Ärger mit GKV: Haushaltshilfe

Hallo!
Ich bin alleinerziehend, vollzeit berufstätig seit mehr als 6 Jahren bei meiner BKK freiwillig versichert. Vor sechs Wochen hatte ich einen Unfall und brach mir das Handgelenk. Obwohl ich wegen des komplizierten Bruches eigentlich etwa eine Woche in Krankenhaus bleiben sollte ging ich schon am nächsten Tag nach Hause (Doktor war mit Auflagen einverstanden), weil meine Tochter (9 Jahre) sonst nicht versorgt gewesen wäre. Ambulant verordnete mir dann am gleichen Tag mein ambulanter Chirurg eine Haushaltshilfe: 4 Wochen 4 Stunden täglich. Meine BKK lehnte diese auf Antrag jedoch ab. Daraufhin verordnete mir auch der Handchirurg des Krankenhauses eine Haushaltshilfe: mind. 3 Wochen 4 Stunden täglich. Hierauf dann die BKK: 2 Wochen 2 Stunden, aber ohne Wochenende und ohne Feiertag. Insgesamt also 8 Tage. Begründung (telefonisch) nach Rückfrage: 1. ich solle mich mit den Verletzungen nach dem Unfall nicht so anstellen, 2. meine Tochter sei mit 9 Jahren nicht nur nicht mehr betreuungswürdig sondern könne 3. auch den Haushalt übernehmen (die Betonung lag hier darauf, dass sie schließlich ein Mädchen sei…).
Meine Fragen nun:

  1. ist das seit der Gesundheitsreform so überall Standard oder wird das nur bei meiner BKK so gehandhabt?
  2. kann ich gegen diese Entscheidung noch etwas machen? Abgerechnet/erstattet wurde nun schon…
  3. Meine Tochter wurde nach dem Unfall (morgens) bis zum nächsten Tag von Nachbarn betreut. Was ist mit diesen Kosten?

Hallo,
ich bin nicht bei einer BKK angestellt !!!
Das Verhalten deiner Kasse ist eine Frechheit _ anders kann ich das
nicht bezeichnen.
Du hast der Kasse Geld gespart - nach den gesetzlichen Bestimmungen
steht dir eine Haushaltshilfe zu, da in deinem Haushalt ein Kind unter
12 Jahren wohnt.
Ohne überheblich sein zu wollen - ich hätte diesen Antrag voll genehmigt und bis zu 14,50 ¬ pro Stunde bezahlt ( auch für das Wochenende da du Alleinerziehende bis).

Gruss

Günter Czauderna

Danke für die Antwort, ich finde das auch sehr frech und überlege, die Kasse zu wechseln. Aber: weißt Du denn, ob das bei anderen Kassen wirklich anders gesehen werden würde? Und: kann ich mit meiner BKK in dieser Angelegenheit noch was machen?

Danke für die Antwort, ich finde das auch sehr frech und
überlege, die Kasse zu wechseln.

…wäre eine Überlegung wert, wenn sie bei ihrer Meinung bleiben.

Aber weißt Du denn, ob das
bei anderen Kassen wirklich anders gesehen werden würde?

Ja, definitiv. Bin auch GKV-Angestellte … NICHT BKK … und bei uns hättest du die Leistung sicher bekommen. 4 Stunden täglich sind m.E. absolut vertretbar.

Und kann ich mit meiner BKK in dieser Angelegenheit noch was
machen?

Ich würde auf jeden Fall Widerspruch einlegen und diesen auch nicht zurücknehmen. Dann wird sich irgendwann der Widerspruchsausschuss mit deiner Sache befassen müssen und dann woll`n wir doch mal sehn…
Mach ihnen auf jeden Fall Arbeit!!!

Viel Glück!

Gruß,Traveller

Hallo, dem kann ich mich nur voll und ganz anschliessen !!!

Gruss

Günter Czauderna

Eine Anmerkung:

Ja, definitiv. Bin auch GKV-Angestellte … NICHT BKK … und
bei uns hättest du die Leistung sicher bekommen. 4 Stunden
täglich sind m.E. absolut vertretbar.

Ist eine BKK keine GKV?

Hallo,
natürlich ist eine BKK auch eine gesetzliche Krankenkasse - darum
gehts es hier aber nicht - es geht schlicht und einfach um den
Service und um die Kompetenz.
Gehe ich ich dnach, dass Sozial (den Menschen betreffend) im
Vorderund steht und sehe ich den Vedrsicherten als Kunden, dann
werde ich alles tun um seine berechtigten Forderungen zu erfüllen.
Betrachte ich den Versicherten nur als Zahlenden und im Moment der
Antragsstellung als Störfaktor werde ich immer versuchen dem
Leistungsbegehren zu widersprechen.
Es gibt da feine Unterschiede in der Behandlung der Versicherten
bei den Kassen womit ich nicht sagen will, dass die grossen, teuren
Kassen immer besser sind als die kleinen, billigen.

Gruss

Günter Czauderna