Äpfel und EU

Hi,

eins der vielen Dinge, die mir an der EU stinken, ist, dass sie einfach sagt, dass Äpfel eine Mindestgröße haben müssen, andernfalls seien es keine Äpfel und dürften auch nicht als solche verkauft werden.

Bin ich nun der einzige, dem der Geschmack wichtiger als die Größe ist und sich über solche Verordnungen ärgert? Falls ja, dann entschuldigt bitte dieses Posting.

Für alle, die zum Kochen, Backen, Salate machen usw. einen bestimmten Apfel suchen, der laut EU kein Apfel mehr ist, hab ich eine Seite gefunden, die noch mit einigen alten Sorten handelt.

Ich hab aber noch nicht ausprobiert wie es geht, ob man dort auch etwas bestellen kann, oder ob man hinfahren muss.
Hier der Link:
http://www.giesebrecht.com/aepfel/apfel_sorten.htm

grüße

unimportant

Hi,

… auch mit den Bananen stimmt was nicht. Die EU „muß“ die krummen Dinger (*gg*) aus Amerika importieren, obwohl auf Zypern, Kreta und erst recht auf den kanarischen Inseln die süßesten Bananen wachsen.

Eine Herkunftskennzeichnung sollte wahrhaftig genügen.

Grüße
Barney

stimmt
Hi

… auch mit den Bananen stimmt was nicht. Die EU „muß“ die
krummen Dinger (*gg*) aus Amerika importieren, obwohl auf
Zypern, Kreta und erst recht auf den kanarischen Inseln die
süßesten Bananen wachsen.

Eine Herkunftskennzeichnung sollte wahrhaftig genügen.

finde ich auch. Mit den Kartoffeln ist es ähnlich. Einige alte Sorten dürfen nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.
Ein Gärtner der die privat anbaut, darf die weder verkaufen noch verschenken.

Von etwa 5000 Kartoffel-Sorten sind nur etwa 200 erlaubt, aber selbst von den erlaubten findet man im Handel höchstens eine handvoll verschiedene.

Hallo,

Ein Gärtner der die privat anbaut, darf die weder verkaufen
noch verschenken.

Angenommen, ich bekomme zu irgendeinem Anlaß einen Geschenkkorb mit solchen Kartoffeln, mache ich mich da strafbar, wenn ich ihn annehme? wie erkenne ich als Laie die verbotenen Sorten?
Es ist ja für die Beamten schön, wenn sie einen Job haben, aber sollten sie nicht sinnvolle Dinge regeln.
Gruß Volker

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Hallo,

Ein Gärtner der die privat anbaut, darf die weder verkaufen
noch verschenken.

Angenommen, ich bekomme zu irgendeinem Anlaß einen
Geschenkkorb mit solchen Kartoffeln, mache ich mich da
strafbar, wenn ich ihn annehme? wie erkenne ich als Laie die
verbotenen Sorten?

Der, der ihn Dir gibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, keine Straftat.
Allerdings kann das Ordnungsgeld dafür 4 bis 5-stellig sein.
Es gibt für ihn nur einen Ausweg. Wenn er Dir ganz klar sagt, dass Du diese Kartoffeln weder Essen noch anpflanzen sollst, sondern sie
z.B. in Alkohol einlegen, um sie zu konservieren und zu bewundern, oder neben ein paar Zierkürbisse als herbstliche Dekoration herrichten sollst.
Wenn Du sie dann trotzdem verspeisen solltest, passiert Dir nichts, denn das Essen selbst ist nicht verboten. Kritisch wird, es, wenn Du daraus einen leckeren Kartoffelsalat zubereitest und eine Party gibst, zu der Du die Nachbarn einlädst. Das darfst Du nicht. Anpflanzen darfst Du sie zum Zwecke der Arterhaltung als sogenannter Erhaltungszüchter.

Interessant ist aber, dass Sorten, die man vor einigen Jahren noch im Supermarkt bekommen hat, heute nicht mehr unter die Leute gebracht werden dürfen.
Schade ist auch, dass unter den verbotenen Sorten auch besonders wohlschmeckende Sorten sind.

Es ist ja für die Beamten schön, wenn sie einen Job haben,
aber sollten sie nicht sinnvolle Dinge regeln.

Wie immer gehts dabei um Kohle und Patente. Moderne Kartoffelsorten besitzen so etwas wie geistige Eigentümer und deren Rechte sollen geschützt werden. Deshalb müssen zugelassene Sorten beim Bundessortenamt zugelassen werden.

Ich denke aber nicht, dass jemand, der hier nicht zugelassene Sorten anbaut, wirklich mit Strafe rechnen muss, es sei denn, er habe bösartige Nachbarn, die ihn anzeigen.

Gruß

unimportant

Hi Barney,

das ist so nicht richtig !

Die EU muss Bananen nicht aus Amerika importieren, sie darf laut WTO-Urteil den Import nur nicht verbieten bzw durch Strafzölle unmöglich machen.
Eine Herkunftsbezeichnung wäre in dem Fall auch völlig unsinnig, da der Verbraucher nun mal lieber billige lateinamerikanische als hoch subventionierte und dennoch teure kanarische Bananen kauft.
Der Aufschrei, der in dem Zusammenhang vor einigen Jahren durchs Land ging, richtete sich eben gerade gegen das (von der WTO inzwischen gekippte) ImportVERBOT amerikanischer Bananen.
Die EU (bzw deren Amtsschimmel) macht sicher viel Sch…,aber man darf sich dennoch nicht von Vorurteilen blenden lassen !

Krumme Grüße

Heidi

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Hi unimportant,

leider hast du Recht, es geht nur um´s Geld. Aber leider selten für die Beschäftigten.
Wenn ich, als Nicht-Landwirt, richtig informiert bin, darf ich auch vom eigenen Getreide keine Saat zur Neuaussaat behalten oder muß entsprechend einen Betrag zahlen.
Dass ich zwischen Straftat und Ordnungswidrigkeit nicht so schnell unterschieden habe, magst mir vielleicht verzeihen, ich bin nur ein Physiker.
Gruß Volker

…nicht so ganz/gute Adresse
Hi unimportant,

Mit den Kartoffeln ist es ähnlich. Einige alte
Sorten dürfen nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.
Ein Gärtner der die privat anbaut, darf die weder verkaufen
noch verschenken.

darf er schon. Er darf sie nur nicht als Saatkartoffeln „gewerbsmäßig“ in den
Verkehr bringen. Denn Saatgut (also auch Saatkartoffeln) werden nur zertifiziert,
wenn sie resistent sind gegen bestimmte Krankheiten, die sich sonst leicht
verbreiten.

Von etwa 5000 Kartoffel-Sorten sind nur etwa 200 erlaubt, aber
selbst von den erlaubten findet man im Handel höchstens eine
handvoll verschiedene.

Hier eine ganz großartige Adresse, bei dem ich schon zwei mal eingekauft habe.
Für einige Jahre kann man die Kartoffeln selber vermehren, dann braucht man
wieder neue. Die Sorten sind echt klasse! und er schreibt ja selber: Ob Sie die
Kartoffeln dieses Jahr essen oder nächstes Jahr (=anpflanzen), bleibt Ihnen
überlassen …

http://www.kartoffelvielfalt.de/

Echt empfehlenswert!

Gruß
Bolo2L