älteres Holzfässchen

Hallo!

Ich habe ein älteres Holzfässchen „ererbt“. War mal ein Überfass für so Bierfäßchen. Das Holz ist ziemlich zusammen geschrumpelt, so dass die Ringe etwas zu groß sind. Da sie an einer Ecke festgetackert sind, ist das nicht SO schlimm - aber unschön.

Ich würde aus dem Fässchen gerne eine „Bowleschüssel“ machen. Konkret bedeutet das, dass ich es a) ein wenig aufarbeiten möchte und b) es von innen wasserdicht bekommen muss.

Darum Frage 1: kann ich das Holz wieder irgendwie „befeuchten“, damit es wieder größer wird und in die Ringe paßt?

Frage 2: womit kann ich das Fass innen abdichten? Also ich dachte an lebensmittelechten Lack oder sowas. Keine Ahnung, ob es da was gibt.

Grüße,
Snoef

Hi Snoef,

das ist aussichtslos. Das Holz ist geschrumpft, das deutet schon mal darauf hin, dass das Fass wirklich nur ein „Übertopf“ ist. Fassdauben werden aus trockenem Holz geschnitten, die Schmalseiten werden dann gehobelt, damit die Dauben fugenlos aneinander liegen. Was dann noch fehlt, wird mit Pech abgedichtet - auch nichts, was der Bastler zu Hause hat. Also weiter nur Trockenes hineintun!

Gruß Ralf

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Hallo,

dicht bekommen kann man so etwas schon wieder, aber ich weiß nicht ob ich daraus eine Bowle trinken will, wie willst du denn das Faß immer wieder sauberbringen??

Ich habe ein altes Faß (min. 25 Jahre trockene Lagerung) wieder dicht bekommen, mit Wasser.

Das Faß war schon so trocken, daß die Faßringe heruntergefallen waren. Ich habe das Faß dann wieder bestmöglich zusammengesetzt und (wegen der Größe) in unserm Weiher versenkt. Nach drei/vier Tagen habe ich das Faß dann nochmal herausgeholt, die Planken und Ringe nochmal gerichtet und dann für eine Woche wieder versenkt.

Anschließend war das Faß wieder so dicht, daß es jetzt einen Behälter für unseren Brunnen darstellt.

Das Faß bleibt aber auch nur dicht, weil es ja jetzt ständig mit Wasser gefüllt ist.

Wie gesagt, ich weiß nicht, ob ich Bowle aus so einem Faß trinken will. Kannst du dir nicht ein Glasgefäß (oder auch Plastik) besorgen, daß in das Faß paßt? Du hättest keine Probleme mit Dichtheit und Saubermachen.

Gerhard

Hi Snoef,

wenn das ein „echtes“ Faß ist, brauchst Du es, wie bereits ausgeführt, wirklich nur in den Regen zu stellen. Dauerdicht bleibt es, wie bereits ausgeführt, nur, wenn´s immer naß ist, jedesmal, wenn es wieder eintrocknet, gehen die Ritzen auf; mir fällt kein Dichtmittel ein, was das mitmachen würde…
Du schreibst, zusammengetackert, meinst du das ernst? Die Fässer, die ich kenne, haben abnehmbare, genietete Reifen aus ca. 4 mm dickem Blech, die Dauben sind etwa 40 mm dick und aus Hartholz (Daumennagelprobe). Da kriegt man nirgendwo ´ne Tackernadel reingeschossen. Ist Deins vielleicht ein Faßimitat?

Gruß,

Martin