Hallo,
sowohl bei Autovermietungen als auch bei der „Deutschen Bahn“ habe ich die Unsitte erlebt, daß auf ausgedruckten Verträgen, Abrechnungen oder Anträgen nach geleisteter Unterschrift durch den Kunden und Annahme durch den jeweiligen Bediensteten von diesem ohne Erklärung noch Änderungen oder Ergänzungen auf dem unterzeichneten Blatt vorgenommen wurden und diese Änderungen oder Ergänzungen dem Kunden nicht von selbst, erst auf Anforderung gezeigt wurden.
Nun meine Fragen:
Welche Rechtsfolgen hat es, wenn jemand nach geleisteter Unterschrift der Gegenseite einfach noch etwas auf das Blatt schreibt ?
Wie sollte man darauf reagieren ?
Welche Rechtsfolgen hat es, wenn jemand nach geleisteter
Unterschrift der Gegenseite einfach noch etwas auf das Blatt
schreibt ?
Das kann eine Urkundenfälschung sein.
Wie sollte man darauf reagieren ?
So allgemein kann man das wirklich nicht beantworten. Es kommt schon sehr auf den Einzelfall an.
Levay
Welche Rechtsfolgen hat es, wenn jemand nach geleisteter
Unterschrift der Gegenseite einfach noch etwas auf das Blatt
schreibt ?
Das kann eine Urkundenfälschung sein.
Sehe ich auch so.
Ich hatte mal den Fall eines Klempners.
Ich hatte dessen erbrachten Leistungen unterschrieben. Uhrzeit hatte ich mir so notiert (30 Minuten Einsatz).
Dann hatte ich das Blatt (zum Glück!) sofort kopiert.
Als die Rechnung per Post kam, stand auf dem (von mir unterschriebenen Blatt) eine Arbeitszeit von 2 Stunden! Dieser Eintrag wurde also nachträglich gemacht.
Nach Beschwerde beim Chef wurde die Zeit korrigiert, und der fachlich gute (aber leider unehrliche) Klempner bekam ein Rüffel.
In Zukunft kopiere ich mir nicht nur das Blatt, sondern achte auch noch darauf, dass die Zeit richtig eingetragen ist.
☼ Markuss ☼
Immer Kopie geben lassen!
…
Bei Geschäften oder Verträgen lasse ich mir immer eine Kopie aushändigen, damit ich weiß, was ich unterschrieben habe.
Nicht nur, damit nichts mehr hinzugefügt werden kann, sondern auch, weil man sich unmöglich den Wortlaut eines 10-Punkte-Vertrages merken kann.
Ich hatte mal als Helfer bei der Fußball-WM gejobbt, und dabei einen Vertrag unterschrieben. Weil ich kein Exemplar bekam, bestand ich auf eine Kopie des Vertrages. Die Sekretärin hat ziemlich dämlich geguckt, aber dann mit Murren eine Kopie gemacht. Schließlich will ich (auch langfristig) wissen, was ich unterschrieben habe. Als die anderen Helfer (so an die 20 Leute) das mitbekamen, wollte die auch eine Kopie von ihrem Vertrag. Die Sekretärin hat geflucht. Aber es blieb ihr nicht anderes übrig…
Meines Erachtens hat man immer Anrecht auf eine Kopie bzw. auf ein Original. Wenn ich mich irre, lass ich mich gerne eines Besseren belehren.
☼ Markuss ☼