Ärger mit 'modernem' Badezimmer

Hallo Experten,

Eine Wohnung ist mit einem Badezimmer „moderner“ skandinavischer Bauart ausgestattet. D.h. es gibt keine Bade- oder Duschwanne, sondern einfach einen Abfluss im Kachelboden. Nach dem Einzug bei der ersten Benutzung bemerkt der Mieter, dass die Konstruktion extrem mangelhaft ist. Weder ist das Gefälle hin zu dem Abfluss stark genug, um das Wasser daran zu hindern, sich zunächst im gesamten Badezimmer zu verteilen, noch ist der tiefste Punkt im Abfluss, sondern unter dem Waschbecken, was dazu führt, dass das Badezimmer nach dem Duschen bis zur Verdunstung des Wassers nicht zu gebrauchen ist (z.B. als Toilette). Selbst das notdürftige „verschieben“ des Wassers mit einem Gummiabzieher hilft nur bedingt. Zudem hat sich im Bereich des Waschbeckens aufgrund der Dauerfeuchte bereits schwarzer Schimmel gebildet.

Der Vermieter weigert sich aus Kostengründen („Wir werden sicher keinen neuen Estrich verlegen lassen“) die Mängel zu beseitigen und erklärt diesen Zustand für normal („Das ist nunmal so bei den Badezimmern“).

Ist es dem Mieter dann erlaubt, eine Minderung der Miete vorzunehmen? („Das macht man nunmal so, wenn das Bad nicht zu gebrauchen ist!“). Wenn ja, in welcher Höhe wäre das angemessen? In manchen Augen ist die nicht Nutzbarkeit der Toilette für ca. 6 Stunden nach dem duschen eine erhebliche Beeinträchtigung der Wohnqualität.

Gruß

Fritze

Hallo,

fangen wir mal mit dem Ende an. Das Bad ist sicher zu gebrauchen. Wenn nach 6 Stunden nach dem Duschen der Mangel ( stehendes Wasser ) noch nicht behoben ist, sollte der Mieter eben bei dieser Art von Bad nach dem Duschen den Boden umgehend säubenr. Dabei dürfte auch das Wasser in den sicher - wie hier dargestellt - falsch installierten Abfluss gelangen.

Eine Wohnung ist mit einem Badezimmer „moderner“
skandinavischer Bauart ausgestattet. D.h. es gibt keine Bade-
oder Duschwanne, sondern einfach einen Abfluss im Kachelboden.
Nach dem Einzug bei der ersten Benutzung bemerkt der Mieter,
dass die Konstruktion extrem mangelhaft ist. Weder ist das
Gefälle hin zu dem Abfluss stark genug, um das Wasser daran zu
hindern, sich zunächst im gesamten Badezimmer zu verteilen,
noch ist der tiefste Punkt im Abfluss, sondern unter dem
Waschbecken, was dazu führt, dass das Badezimmer nach dem
Duschen bis zur Verdunstung des Wassers nicht zu gebrauchen
ist (z.B. als Toilette). Selbst das notdürftige „verschieben“
des Wassers mit einem Gummiabzieher hilft nur bedingt. Zudem
hat sich im Bereich des Waschbeckens aufgrund der Dauerfeuchte
bereits schwarzer Schimmel gebildet.

Wenn das Wasser „verschoben“ wird und abfliesst, danach ausreichend gelüftet wird, dürfte dieser Mangel der Dauerfeuchtigkeit nicht eintreten. Tipp: Sofern in der privaten Umgebung ein Fliesenleger ist, diesen mal um Besichtigung bitten.

Der Vermieter weigert sich aus Kostengründen („Wir werden
sicher keinen neuen Estrich verlegen lassen“) die Mängel zu
beseitigen und erklärt diesen Zustand für normal („Das ist
nunmal so bei den Badezimmern“).

Eine Mietminderung ist hier nicht zu erkennen. Allerdings schränke ich ein, dass dazu auch eine Besichtigung der Räume notwendig wäre, um feststellen zu können, ob und in welcher Höhe sich Mietminderungsansprüche ergeben können. Bitte am Ort einen Mieterverein bitten, eien Besichtigung und Beratung durchzuführen.

Ist es dem Mieter dann erlaubt, eine Minderung der Miete
vorzunehmen? („Das macht man nunmal so, wenn das Bad nicht zu
gebrauchen ist!“). Wenn ja, in welcher Höhe wäre das
angemessen? In manchen Augen ist die nicht Nutzbarkeit der
Toilette für ca. 6 Stunden nach dem duschen eine erhebliche
Beeinträchtigung der Wohnqualität.

Gruss Günter

Hallo,

fangen wir mal mit dem Ende an. Das Bad ist sicher zu
gebrauchen. Wenn nach 6 Stunden nach dem Duschen der Mangel (
stehendes Wasser ) noch nicht behoben ist, sollte der Mieter
eben bei dieser Art von Bad nach dem Duschen den Boden
umgehend säubenr. Dabei dürfte auch das Wasser in den sicher -
wie hier dargestellt - falsch installierten Abfluss gelangen.

Es ist also als normal anzusehen, dass man nach jedem Duschen zunächst einmal mit Gummiabzieher, Wischmopp und Feudel das Bad trocken legt, wie nach dem Oder-Hochwasser? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Zumal man nach der Aktion bereits so verschwitzt ist, dass man wieder duschen könnte. Besonders wenn’s morgens schnell gehen soll, ist das vollkommen inakzeptabel.

Wenn das Wasser „verschoben“ wird und abfliesst, danach
ausreichend gelüftet wird, dürfte dieser Mangel der
Dauerfeuchtigkeit nicht eintreten. Tipp: Sofern in der
privaten Umgebung ein Fliesenleger ist, diesen mal um
Besichtigung bitten.

Das mit der Lüftung ist auch so eine Sache. Das Bad hat – da modern – keine Fenster, sondern ist ein lichtloser Innenraum mit einer art Dampfabzug zur Entlüftung. „Durchlüften“ ist technisch unmöglich. Auf einen Fliesenleger kann auch nicht zurückgegriffen werden.

Eine Mietminderung ist hier nicht zu erkennen.

Halten wir mal fest: Aufgrund der stetigen Überschwemmung kann man die Toilette nur mit Gummistiefeln nutzen und es kann im Badezimmer kein Schrank oder sonst irgendwas aufgestellt werden. Ist das nicht eine starke Einschräkung der Nutzbarkeit, die eine Minderung der Miete wert wäre?

Danke für die schnelle und wie immer kompetente Auskunft!

Fritze

Hallo,

fangen wir mal mit dem Ende an. Das Bad ist sicher zu
gebrauchen. Wenn nach 6 Stunden nach dem Duschen der Mangel (
stehendes Wasser ) noch nicht behoben ist, sollte der Mieter
eben bei dieser Art von Bad nach dem Duschen den Boden
umgehend säubenr. Dabei dürfte auch das Wasser in den sicher -
wie hier dargestellt - falsch installierten Abfluss gelangen.

Es ist also als normal anzusehen, dass man nach jedem Duschen
zunächst einmal mit Gummiabzieher, Wischmopp und Feudel das
Bad trocken legt, wie nach dem Oder-Hochwasser? Das kann ich
mir einfach nicht vorstellen. Zumal man nach der Aktion
bereits so verschwitzt ist, dass man wieder duschen könnte.
Besonders wenn’s morgens schnell gehen soll, ist das
vollkommen inakzeptabel.

Wenn das Wasser „verschoben“ wird und abfliesst, danach
ausreichend gelüftet wird, dürfte dieser Mangel der
Dauerfeuchtigkeit nicht eintreten. Tipp: Sofern in der
privaten Umgebung ein Fliesenleger ist, diesen mal um
Besichtigung bitten.

Das mit der Lüftung ist auch so eine Sache. Das Bad hat – da
modern – keine Fenster, sondern ist ein lichtloser Innenraum
mit einer art Dampfabzug zur Entlüftung. „Durchlüften“ ist
technisch unmöglich. Auf einen Fliesenleger kann auch nicht
zurückgegriffen werden.

Hallo,

diese Antwort scheint mir wichtig zu sein. es ist schon ein erheblicher Unterschied, ob der Mieter seien fenster öffnen kann oder keinen ode rnur geringen Einfluss auf die Entlüftung hat. Hat der Mieter keine Möglichkeit auf die Belüftung zuzugreifen, wie hier, liegt ein Mangel an der Mietsache vor. Der VM muss diesen Mangel beseitigen.

Eine Mietminderung ist hier nicht zu erkennen.

Halten wir mal fest: Aufgrund der stetigen Überschwemmung kann
man die Toilette nur mit Gummistiefeln nutzen und es kann im
Badezimmer kein Schrank oder sonst irgendwas aufgestellt
werden. Ist das nicht eine starke Einschräkung der
Nutzbarkeit, die eine Minderung der Miete wert wäre?

Doch. Hier ist zu empfehlen, eine umgehende schriftliche Mängelanzeige vorzunehmen, auch den Schimmel zu erklären, den VM auffordern, bis spätestens 31.05. den Mangel zu beseitigen. Gleichzeitig mitteilen, dass eine Mietminderung von 5 % der Kaltmiete erklärt wird, ab sofort sämtliche Mietzahlungen unter Vorbehalt stehen.

Gruss Günter

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Danke nochmal!

Gruß

Fritze

Guten Abend!

Wenn nach 6 Stunden nach dem Duschen der Mangel (
stehendes Wasser ) noch nicht behoben ist, sollte der Mieter
eben bei dieser Art von Bad nach dem Duschen den Boden
umgehend säubenr.

Sorry, aber das kann doch nicht wirklich Dein Ernst sein! Nach jedem Duschen das Zimmer putzen? Wenn Du in Deiner Visitenkarte schreibst, dass Du erst seit Januar 2005 Rentner bist, dann müsstest Du Dich eigentlich noch daran erinnern können, dass es auch Tage gibt, an denen man morgens duscht, eine Tasse Kaffee runterkippt und aus dem Haus läuft - oft fünf- bis sechsmal pro Woche.

Hallo,

nun sei mal nicht erstaunt. Ich bin zwar offiziell Rentner, nebenbei sitze ich mindestens an drei Tagen im Büro. Trotzdem kann ich mich an keine fünf Mal in dne letzten Jahrzehnten erinnern, dass ich den Kaffee runtergekippt habe und aus dem Haus lief. Mein Tag begann etwa zwei Stunden vor Arbeitsantritt. Duschen, Frühstücken, Presseprodukte sichten. Bei der Ankunft im Büro musste man Bescheid wissen. Ich hasse Hektik. Noch mehr ärgern mich aber Mitarbeiter, die auf den letzten Drücker im Büro ankommen, ohne Ruhe zur Arbeit kommen.

Gruss Günter

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Kleiner Tipp zur praktischen Seite
Hallo,

mal ein Vorschlag zur praktischen Problemlösung: Wenn der Vermieter nicht kurzfristig in der Lage ist den Boden entsprechend dem Stand der Technik anständig mit passendem Gefälle herzurichten, würde ich mit ihm vereinbaren, dass für die Zwischenzeit Alu- bzw. Edelstahlprofile mit Silikon auf den Boden gekelbt werden um eine Duschtasse abzutrennen. Ist natürlich keine perfekte Dauerlösung, schafft aber sicher schon mal etwas „Erleichterung“, weil dann nicht mehr der ganze Boden unter Wasser gesetzt wird. Entsprechende Profile, die eigentlich unter die Fliesen gehören, gibt es im Fachhandel.

Gruß vom Wiz

Hallo nochmal!

Duschen, Frühstücken, Presseprodukte sichten.
Bei der Ankunft im Büro musste man Bescheid wissen. Ich hasse
Hektik.

Das mag ja alles sein, und jeder Jeck ist anders. Nur kämst Du Dir nicht ein bißchen komisch vor, wenn Du Deinen nicht hektischen tagesablauf wie folgt schildern würdest?

„Morgens muss ich in aller Ruhe frühstücken, die Zeitungen lesen und das Bad putzen…“ Hältst Du das wirklich für zumutbar?

Hallo,

zuerst einmal zur Richtigstellung: Ich bin natürlich von einem Bad ausgegangen, wo der Mieter das Fenster öffnen kann, also umherschwebendes Wasser relativ einfach zu entfernen ist.

Selbstverständlich - wnen es eine Innenbelüftung gibt - ohne dass ein Fenster geöffnet werden kann, also auch herumfliessendes Wasser nicht richtig verdunstet, ist niemand zumutbar, jeden Tag das Wasser zu entfernen. Trotzdem geh ich auch hier davon aus, dass jemand, der duscht, auch die Duschwände trocknet / abtrocknet damit sich kein Kalk ansetzt. Lösung ganz einfach. Man steht 30-45 Minuten früher auf.

Gruss Günter und beachte mal die Tipps, die hier gegeben wurden. Sie helfen möglicherweise.

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