Ärger mit der Nachbarin

Weiß nicht ob das hier richtig ist, aber es ist folgendes:
Als ich hier in die jetzige Wohnung einzog, erhielt als erstes meine Wirtin einen Anruf in welchem ihr mitgeteilt wurde, o.Ton Wirtin:„Dass sie mal lieber aufpassen sollte, wir wären Banditen etc…“

Was mich schon ziemlich erschreckte und auch ärgerte.
Das nächste was passierte war, dass jemand hier anrief und fragte ob das hier sei wo man auch „kuscheln“ kann.

Beim dritten mal fiel mir auf, dass es immer genau um den Vollmond passiert, wenn sich wieder mal jemand was ausdenkt, also
beim dritten mal klingelte es zuerst am Telefon mindestens 20 Minuten und kurz darauf an der Haustür.

Nachdem ich hinging, stand eine Frau mit kleinem Kind vor der Tür und platzte sofort los: „Ist das Ihr Hund der hier immer ohne Leine rumläuft!?“…
Wobei sie ungefähr in unterer Wadenhöhe die Größe zeigte.

Ich sagte ihr, dass mein Hund größer sei aber vielleicht meinte sie ja meine Katze die ist ungefähr so groß und, wie die Frau weiter sagte: „Sie hätte den auch schon mal in meinem Auto gesehen…“ Das kommt nämlich vor, dass die Katze und der Hund zusammen im Auto mitfahren. Außerdem haben sie beide schw/weißes Fell.

Die Frau schimpfte weiter, dass ihre Hündin kürzlich läufig war und da alle Hunde bei ihr ankamen, worauf ich ihr nur den Rat gab Essig ins Trinkwasser zutun, das hält die Rüden ab. Aber sie hörte gar nicht zu und schimpfte noch irgendwas vom Tierschutzverein an den sie sich wenden wollte. Als ich ihr sagte, dass solle sie tun und die Tür zumachte.

Wiederum einen Monatszyklus darauf kam ein Schreiben vom Ordnungsamt, daß mein Hund gegen die Hundeverordnung verstoßen hat. Er liefe „immer unbeaufsichtigt ohne Leine“ hier herum.

Nachdem ich beim Ordnungsamt vorgesprochen habe wurde mir die Anzeige gezeigt, in der auch eine Hündin hier aus der gleichen Straße angezeigt wurde weil sie öfter vorm Haus sitzt (es sind Gärten vor den Häusern). So erfuhr ich nun den Namen der Dame.

Zuerst dachte ich es sei ganz gut mal mit ihr zu sprechen, allerdings nicht alleine. Deshalb fragte ich unseren Schiedsmann.
Der kennt die Frau und meinte wie übrigens auch das Amt, ich solle das man nicht so wichtig nehmen.

Es läßt mir aber keine Ruhe, zumal jetzt bald wieder Vollmond ist. Ich möchte gerne in Frieden hier leben. Was würdet Ihr tun?
Gruss Carmen

Hi Carmen,

ich befürchte, dass hier eine juristische Lösung nichts bringt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine psychopathische Person, der mit Gerichtsbeschlüssen und behördlichen Dingen nicht bei zu kommen ist.
Ich würde die Zähne zusammen beissen und erst einmal so tun, als ginge alles an mir vorbei, also mit provokantem Desinteresse reagieren.
Vielleicht läßt sie mit der Zeit von selbst ab und wendet sich anderen Opfern zu.
Wenn es zu toll wird, würde ich im Einzelfall die Polizei rufen und die Beamten auffordern, sie sollten am besten direkt eine Zwangsjacke mitbringen.

Gruß,
Francesco

Ignorieren und Tagebuch führen…
Hallo Carmen,

Ich habe leider ein Mieter untendran, der viel Kraft aufwendet mir an den Karren zu fahren, weil er mit meiner Vormieterin Streß hatte in Bezug auf Lärm.

Ich bin bisher folgend vorgegangen: Ignorieren, aber alles notieren, was wichtig ist.

Wenn Du angeschrieben wirst, kannst Du dann mit Fakten glänzen…

gruß

dennis

Hallo Carmen!

Ich würde dir raten, die Nachbarin direkt darauf anzusprechen. Freundlich, ruhig, aber trotzdem bestimmt!
Sage ihr, dass du weist, dass dieser ganze Ärger von ihr kommt und dass du sie bitten möchtest, derartiges in Zukunft zu unterlassen. Du wirst dann ja an ihrer Reaktion merken, ob du damit Erfolg hast. Wenn sie sich stur stellen sollte oder aber zänkisch wird, dann sage ihr in alle Ruhe, dass du beim nächsten Vorkommnis umgehend einen Anwalt einschalten wirst und dass die daraus entstehenden Unannehmlichkeiten sicher nicht besonders angenehm für sie sein dürften.

Gruß

Suse

Hallo Carmen.

Ich habe einen ähnlichen Fall erlebt und bin der Meinung, diese Leute kann man nur mit freundlichen Waffen schlagen.

Die Dame, die eine Anzeige gegen Dich erstattet hat, solltest Du ganz höflich ansprechen und (klingt jetzt etwas wirr), zu einer Tasse Kaffee einladen um in einem persönlichen Gespräch sämtliche Angelegenheiten zu klären.

Ich glaube kaum, dass sie ablehnen wird, denn allein ihre Neugierde wird sie schon dazu zwingen :smile:

Solche Quengeleien werden oft durch Vereinsamung verursacht, oder es ist oft Menschen, die unglücklich sind und anderen damit das Leben erschweren möchten.

Wahrlich ist der Tipp nicht sehr einfach durchzuführen, nachdem ich mit meiner damaligen Nachbarin einen Kaffee geschlürft habe, kam sie bei etwaigen Angelegenheiten gleich zu mir - jedoch sehr höflich.

Gruß …Melanie…

Immer schön freundlich :smile:
Hi!

Wie Melanie schon sagte: Sprich sie freundlich drauf an. Als Mustereröffnung des Gesprächs schlage ich vor:

Welch Idee haben Sie, dass solche Diskrepanzen in Zukunft gar nicht erst entstehen? Ich möchte doch niemandem Unbehabgen zufügen!

Versuche, das Gespräch in einer positiven Bahn zu halten, vermeide Fragen, die sie mit JA oder NEIN beantworten kann, und wenn Du Vorschläge hast, versuche, dass sie aus ihrem Mund kommen!

Sollte sie wider Erwarten (die eigene Idee ist doch die beste!) immernoch rumkeifen, dann hast Du allerdings eh keine Chance, und Dir bleibt nur die Ignoranz…

Grüße
Guido