Aengstliche stute

HI an alle!!!
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Leider habe ich ein Problem (wenn es eins ist?)seit 9 Tagen habe ich eine Stute gekauft.Ich habe sie ausprobiert in dem ich sie 100m von ihrem stall Schritt,Trab und Gallopp ein bisschen geritten bin, ist aber nichts besoderes dabei passiert.So habe ich sie gekauft.Erst im unseren Stall gings richtig los sehr viel am steigen und sehr nervoes.Jetzt bin ich nur am Longieren und vielleicht mal fuer 10 minuten draufsitzen und dabei wird sie wieder so nervoes.ist es noch sehr frueh???

Nach ein bisschen nachfragen habe ich erfahren das sie ein Fohlen hatte das leider mit 4 monaten verkauft wurde.Der Stall wo sie stand hatte es kein anderes pferd gegeben.Der vorbesitzer konnte technisch nict reiten nur draufsitzen und geschlagen hatte er sie bestimmt auch.

Meine frage ist kann man diese Stute wieder normalreiten,wird sie wieder vertrauen fassen beim reiten??? Sonst beim saubermachen ist sie ja sehr ruhig.

Danke schon im voraus fuer jeden tip und ratschlag!!!

Hallo,

man kann nicht gut Ratschläge geben, wenn man nicht weiss, wie das Pferd jetzt untergebracht ist…Einzelhaft, oder in der Herde?

Davon abgesehen finde ich persönlich 9 Tage für ein unsicheres Pferd, welches aus Einzelhaft kommt, sehr kurz.

Ich würde sie zunächst gar nicht reiten, sondern ihr erst einmal einen Alltag vermitteln (Futter zur gleichen Zeit, kurze Bodenarbeit zur gleichen Zeit - natürlich mit viel Belohnung *g*)

auf Anfrage gerne mehr…

Eifelgruß
Suse

Lieber Johny,

gib ihr Zeit und gewöhne sie langsam an ihre neue Umgebung. Gehe mit ihr spazieren (nicht reiten) und zeige ihr, wo sie jetzt ist. Denn in ihrer gewohnten Umgebung schien sie sich ja reiten zu lassen. Bleibe ruhig dabei und sprich mit ihr - erkläre ihr die neue Umgebung. Wie verhält sie sich denn den anderen Pferden gegenüber?

Viele Grüße

Kathleen

Hallo Johny,

du hast es im Titel mit Angst bezeichnet, aber das ist nur eine Möglichkeit. Andere Möglichkeiten sind, daß sie gegen dich kämpft, daß sie evtl. zu viel Kraftfutter (besonders Hafer) bekommt, daß der Sattel nicht paßt und schmerzt, oder daß sie ein Gesundheitsproblem hat.

Angst
Die Stute wurde allein und auch sonst offenbar gar nicht pferdgerecht gehalten und vielleicht ist sie ja auch nie in ihrem Leben richtig von zu Haus weggewesen. Und nun ist sie sozusagen heimatlos in der Fremde. Das macht manchen Pferden Panik. In der Box, dem neuen zu Haus geht es noch, aber in der „Wildnis“ könnten Gespenster lauern.
Ist es also wirklich Angst, dann erkunde mit ihr erst mal alles zu Fuß, mache mit ihr (auch beim gemeinsamen Gehen) Bodenarbeit, z.B. geduldig Stillstehen üben, durch Engpässe und Pfützen gehen.Immer ruhig und geduldig, damit sie Vertrauen zu dir und ihrer neuen Umwelt gewinnt. Statt longieren lasse ihr freie Bewegung in einer Gruppe, denn kaum etwas regeneriert die gestreßte Seele besser als eine Offenstallherde.

Kampf
Wenn ein Pferd einen neuen Besitzer hat, ist es ganz normal, daß es testet, ob Pferd oder Mensch Chef ist. Manche versuchen es nur ansatzweise und manche gehen auf’s Ganze. In dem Fall hilft nur sehr viel Wissen um das Pferdeverhalten, sehr gutes reiterliches Können und alsolute, aber ruhige Konsequenz. Das ist ein dickes Stück Arbeit. Damit bist du überfordert und solltes gute fachkundige Hilfe haben (was aber leider teuer ist, denn die kostenlosen möchte-gern-Pferdeprofis sind dazu nicht zu empfehlen).

Angst und Kampf
Es gibt auch Pferde bei denen beides zusammen kommt. Das ist dann mega schwierig und du solltest überlegen, ob du so viel in eine Stute mit Charaktermangel investieren willst.

Futter
Der Volksmund sagt: Der Hafer sticht. Und manche Pferde werden wirklich vom Hafer „verrückt“. Oder eben einfach von zu viel Kraftfutter bei zu wenig Arbeit. Laß mal für eine Zeit das Kraftfutter ganz weg und gebe statt dessen doppelt Heu.

Sattel
Laß einen Sattler prüfen, ob der Sattel richtig liegt, die Wirbelsäule nicht beeinträchtigt und die Polterung gut ist.

Gesundheit
Es können z.B. durch Sturz oder Fehlbelastung Wirbel verschoben und Muskeln schmerzhaft verspannt sein. Da wäre ein Physiotherapeut gefragt. Auch Zahnprobleme können beim Reiten so schmerzen, daß das Pferd in die Luft geht. Laß einen guten Pferdezahnarzt nachschaun.

Je nach dem unter welchen Umständen das Verhalten auftaucht, kannst du mögliche Ursachen ausschließen. Die anderen Dinge mußt du durchtesten und ändern. Evtl. bringt es für die Stute die Erlösung von starken Schmerzen, vielleicht tut nur konsequente Erziehung not, aber du mußt auch damit rechnen, daß du einfach nur ein charakterlich äußerst schwieriges Pferd gekauft hat.

Alles Gute
Gruß Steffi

Danke euch fuer das interesse !
Die Stute steht jetztin einem Stall mit anderen 8 Pferden und heute war sie sogar in der Herde.Es ging alles sehr gut.Hat sogar einen wallach als freund!Gerade eben habe ich erfahren das der andere die stute extra zum steigen gebracht hat wegen der show.
Was soll ich sagen normal muesste man auch den kaufer des pferdes pruefen ob er auch so was haben darf!!!

hi

habe ich eine Stute gekauft.Ich habe sie ausprobiert in dem
ich sie 100m von ihrem stall Schritt,Trab und Gallopp ein
bisschen geritten bin, ist aber nichts besoderes dabei
passiert.So habe ich sie gekauft.

Erst im unseren Stall gings richtig los sehr viel am steigen und sehr nervoes.

9 Tage ist keine Zeit um ein Pferd einzuggewöhnen - 3 Wochen sin MINIMUM wenn es nicht ein extrem coller Vertreter seiner Art ist

Jetzt bin ich nur am Longieren und vielleicht mal fuer 10 minuten
draufsitzen und dabei wird sie wieder so nervoes.ist es noch
sehr frueh???

erstens ja - und zweitens … wie schätzt du deine reiterlichen Fähigkeiten ein ? Passt der Sattel auch wirklich ? Passt die Trense ? Bist du vielleicht insgesamt zu grob ? Hast DU Angst vor ihrer Nervosität ? in 90% aller fälle liegt die Nervosität des Pferdes am Reiter … nicht am Pferd

Wennd er Reite runsicher ist - wird es dsa Pferd auch denn dann hat in den augen des Pferdes der Herdenführer angst - und wenn der angst hat muss die Herde sich auch fürchten , denn dann ist gefahr im Verzug - Säbelzahntiger o.ä.

Nach ein bisschen nachfragen habe ich erfahren das sie ein
Fohlen hatte das leider mit 4 monaten verkauft wurde.

das ist uninteressant - ab 4 Monaten brauchen fohlen nicht mehr wirklich die Mutter an sich sondern Pferdegesellschaft - wenn da die Muter dabei ist o.k. ist aber nicht unbedingt notwendig

Der vorbesitzer konnte technisch nict reiten nur draufsitzen und
geschlagen hatte er sie bestimmt auch.

Ganz so schlimm kann es nicht gewesen sein sonst hättest du die beim probereiten nicht so locker reiten können

Meine frage ist kann man diese Stute wieder normalreiten,wird
sie wieder vertrauen fassen beim reiten??? Sonst beim
saubermachen ist sie ja sehr ruhig.

wenn DU ein Pferd ausbilden kannst und das schon mehrfach getan hast (unter anleitung) ja - wenn nicht - tus bitte dem Pferd nicht an :-\ das Pferd gern haben allein, genügt nämlich nicht, um verdorbene Pferden dsa Vertrauen in den Reiter wiederzugeben muss man schon sehr genau wissen was man tut

Die meisten Freizeitreiter überschätzen sich kolossal in ihren reiterlichen Fähigkeiten und sorry, aber allein deine Fragen zeigen, dass du nicht wirklich genug Erfahrung hast um ein Pferd ohne zusätzliche Hilfe zu einem vertrauensvollen und zuverlässigen Reitpferd auszubilden :-\

Gruß H.

Hallo Hexerl,

das ist uninteressant - ab 4 Monaten brauchen fohlen nicht
mehr wirklich die Mutter an sich sondern Pferdegesellschaft -
wenn da die Muter dabei ist o.k. ist aber nicht unbedingt
notwendig

Es stimmt, für den Fall der Probleme mit der Stute ist das uninteressant, aber ansonsten muß ich dir vehement widersprechen.
Ein Fohlen kann mit 4 Monaten von ausschließlich fester Nahrung leben. Das ist aber auch schon alles. Es braucht die Mutter als Bezugsperson. Es hat niemanden, bei dem es Zuflucht suchen kann und Schutz findet. Mutters Euter ist wie der Schnuller beim Baby. Saugen beruhigt und gibt Sicherheit.
Erst mit ca. 10 Monaten gibt es bei Fohlen einen Schub in Richtung Unabhängigkeit. Das ist auch das Alter in dem freie Stuten ihre Fohlen abzuweisen beginnen.
Mit unseren heutigen Futtermitteln können wir dafür sorgen, daß sich ein 4 Monate altes Fohlen körperlich gut entwickelt, aber wir können ihm nicht die Mutter ersetzen, das können auch andere Tier nur unzulänglich, es ist nur ein Dulden und Gesellschaft, aber keine seelische Fürsorge und liebevolle Zuwendung.
Fohlen, die so jung abgesetzt werden sind vergleichbar mit Heimkindern. Natürlich kann aus ihnen was ordentliches werden, aber die Seele hat zumindest einen kleinen Riß.
Das Absetzen vor der von der Natur festgesetzten Zeit hat der Mensch angefangen, weil er die Mutterstute wieder in Arbeit nehmen wollte. Und das haben wir heute eigentlich nicht mehr nötig. Wir täten viel Gutes, wenn wir den Fohlen die Mutter so lange ließen wie sie sie brauchen.

Gruß Steffi

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winzigkleiner Einspruch
Hallo

Der vorbesitzer konnte technisch nict reiten nur draufsitzen und
geschlagen hatte er sie bestimmt auch.

Ganz so schlimm kann es nicht gewesen sein sonst hättest du
die beim probereiten nicht so locker reiten können

leider gibt es ja bei den Händlern immer wieder schwarze Schafe, die die Tiere extra für’s Verkaufsgespräch sedieren; man sollte deshalb ein Pferd von Fremden nie nach nur einmaliger Besichtigung kaufen - auch mal unangemeldet auftauchen ist ein Möglichkeit.

Eifelgruß
Suse

Hallo,

den Gedanken hatte ich auch schon.
Doping oder Dursten lassen macht jedes Pferd zahm.
Und das Steigen wegen Show ist evtl. nur eine rausredende Lüge.
Würde bedeuten, daß mal wieder ein nicht-genug-wissender reingelegt wurde.
Doch egal ob oder ob nicht. Das Problem ist da und es geht um die Zukunft.

Gruß Steffi

Hi

Doch egal ob oder ob nicht. Das Problem ist da und es geht um
die Zukunft.

Wenns nen Kaufvertrag gibt und sich die Stute als Problempferd entpuppt als was es nicht gekauft wurde kann es wegen Mängel zurückgegeben werden.
Nachbessern wird ein VK bei einem Pferd wohl nicht schnell können.
Als Anfänger ist man auch besser so dran, als sich ewig und drei Tage mit einem Problempferd das einen überfordert weil man es nicht versteht herumzuplagen. Das stresst beide, Pferd und Reiter.

Beim Kauf von einem neuen Pferd auch auf die Haltungsumgebung achten.
Ein Pferd was mutterseelenallein steht tät ich nichtmal probereiten weil es für mich nicht in Betracht käme.
Die haben alle nen Knall!

Und wenn ein Pferd billig ist dann bestimmt nicht weil es das super lahmfromme Verlasspferd mit bester Gesundheit ist :wink:

Eine Korrektur von verhaltensgestörten Pferden durch einen Profi kann teurer werden als der materielle Wert des Pferdes.

MfG
Lilly

Hallo,

Wenns nen Kaufvertrag gibt und sich die Stute als Problempferd
entpuppt als was es nicht gekauft wurde kann es wegen Mängel
zurückgegeben werden.

So einfach ist das auch nach heutigem Kaufrecht nicht. Da das Pferd Probegeritten und für ok befunden wurde, muß erst mal bewiesen werden, daß der Verkäufer eine Schuld hat, bzw. gedopt, gelogen und betrogen hat.
Gerichte urteilen nicht immer so wie unser gesunder Menschenverstand es sieht. Man sollte nicht voreilig davon ausgehen, daß das Recht auf der eigenen Seite steht. Und schon gar nicht, da die Rechtslage im Pferdekauf noch instabil ist.

Ein Pferd was mutterseelenallein steht tät ich nichtmal
probereiten weil es für mich nicht in Betracht käme.
Die haben alle nen Knall!

Nein, nicht alle! Viele Pferde sind natürlich akut genervt, aber bei pferdgerechter Haltung nach wenigen Wochen wieder voll ok.

Eine Korrektur von verhaltensgestörten Pferden durch einen
Profi kann teurer werden als der materielle Wert des Pferdes.

Da stimme ich voll zu! Aber manche Pferde lohnen dem Menschen die Mühe und die Investition.

Gruß Steffi

Hey Johny

Die Stute steht jetztin einem Stall mit anderen 8 Pferden und
heute war sie sogar in der Herde.Es ging alles sehr gut.Hat
sogar einen wallach als freund!

Schön, wenn es jetzt besser geht mit deiner Stute!

Gerade eben habe ich erfahren
das der andere die stute extra zum steigen gebracht hat wegen
der show.

Wenn du jetzt weisst, dass deine Stute gelernt hat, auf Kommando zu steigen, dann empfehle ich dir, dass du darauf achtest, keine Bewegungen zu machen und Kommandos zu geben, die die Stute vormals zum Steigen gebracht haben.

Viele Grüsse und guten Erfolg wünscht
Michaela