Ärger in der neuen Firma

Hallo,

seit 2 Monaten habe ich einen neuen Job. Auf Grund meiner
vorherigen langjährigen Selbständigkeit habe ich derzeit noch keinerlei Anspruch auch Arbeitslosengeld im Falle einer Kündigung. Dies führt mich in eine Art von Abhängigkeitsverhältnis, da ich eine Familie zu ernähren habe.

Bedingt durch die Tatsache:

  1. Das mein Chef mich wiederholt persönlich beleidigt
  2. Betrug bei der Rechnungstellung begeht und auch
    Partnerunternehmen nach Strich und Faden betrügt
  3. Ich Kenntnis davon erlangt habe, das er Schwarzgeld-
    konten im Ausland unterhält
  4. Pausen nur auf dem Papier existieren
  5. Krankmeldungen nicht Ernst genommen werden

muß ich diese Firma unbedingt schnell wieder verlassen.
Zudem sehe ich mich rechtlichen Problemen gegenüberstehen,
da ich ja zum Mitwisser strafrechtlicher Gegebenheiten
gewurden bin. Und genau das möchte ich wirklich nicht.

Wie gehe ich jetzt vor ?

Nur mal angenommen, ich würde mich mit meinem Wissen
an die entsprechenden Behörden wie Staatsanwaltschaft
und Steuerfahndung wenden, würden die für mich
und meine Familie eine Lösung finden um aus diesem
momentanen Abhängigkeitsverhältnis herauszukommen ?

Wenn ich jetzt kündige bekomme ich doch null
Unterstützung. Andersrum habe ich weniger den Drang
mit einer Anzeige meinerseits das Unternehmen samt
Arbeitsplätze in Gefahr zu bringen.

Natürlich bin ich schon auf Jobsuche, doch um mich anderswo
vorzustellen müßte ich Urlaub anmelden oder krankmachen.
Beides würde meinen Chef dazu veranlassen, mir den
Kopf abzureißen.

Ich brauche Tipps, gute und viele !!
Danke schon mal !

Gruss
Kay

P.S. Natürlich bin ich nicht Kay, die Sache ist
mir zu heiß, als das ich mich hier mit einem eigenen
Benutzerkonto und eigener Mailadresse einloggen würde.
Ich bitte um Verständnis.

Hallo Kay,

in Deiner Lage war ich auch schon, und es war die gleiche Bredouille.

Ich konnte damals aus dieser Situation den Weg zurück in die Selbständigkeit finden, aber einfach war das nicht, obwohl ich noch alleinstehend war.

Bei Dir ist es schlimmer, selbst die dreimonatige Probezeit ist noch nicht rum. Mein Rat an Dich: halts Maul, allermindestens noch einen Monat lang! Dann hast Du Luft bis zum Jahresende, und Arbeitslosengeld bis zum nächsten Sommer.

Langjährige Selbständige geben nun mal keine guten Angestellten ab, außer wenn sie sich stark anpassen. Und zum Anpassen gehört halt auch die Gewöhnung daran, daß krumme Touren normal sind.

gruß

Wolfgang Berger

Hallo Kay,

wenn Du wirklich einen neuen Job willst, dann sollte es Dir egal sein, was Dein Chef mit Deinem Kopf :wink: macht. Wenn Du einen Vorstellungstermin hast, dann nehme ihn wahr! Was kann Dir schon schlimmeres geschehen, als daß Dein Chef Dir kündigt? Nichts! Und wenn Du schon keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hast, dann kannst Du wenigstens vorrübergehend Sozialhilfe beziehen!
Und um ganz ehrlich zu sein, wenn ich in Deiner Lage wäre, gäbe es für mich kein langes Überlegen. Ich wäre dort (ganz egal wie die äußeren Umstände auch wären) schon gestern verschwunden.

Was eine Anzeige anbelangt: Du solltest nur anzeigen, was Du auch hieb und stichfest, schwarz auf weis belegen kannst! Im anderen Fall könnte das nämlich ein Schuß nach hinten werden und Du schaust dabei in die Röhre.

MfG User