aufklären können oder fällt das in den bereich eines anderen Spezialisten?
Über diesen ominösen Energiepass weiß man ja noch immer nicht so recht bescheid…
Heute sollte kein Haus ohne Protokoll eines staatl. zugelassenen Energieberaters gekauft werden.
Dieser Energieberater prüft das komplette Haus nach enno-EnEV auf Wärmedämmung, Zustand der Heizung usw und erstellt eine Energiebilanz.
Schlägt dann am Schluß des vielseitigen Berichtes vor, was am Haus zu verbessern und zu sanieren ist.
Wer ein Haus ohne diese Protokoll kauft, auf den kommen möglicherweise Kosten von mehreren zigtausend Euro zu.
Deshalb ist vom Hauskauf eines älteren, unprotokollierten Hauses, abzuraten.
Heute ein Haus ohne anerkannte Energiebilanz zu kaufen ist
sehr leichtsinnig.
Diese Einschränkung enthielt dein erstes Posting aber nicht! Da war davon die Rede, dass es grundsätzlich ein hohes Risiko wäre ein altes (oder sagen wir hier angesichts des tatsächlichen Alters lieber „ein gebrauchtes“) Haus zu erwerben.
Wie ich schon ausgeführt habe, sollte man selbstverständlich von einem Experten hierzu Auskünfte einholen und diese mit in die Kaufüberlegungen und Kaufpreisverhandlungen einbeziehen. Diese Aussage unterscheidet sich aber doch deutlich von deiner ersten - bei Dir leider regelmäßigen - knappen Pauschalaussage.
Hallö,
der Tip mit dem Energieberater ist schon mal gold wert, danke.
Werde mich auch mal nach einem Gebäudegutachter umsehen, der dann evtl Schäden am Haus begutachtet bzw findet.
Habt ihr da noch Tips für uns in dieser richtung?
Ich sehe uns schon mit einer armee von gutachtern durchs Haus turnen…aber als Laie hat man ja kaum eine andere Wahl, besser so wie hinterher das Nachsehen haben.
Wie ich diese bekloppte Energiediskussion hasse!!!
Das erinnert an Hexenjagden im Mittelalter.
Klar, man kann sein Haus dämmen. Man kann es so weit dämmen, dass das empfindlichste Wärmemessgerät von draußen nichts mehr erkennt.
Und wenn zwei Jahre später schwarze Flecken auf der weißen Tapete sind, wissen wir vielleicht, dass wir mit der Dämmung übertrieben haben.
Nehmen Sie sich einen Gutachter. Suchen Sie den aus, der das entsprechende Equipment hat, um Baumängel festzustellen. Der sollte Temperaturunterschiede an den Außenwänden messen können (Wärmebrücken?), feuchte Stellen erkennen (auch dafür gibt es Geräte, Handauflegen ist wahrlich nur sehr oberflächlich).
Wichtiger als diese mit Sicherheit nicht zu verachtende Energiebilanz ist die Bausubstanz. Nichts nützt ein niedriger Energieverbrauch, wenn das Dach in zwei Jahren runterfällt.
Also bitte, aufhören mit dieser Modeerscheinung und die wichtigen dinge betrachten.
Im übrigen erzeugen furzende Kühe mehr Treibhauseffekt (Methangas) als alle Autofahrer zusammen.
Man sollte die Mineralölsteuer also auf die Milch und Milchprodukte umlegen.
Naja, anderes Thema ))
…wir Deutschen machen uns mal wieder völlig kirre im Kopf - ich bin z. Zt. in UK (in meinen Hotelzimmer ist Einscheibenverglasung im Stahlrahmen) - wenn wir unsere Latte hier anlegen wird es wirklich wieder zur grünen Insel weil man 90% abreissen müsste. Jetzt müsste man denken solche Immo’s seien günstig - ganz im Gegenteil ein Reihenhaus kostet 400.000EUR.
…ich kann Wiz nur zustimmen eine Kosten- Nutzenanalyse durchzuführen. Ein Bekannter von mir hat sich eine Solaranlage aufs Dach gesetzt die bringt den ersten Ertrag in 15 Jahren (ohne die erhöhte Versicherung einzurechnen)… ich hoffe für ihn das sie dann auch noch läuft.
Gruss Keuper
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es scheint ganz so als hätten wir „DAS“ Haus für uns gefunden.
Morgen können wir es entlich besichtigen.
Wenn du Pech hast dann hast du ein paar schöne Gutachten in der Hand und dein Traumobjekt bezieht ein anderer. Du brauchst also etwas was dich schnell voranbringt.
Nicht alles was für Mieter gemacht wird ist auch gleich für Eigentümer schlecht. Der Mieterbund hat einen Betriebskostenvergleich gemacht.
Also lass dir die entsprechenden Rechnungen zeigen, lege es auf die m² um… und du weist relativ schnell ob du im grünen Bereich bist.
Na ja, dann geh einfach mal mit offenen Augen durch das Haus mach ein paar Fotos. Mach den Sicherungskasten auf, schau ob die Elektrik einen modernen Standard entspricht. Am Heizofen ist ein Typenschild welches Auskunft über das Alter gibt. Sind Thermostate vorhanden. Sind die Bäder alt? (ein modernes neues Bad kostet weit mehr als vom Maler eine Dämmung auf die Aussenwand bringen zu lassen).
Welchen Eindruck hinterlassen die Fenster - aber auch die kosten nicht die Welt? Innen- und Aussentür? Achte auf Trittschall… also Schuhe mit harter Sohle anziehen .
Die Energiediskussion ist sicher wichtig - letztlich aber nur ein Punkt in der Gesamtbewertung. Dafür gibt es übrigens auch Geld von der KfW.
Letztlich willst du ein Geschäft machen, also stimmt der Preis und deine Grobkalkulation zügig weitermachen.
…einen steigenden Gundwasserspiegel, nicht fachgerechte Umbauten die die Statik beeinträchtigen oder leckende Bäder halte ich für ein echtes Problem.
Was ist mit der Energiebilanz?
Wo sind da die Probleme? Eine Aussendämmung macht jeder Maler um die Ecke und neue Fenster gibt es beim Tischler deines Vertrauens. Eine Dachdämmung ist auch machbar und aufschiebbar und wenn die Heizung vom Schornsteinfeger abgenommen ist kann auch dieser Posten noch ein bischen warten… und für den ganzen Spass gibt es auch noch Kohle von der KfW.
Heute ein altes Haus zu kaufen ist ein Abenteuer bzw Geld zum
Fenster hinaus werfen.
Sorry… aber diese Aussage halte ich für Panikmache (vornehm ausgedrückt), und ist m.E. nicht haltbar - oder trete den Gegenbeweis an.