Ärger mit Kind des Partners

Seit 4 Jahren lebe ich mit meinem Partner zusammen der eine jetzt 9 jährige Tochter hat.Jedes zweite Wochenende und drei Wochen im Sommer ist sie bei uns.Für mich und meinen 13 jährigen Sohn ist diese Zeit echt schlimm.Wir werden von dem Mädchen tracktiert und wenn es nicht nach ihrer Nase geht droht sie uns mit dem Jugendamt.Ihrem Vater geht es nicht viel anders.Seine Tochter und seine Ex. machen ihm die Hölle heiß wenn er nicht gehorcht(er arbeitet aber dran).Die Kleine erzählt das mein Sohn sie quält und das sie bei uns nichts zu Essen bekommt.Es kommen immer mehr Lügen und Gemeinheiten von ihr.Alle sind schockiert über das Verhalten des Mädchens,sogar ihre Großeltern.Sobald es nicht nach ihrem Willen geht fängt sie an Unwahrheiten zu verbreiten.Wenn sie etwas haben WILL,bettelt sie solange bis sie es bekommt.Bettzeit?? Sowas kennt sie nicht.Sie entscheidet wann sie zu Bett geht.Mein Sohn ist immer als erster im Bett,obwohl er viel älter ist.
In der Zeit in der sie nicht bei uns ist,führen wir eine harmonische Beziehung und mein Partner versteht sich super mit meinem Sohn.
Ich habe die Befürchtung das irgendwann der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen meinen Sohn von ihr kommt.Sogar ihre Oma sagt:„Da mußt Du mit rechnen“.
Wie kann ich mich verhalten um diesem Vorwurf vorzubeugen?
Sollte ich Hilfe beim Jugendamt suchen?
Sollte ich einfach abwarten? Vielleicht liege ich ja auch falsch mit meiner Befürchtung.
Eure Meinungen würden mich wirklich interessieren.

Eileen

Hallo -

du schreibst nur, was SIE macht.

Wie geht IHR mit ihr um, wie agiert und reagiert ihr?

War ihr Verhalten schon immer so seit 4 Jahren?

Wie ist sie bei Euch aufgenommen worden?

Sprecht Ihr miteinander?

Sprecht Ihr mit der Mutter?

Fragt Ihr das Mädchen, was ihr vielleicht fehlt?

etc. pp.

Das wäre doch ein wichtiger Teil des Ganzen…

Gruß
Demenzia

Seit 4 Jahren lebe ich mit meinem Partner zusammen der eine
jetzt 9 jährige Tochter hat.Jedes zweite Wochenende und drei
Wochen im Sommer ist sie bei uns.Für mich und meinen 13
jährigen Sohn ist diese Zeit echt schlimm.

schon immer - oder erst seit Kurzem?
Der Grund meiner Frage: Abwarten bedeutet Einverständnis.
Wenn Du das Verhalten der jungen Dame ändern willst, musst Du das auf der Stelle tun
(wenn es jetzt nicht bereits zu spät ist)

Wir werden von dem
Mädchen tracktiert und wenn es nicht nach ihrer Nase geht
droht sie uns mit dem Jugendamt.

den Spieß kann man umdrehen,
Lade eine Mitarbeiterin des Jugendamts zu Euch ein

Ihrem Vater geht es nicht viel
anders.Seine Tochter und seine Ex. machen ihm die Hölle heiß
wenn er nicht gehorcht(er arbeitet aber dran).

er arbeitet daran, zu gehorchen?
Oder sich zu wehren?

Die Kleine
erzählt das mein Sohn sie quält und das sie bei uns nichts zu
Essen bekommt.

der Ex? Erzählt sie es Dir zurück?
Oder erzählt Dein Mann, dass …?

Es kommen immer mehr Lügen und Gemeinheiten von
ihr.Alle sind schockiert über das Verhalten des Mädchens,sogar
ihre Großeltern.

offenbar nicht genug, um die Initiative zu ergreifen

Sobald es nicht nach ihrem Willen geht fängt
sie an Unwahrheiten zu verbreiten.Wenn sie etwas haben
WILL,bettelt sie solange bis sie es bekommt.

entweder sofort geben - oder konsequent bleiben und verweigern.
Trotz Wutanfällen, Gebrüll etc.
Übrigens kann man dem Jugendamt auch schon mal mitteilen, dass man Mademoiselle nicht mehr sehen will.
Du als Außenstehende bist nicht verpflichtet.
Der Vater vielleicht.

Bettzeit?? Sowas
kennt sie nicht.Sie entscheidet wann sie zu Bett geht.

im Zweifelsfall: sofern Deine EIGENE Nachtruhe nicht von ihr gestört wird - lass sie doch!

Mein
Sohn ist immer als erster im Bett,obwohl er viel älter ist.

Du meinst nicht im Ernst, dass er wach bleiben soll, weil die Tochter Deines Mannes auch …?
Und Du meinst hoffentlich nicht, dass ein älterer Jugendlicher ihr Vorbild sein soll?

In der Zeit in der sie nicht bei uns ist,führen wir eine
harmonische Beziehung und mein Partner versteht sich super mit
meinem Sohn.
Ich habe die Befürchtung das irgendwann der Vorwurf des
sexuellen Missbrauchs gegen meinen Sohn von ihr kommt.Sogar
ihre Oma sagt:„Da mußt Du mit rechnen“.

Hörst Du nicht, woher der Wind bläst?

Wie kann ich mich verhalten um diesem Vorwurf vorzubeugen?

Das wäre ganz einfach aber unschön.
Nämlich so, wie es unsere Großeltern machten.
Du quartierst Deinen Mann während der Anwesenheit der jungen Dame aus Eurem gemeinsamen Schlafzimmer aus und sie ein.
Tagsüber lässt Du sie nur allein aufs Klos und holst sie vor der Klotür wieder ab.

Sollte ich Hilfe beim Jugendamt suchen?

warum zögerst Du?
Konstellationen wie die bei Dir sind so selten nicht

Sollte ich einfach abwarten? Vielleicht liege ich ja auch
falsch mit meiner Befürchtung.

Vorsorge ist besser als Nach-Sorge

Eure Meinungen würden mich wirklich interessieren.

ich finde, Du hast zu lange gewartet

viele Grüße
Geli

Hallo Demenzia,

ihr Verhalten war schon immer so.Ich kenne auch Geschichten das es vor der Trennung ihrer Eltern so war.Sie hatte schon immer das Sagen.Vor ca. 3 Jahren habe ich aufgegeben ihr Dinge zu sagen oder zu erklären nachdem ich zu hören kriegte:„Ich tu nicht das was Du und Papa mir sagt.Ich höre nur auf meine Mama“.Sie hat nicht auf mich gehört und ich habe mich dann geärgert.Es tut mir eigentlich leid für die Kleine denn Kinder werden zu dem gemacht was sie sind.
Sie wurde von uns allen sehr herzlich aufgenommen.Sagt zu meinen Eltern sogar Oma und Opa(das war ihr Wunsch).
Mein Partner und ich sprechen viel über die Situation.Dann kommen Kommentare wie:„Dein Sohn ist so gut erzogen.Ich weiß auch nicht warum sie so ist“.
Mit der Mutter ist ein Gespräch leider nicht möglich.Mir geht sie völlig aus dem Weg.Sie sieht kein Fehlverhalten ihrer Tochter.Ich finde das sehr Schade denn ich habe ein sehr gutes Verhältniss zu meinem Ex.
Eileen

Hallo Geli,
Du hast natürlich mit allem Recht.
Ich werde mal zum Jugendamt gehen und die Situation schildern.Ich hatte eigentlich Hemmungen vor diesem Schritt,hatte mit dem Amt noch nie zu tun.
Ihre Lügengeschichten erzählt sie ihrer Mutter,die ihr natürlich glaubt und sofort zum JA rennt.
Mein Sohn soll natürlich nicht solange wach bleiben wie sie auf ist.Er findet es nur unfair das er soviel früher ins Bett muss.Letzte Woche hat sie bis 0.30 Uhr Fernsehen geguckt.Wenn der Vater dazu nichts sagt,was soll ich denn machen? Klar,ich weiss ich müsste mich durchsetzen.
Vorsorge ist besser als Nachsorge – Danke.Du hast Recht.

Eileen

Hi

@Vor ca. 3 Jahren habe ich aufgegeben ihr Dinge zu sagen oder zu erklären nachdem ich zu hören kriegte:„Ich tu nicht das was Du und Papa mir sagt.Ich höre nur auf meine Mama“

Da hätte ich ihr gesagt, hier (!) ist unser zuhause und hier (!) hörst Du auf uns. Ende der Diskussion.

Wenn sie seit 3 Jahren bei euch machen kann was sie will, weshalb sollte sie jetzt Ihr Verhalten ändern?

Wieso ist ihr Vater so passiv?

Gruß

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… Jugendamt ist vielleicht nicht ganz die richtige Stelle (empfinde ich so… und ich hab mal von so einem Mitarbeiter dort gehört, also ich vor einigen Jahren mit meiner Tochter nicht klar kam, dass sie kein „Elternamt“ seien. Wenn meine Tochter ein Problem hätte, könne sie gern dort hin kommen…tststst.

Vielleicht schaust du dich mal nach einem Kinderpsychologischen Dienst, Erziehungsberatung etc. - so was gibt es ja auch in kirchlichen/caritativen Einrichtungen. Ich denke, jemand, der fachlich geschult auf das Kind eingehen könnten MIT Euch dreien gemeinsam, wäre eigentlich das Beste.

Gruß
Demenzia

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Vielen Dank an Euch für die vielen Antworten und Ratschläge.Ich werde mit meinem Partner mal über einen Kinderpsychologen sprechen.Vielleicht ist ein Besuch dort wirklich ratsam denn die Kleine führt auch ständig Selbstgespräche.Nicht beim spielen oder so,sie diskutiert am Frühstückstisch mit sich selber.
Wictig war für mich wie ich meinen Sohn vor dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs schützen könnte.Sicher weiss aber auch dazu ein Psychologe einen Rat.

Danke.
Eileen

Hallo,

Letzte Woche hat sie bis 0.30 Uhr Fernsehen geguckt.Wenn
der Vater dazu nichts sagt,was soll ich denn machen?

Stecker ziehen, notfalls Sicherung raus.

Grüße
Sue

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Hallo,

zuerst einmal sollte mE dein Partner mehr tun. Wenn sie nicht auf dich hört ist das das eine, dann erteilt eben der Papa „die Befehle“.

Sollte das mit dem Psychologen nicht klappen könnte dein Partner ihr ein Ultimatum setzen. Ist nicht schön, aber das ist die jetzige Situation ja auch nicht.

Er könnte ihr ganz klar drohen, dass er sie nicht mehr holt, wenn sie sich nicht benimmt. Natürlich nicht „wenn du dies und das nicht machst hab ich dich nicht mehr lieb und du siehst mich nie wieder“ sondern ihr erklären, dass er sie zwar lieb hat, dich und deinen Sohn aber auch und dass ihr alle drei sehr darunter leidet, wenn sie sich so benimmt. Gleichzeitig könnte man ihr auch eine Belohnung versprechen, wenn sie sich gut beträgt, zB ein Zoobesuch (vielleicht auch nur allein mit dem Papa).

Wenn sie sich wieder massiv daneben benimmt wird sie eben einmal nicht geholt.

Ggf könnte dein Partner auch nochmal das Gespräch mit seiner Ex suchen, damit die Mutter dem Kind nochmal erklärt, dass wenn sie irgendwelche Anschuldigungen gegen bspw deinen Sohn erhebt, sie eben nicht mehr zu euch darf.

Grüße
Sue

Ärger durch Kind und Ex-Partner…
Hi,
wende dich bitte an den Kinderschutzdienst (Caritas). Die haben dort Fachleute, können dort Termine mit der Familie machen oder kommen ins Haus.
Ich denke nicht, dass ihr mit der jungen Dame zurechtkommen werdet, solange die Mutter nich mitzieht. Minizicken können bösartig werden, wenn es um Papi geht. Noch schlimmer, wenn ne große Zicke -versteckt- mitmischt.
In deinem und deines Sohnes Interesse:
Geh notfalls du erst mal allein zu den Erziehungshelfern und schilder die Situation. Die Fachleute können dann Mutter und Tochter zum Termin auffordern, damit Klartext geredet werden kann (denke, Eifersucht ist ein großes Thema).
*daumendrück*
*knuddeldich*
LG
D
(Mädels mit 9 können echte Pulverfässer sein, die man(n) leicht unterschätzt.

Hallo Eileen,

du redest hier von einem Kind, das euch alle seit 4 Jahre tyrannisiert. Das heißt ein Mädchen von 5 konnte euch allen die Hölle heiß machen! Das ist schon beachtlich! Sie wird bestimmt mal Politikerin :wink:
Und sie konnte das jahrelang ungestört tun.

Du hast sogar regelrecht Angst vor ihr, ja sogar imaginäre Angst dass
sie deinem Sohn eines Tages sexuellen Missbrauch vorwirft!
Das hört sich schon fast paranoid an.

Wenn Kinder derart lügen, dann sind sie nicht etwa psychisch krank, sondern haben Probleme. Manchmal (oft) sind es Loyalitätskonflikte, manchmal tun sie es um Aufmerksamkeit zu erregen, manchmal fühlen sie sich nicht genug geliebt…
Und anstatt entsetzt zu gucken, sollte man sie besser in den Arm nehmen.
D.h. nicht ein Schritt zurück von dem Kind und klein beigeben aus Angst vor Strafe (Lügen), sondern ein Schritt ZU dem Kind.

Dass Kinder ihre Grenzen testen, aufmüpfig sind, das gehört dazu und ist auch gut so. Sonst können sie gar nicht lernen sich im Leben zu behaupten. Allerdings sind wir Erwachsenen dazu da, um denen Grenzen zu setzen und aufzuzeigen, zu leiten…um denen damit auch Halt zu geben. Die brauchen das.
Ein 9 jähriges Kind bis um halb eins nachts fernsehen lassen, ich fasse es nicht! Und dazu kann das Mädchen nichts, sie darf das ja.
Egal wie viel sie lügt, würde ich so was niemals erlauben.

Erziehen heißt zwar nicht das Eltern/Erzieher Befehle erteilen und Kinder gehorchen müssen, man muss aber konsequente Linie haben und danach handeln.

Kinder sind aber auch manipulierbar. Wenn du schon gehört hast dass sie bei euch ‚hungert‘, dann schlage ihr vor dass sie mit dir zusammen kocht, oder Kuchen backt.
Wenn sie es bis soundsoviel Uhr von alleine ins Bett schafft, dann stelle ihr etwas schönes im Aufsicht fürs nächste Tag. Wenn sie es öfter schafft, dann eben etwas größeres schönes.
Positive Verstärkung, statt Befehle. Hart aber herzlich bleiben.

Aber gut, das sind jetzt *ärmchenwedeln-Ratschläge*, wir können hier diese schwerwiegende Probleme, die ihr habt nicht lösen.

Ein Familienpsychologe/Kinderpsychologe ist die beste Methode damit ihr weiter kommt, aber nicht etwa weil das besorgniserregend ist dass sie mit sich selbst spricht (machen sehr viele Kinder), sondern weil das Kind Probleme hat, weil ihr mit dem Kind nicht umgehen könnt und das Mädchen sich schon mittlerweile als bedrohliche Feindbild für dich/euch auskristallisiert hat.

Es ist schon blöd, wenn die Mutter nicht mitspielt (und wahrscheinlich mit der Grund ist, für ein Teil des Schlammassels), aber dein Mann (und du auch) braucht auf jeden Fall Stütze und Hilfe, damit ihm das Kind nicht ‚verloren‘ geht.

Ihr tut mir wirklich leid, aber das Kind noch viel mehr.

Alles Gute und Gruß,
Maja

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Hallo Eileen,
ich glaube, das Mädchen ist schlichtweg eifersüchtig auf eure „harmonische Familie“. Und von der Ex natürlich extrem beeinflusst.
Ich würde die Ex zu einem 6-Augen-Gespräch einladen und erstmal klarstellen, daß der Vater sein bescheidenes Recht (alle 14 Tage und einmal in den Ferien) gerne wahrnimmt, aber nicht wahrnehmen muss. Eine Drohung mit dem Jugendamt dürfte (sofern du hier nichts verschwiegen hast) wohl nur für Ex problematisch sein.
Gegenüber der Tochter würde ich zukünftige Besuche in Frage stellen, gleichzeitig aber vorsichtig den Wunsch auf häufigere Kontakte äußern. Mit gewissen Bedingungen zum gegenseitigen Verhalten selbstverständlich.
Über mögliche Konsequenzen (Tochter darf nicht mehr kommen) müßt ihr euch einig sein. Ist offensichtlich noch nicht der Fall.
Jugendamt würde ich erstmal außen vor halten, da die Ex ja bereits (regelmäßigen) Kontakt pflegt und euch gegenüber keine Reaktion erfolgt. Psychologen, auch. Ihr habt kein Sorgerecht, und könnt daher definitiv nicht handeln.
Erstmal die 3 Gespräche abwarten.
Grüße
BW
Vielleicht auch mal deine eigene Einstellung überdenken: In 2 Postings beschreibst du deine Befürchtung des Vorwurfs sexuellen Mißbrauchs durch deinen Sohn. Verstehe ich nicht.

Hallo Eileen,
hallo Geli,
eine weitere Möglichkeit wäre eine Familienberatungsstelle. Dort können Eltern auch zu solchen Problemen fachkundigen Rat und Unterstützung einholen. JA würde ich trotzdem informieren, schon um evtl. Lügereien der 9jährigen vorzubeugen.
Aber ich sehe natürlich das Problem, dass dieses Kind zwischen zwei Parteien hin- und hergerissen ist. Und wenn die Ex-Frau Deines Partners sich - so wie Du schreibst - der realen Situation verweigert und vielleicht auch noch aus verletztem Ego (es ist nicht bekannt, wie die Trennung abgelaufen ist bzw. evtl. Frust, dass deren EX-Mann bereits wieder in einer festen Beziehung lebt) Eure Versuche, das Kind in Eurer Beziehung zu integrieren, torpediert, dann habt Ihr wirklich schlechte Karten.
Ein Kind von 9 Jahren kann/darf zwar Grenzen austesten, aber es braucht feste Regeln und das Setzen von Grenzen. Dazu sind Eltern da. Freunde haben sie i. a. in der Schule.
Erstaunlich ist, dass Dein Sohn noch nicht offensiver gegen die 9jährige aufbegehrt. Wenn Ihr nicht aufpasst, wird sich das Problem potenzieren, da es auf Dauer keinem Jugendlichen vermittelbar ist, dass er sich an Regeln halten soll/muß, die nur für ihn zu gelten scheinen.
Euch alles Gute und starke Nerven wünscht BM

Hallo Eileen,

ähnlich wie einige meiner Vorredner klingt mir das Problem mit Eurer Prinzessin eher nach einem ganz normalen neunjährigen Kind, das jetzt fast sein halbes Leben lang Mama, Papa, die jeweiligen neuen Partner, den Stiefbruder und die Oma erfolgreich gegeneinander ausgespielt hat.

Um diesem Zustand ein Ende zu setzen, solltet Ihr Erwachsenen Euch zusammensetzen. Im Idealfall also Du, der Papa, Mama und so vorhanden der neue Partner von Mama. Wichtig ist, dass Ihr eine einheitliche Linie definiert. Leider scheint ja Euer Verhältnis zur Mama nicht ungetrübt zu sein, aber so ein Gespräch müsst Ihr unbedingt versuchen. Je nachdem ruhig sagen, dass die Prinzessin sagt „das darf ich bei Mama auch“ und Ihr das nur nochmal nachprüfen wolltet oder so. Je nachdem auch ehrlich der Mama sagen, dass Ihr ihre Hilfe benötigt.

Denn das allerbeste ist, wenn die grundlegende Linie in der Erziehung in beiden „Familien“ die gleiche ist. Bringt ja nix, wenn bei der Mama Süsskram strikt verboten ist während Ihr das Kind von morgens bis abends mit Gummibärchen vollstopft (blödes Beispiel, aber Du ahnst worauf ich hinaus will).

Wenn das nicht gelingt (was wie gesagt blöd wäre), dann setzt Ihr (also Du, Dein Partner und die Prinzessin) Euch hin und stellt die Regeln auf. Bis nach Mitternacht fernsehen gibt’s nicht für neunjährige und Punkt. Wenn sie noch nicht schlafen kann, soll sie sich halt bis Mitternacht langweilen :wink: Oder Ihr spielt sie tagsüber müde (morgens früh raus, draussen toben, schwimmen gehen dann hält keine neunjährige so lange durch *fg*)

Was an Regeln für Deinen Sohn gilt, gilt für die Prinzessin genauso (tendenziell noch strenger, sie ist ja deutlich jünger). Und was sie daheim bei Mama vielleicht mehr darf ist doch nicht Euer Problem. Und wenn sie nix isst - so what? So schnell verhungert man nicht! Und - wie gesagt - schwimmen und toben machen hungrig *fg* Egal was Ihr als wichtigste Regeln bestimmt: zieht das konsequent durch, die Sache mit den Belohnungen haben ja meine Vorposter schon ausführlich beschrieben.

Notfalls kommt sie dann halt mal ein Wochenende nicht zu Euch, sei es weil sie nicht will, weil Ihr „auf einmal“ zu streng seid oder weil Ihr sie „ausgeladen“ habt. Da ist’s halt nur am besten, wenn die Mama Eure Philosophie unterstützt oder zumindest akzeptiert. Und vor allem muss sie (insbesondere bei einem angespannten Verhältnis) rechtzeitig Bescheid wissen, wenn Ihr mal ein Besuchswochenende ausfallen lasst! Sie will ja auch planen und das wäre doof, wenn Eure Konsequenz an sowas scheitern würde…

*wink* und viel Geduld

Petzi

Vielen Dank an Euch Alle.
Ich habe alle Antworten jetzt schon mehrfach gelesen,werde das bestimmt auch noch einige Male tun und dann das Problem angehen.Leider können wir mit Hilfe der Ex nicht rechnen aber wir kriegen das schon hin.
Danke.

Eileen

Hallo

Letzte Woche hat sie bis 0.30 Uhr Fernsehen geguckt.Wenn
der Vater dazu nichts sagt,was soll ich denn machen? Klar,ich
weiss ich müsste mich durchsetzen.

Da ist dann aber doch der Vater das Problem.
Da müsstest du dich doch vor allem dem Vater gegenüber durchsetzen, damit er sowas nicht mehr erlaubt.

Ich schätze, das Kind ist das Medium, mit dem die Eltern sich noch gegenseitig fertigmachen. (oder auch nicht gegenseitig sondern nur einseitig, aber das weiß man ja nicht).

Viele Grüße
Simsy

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es ist eigentlich alles gesagt, was mir auch einfallen würde, nur ein winziger Hinweis…ich würde in so einer Situation vermutlich beginnen mir in eienr Art Tagebuch diese ganzen Dinge zu notieren…also wann war das Kind da, was hat man unternommen, was gab es zu essen, welche unangenehmen Situationen gab es, wie wurde reagiert. Wann und mit welchen Ergebnis gab es Kontakte zur Mutter.

Das einfach, um im Fall einer Eskalation Fakten in der Hand zu halten. ‚macht immer‘ oder ‚hört nie‘ helfen dann nämlich nicht.

Und ich würde vom Vater der kleinen definitv verlangen, dass er sich nachdrücklich einbringt, ich habe häufiger beobachtet, dass Männer sich da gerne ein wenig passiv verhalten, nur um ihre vermeintliche Ruhe zu bewahren.

Gruß Maid :wink:

Entfernung?
Hallo Eileen,

wohnen Dein Partner und seine Ex weit von einander entfernt? Ansonsten kann er das Mädel doch jeweils für ein paar Stunden abholen, Zeit mit ihr alleine verbringen (was vielleicht beiden zugute kommen würde) und schlafen würde sie wieder bei ihrer Mama.

So würdet ihr Deinen Befürchtungen aus dem Weg gehen.

Wenn das nicht geht, würde ich ihr klipp und klar sagen, dass sie nur noch kommen darf, wenn sie sich in euer Leben einfügt. Dieser ständige Stress reibt an den Nerven und führt zu nichts, außer, dass das Mädel lernt, seinen Willen auf diese Weise durchsetzen zu können.

Liebe Grüsse,

Wassernixe

Hallo Eileen,

die Lügengeschichten erzählt sie der Mutter und diese rennt zum Jugendamt. Ich bin mir nicht wirklich sicher, dass das Mädchen der Mutter die Geschichten erzählt. Die Mutter kann sich die Geschichten auch „aus dem Finger saugen“.

Ich bin Admin in zwei Foren, die sich mit der Problematik von Kindern und Vätern nach der Trennung befassen. Ein Forum davon ist speziell für Zweit-/Patchwork/Stieffamilien. In beiden Foren erlebe ich sehr häufig, dass den Kindern etwas von den betreuenden Elternteilen „in den Mund gelegt wird“.

Fragt doch sicherheitshalber das Töchterchen mal, ob sie die Vorwürfe der Mama erzählt hat. Es kann gut sein, dass Mama mit den Vorwürfen und dem Einbeziehen des Jugendamtes einen totalen Umgangsboykott vorbereitet.

Unter Umständen (genaue Infos fehlem mir ja) ist der Mutter nicht recht, dass es einen funktionierenden Umgang gibt und sie versucht auf diese Art und Weise zum Einen den Umgang zu kippen und zum Anderen Zwietracht in Euere Partnerbeziehung zu bringen.

Dann gäbe es noch die Möglichkeit des „vorauseilenden Gehorsams“. Im Internet findest Du viel Literatur über PAS (Parental Alienation Syndrome - Suchbegriffe Wera Fischer, Klenner, Andritzky, Kodjoe, Gardner uvm.).

PAS scheint hier ja noch nicht vorzuliegen. Aber in dieser Literatur über PAS wird häufig die Situation beschrieben, dass Kinder (manchmal noch im Beisein des Besuchselternteiles) überlegen, was sie dem betreuenden Elternteil erzählen. Die Kinder wissen (fühlen, ahnen), dass der betreuende Elternteil traurig (sauer, gekränkt usw.) ist, wenn es dem Kind beim Besuchselternteil gut gefallen hat.

Also will es den betreuenden Elternteil zufriedenstellen (glücklich machen usw.) und erzählt wie schrecklich es beim Besuchselternteil ist. Damit kann sich das Kind dann auch die Liebe des betreuenden Elternteiles „kaufen“.

Der betreuende Elternteil fühlt sich dann in der Ablehnung des sowieso schon ungeliebten Expartners bestärkt und reagiert. Mal mit Jugendamt, mal mit Unterstützung des Kindes in dem dieses weiteren Untaten aufgestachelt wird. So schaukelt sich die Situation dann gegenseitig hoch.

Als Möglichkeit, dass die Situation nicht irgendwann eskaliert ist, wie schon oft hier geschrieben, dass Ihr dem Mädchen feste Grenzen setzen müsst, wenn es bei Euch ist. Da Ihr das jahrelang nicht gemacht habt, könnt Ihr jetzt nicht auf einmal total streng sein. Ihr müsst die „Dosis“ von Fall zu Fall steigern.

Ich würde, weil dann bald die Trumpfkarte kommt, dass das Kind nicht mehr zum Papa will, weil es dort zu streng und nicht kindgerecht behandelt wird, z. B. beim Essen heimlich eine Videokamera mitlaufen lassen. Damit wird demonstriert, dass sie die Nahrungsaufnahme verweigert hat und ihr durchaus ein gutes Essen angeboten wurde. Bei ähnlichen Situationen immer eine Kamera mitlaufen lassen.

In anderen Situationen, wie z. B. Fernsehen, gibt es eine einfache Methode: Knopf drücken und Gerät ausschalten. Du, Dein LG und Dein Sohn lesen dann ein Buch, spielen ein Spiel oder machen irgendwas Anderes. Sohn darf länger aufbleiben und wenn Tochter Euer Abendprogramm nicht mitmacht, geht sie halt ins Bett.

Nicht nur Dein Sohn läuft Gefahr des Mißbrauchsvorwurfes, auch der Vater. Es gibt in unseren Foren unheimlich viele Fälle, wo mit „Mißbrauch mit dem Mißbrauch“ der Vater „entsorgt“ werden soll. Den Stiefbruder muss die Mutter nicht entsorgen, also sehe ich die Gefahr für den Vater höher als für den minderjährigen Stiefbruder.

Du solltest Dich aber, gegenüber Jugendamt usw., heraushalten. Der Vater ist die eigentliche Bezugsperson und er sollte mal mit dem Jugendamt sprechen und dort um ein Vermittlungsgespräch mit der Mutter bitten. Die Jugendamtsmitarbeiter sind meist gerne bereit, sozusagen als Vermittler (Mediatoren) mit den Eltern in einem gemeinsamen Gespräch eine gemeinsame Konzens zu finden.

Verweigert die KM dieses gemeinsame Gespräch, sieht das für Jugendamt und Gericht nicht soooo gut aus. Allerdings sollten die Partner der Eltern da nicht dabei sein.

Gruß
Ingrid

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