Ärger mit Prozess-Hansel - wie gegen ihn vorgehen?

Hallo,

ich habe mal folgende Frage:

A ist ein Prozess-Hansel, der jeden und alles anzeigt und zu jeder Zeit und immer verklagt.

Das nervt nicht nur, sondern kostet die zur Anzeige Gebrachten und Verklagten auch immer wieder Geld, wenn diese sich beispielsweise(um sicher zu gehen) anwaltlich beraten lassen.

Gibt es irgendeine Möglichkeit gegen einen solchen Prozess-Hansel (der laienhaft gesagt „einen an der Klatsche hat“) juristisch vorzugehen?

Danke für die Informationen
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Guten Abend!

Gibt es irgendeine Möglichkeit gegen einen solchen
Prozess-Hansel (der laienhaft gesagt „einen an der Klatsche
hat“) juristisch vorzugehen?

Wozu? Leben muss man erst zeigen, wenn Post von einem Gericht/vom Staatsanwalt kommt. Bis dahin einfach ignorieren.

Gruß
Wolfgang

Hallo Herr Dreyer,
Dann ist es Ihrer Ansicht nach falsch, nach ner Klage-Androhung gleich einen Anwalt zu konsultieren?
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Hallo S-o

Klage Androhung ist noch keine Klageerhebung, und das wäre noch keine Stattgebung der Klage.
Wolfgang hat völlig Recht, Totstellen, bis der Staatsanwalt sich meldet.
Dann aber hart zuschlagen mit den Beweisen die man ja dank Vorwarnung gesammelt hat.

Diese Leute sind eine Plage, aber es ist ihnen nicht leicht beizukommen.
Nichtmal das planmäßige Lächerlich machen hilft hier, die sind Erkenntnis resistent.

Gruß
Rochus

Hallo,

Danke erst mal für die Antworten.

Spinnen wir die Sache weiter: Falls ein Gericht erkennt, dass einer sie nur „beschäftigen“ will, hat dann das Gericht eine Möglichkeit, dem „Streithansel“ das zu unterbinden?

Danke
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Hallo Herr Dreyer,
Dann ist es Ihrer Ansicht nach falsch, nach ner
Klage-Androhung gleich einen Anwalt zu konsultieren?

Woran erkennt man, dass jemand keine Anzeige erstatten wird und sich nicht anwaltlich beraten ließ?

Daran, dass er androht, eine Anzeige zu erstatten.
Daran, dass er behauptet, dies hätte sein Anwalt ihm geraten.

Man nehme entsprechende Ankündigungen wohlwollend belustigt zur Kenntniss, sichere aber dennoch Beweise, hefte die Briefe ab und wartet dann ab, ob was kommt.

Solche Leute ignoriert man am besten.

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Hallo S-O

Jede Klagesache wird vom zuständigen gericht auf Wahrscheinlichkeit, Durchführbarkeit usw. geprüft, wenn diese Prüfung negativ ausfällt, wird der Klage nicht stattgegeben.

Ist die Klage aber gut verpackt, führt auch die Erkenntnis, einen Streithansel zu bedienen, hier nicht weiter.

Solange eine Sachstands Vermutung besteht, muss das Verfahren eröffnet werden.

Die Situation kann noch „verschlimmbessert“ werden, wenn die Vermutung naheliegt, dass die Richter, von der Person genervt, als befangen betrachtet werden.

Gruß
Rochus

Hallo xstrom,
ich verstehe Ihre Argumentation. Ich mache das genau so!

Es gibt aber auch „rechtschaffene Leute“, die noch nie was mit einem Gericht zu tun hatten. Wenn solche Leute von einem Streithansel einen „Drohbrief“ bekommen, in dem von 500.000 Euro Streitwert die Rede ist, dann sind diese Leute erst mal geschockt, weil dann (im Falle dass es zu einem Prozess käme und sie verlören) das „Häuschen“ dran glauben müsste. Sie gehen also verschreckt zum Anwalt und der schreibt dann an den „Drohenden“ einen Brief, was die „Bedrohten“ dann aufgrund des offensichtlich hohen Streitwerts dann gleich mal 1000 Euro oder mehr kostet.

Hat in dem Fall der Anwalt die „Bedrohten“ gelinkt, weil er ihnen nicht sagte, dass sie den „Drohbrief“ zunächst einfach mal „zu den Akten legen“ sollen?

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Hallo s-o

Da ist doch noch was:

Hat in dem Fall der Anwalt die „Bedrohten“ gelinkt, weil er ihnen nicht
sagte, dass sie den „Drohbrief“ zunächst einfach mal „zu den Akten
legen“ sollen?

  1. Der Anwalt hat seinen Job gemacht.
  2. Er hat ihn vermutlich regelkonform gemacht
  3. Er hat ihn gemacht, weil auch er nicht in den Anderen hineinschauen kann.
  4. Wenn er das entscheiden könnte/dürfte, wozu brauchen wir Gerichte
  5. der Anwalt muss auch Geld verdienen, sowas gehört zunächst zu den leichteren Fällen
    Würdest du dir die Verantwortung ans Bein binden, einen falschen Rat gegeben zu haben?

Du weisst doch das mit dem Leben und dem Ponyhof…

Rochus

Totstellen, bis der Staatsanwalt
sich meldet.

was hat der denn damit zu tun?

Jede Klagesache wird vom zuständigen gericht auf
Wahrscheinlichkeit, Durchführbarkeit usw. geprüft, wenn diese
Prüfung negativ ausfällt, wird der Klage nicht stattgegeben.

wovon redest du eigentlich?

Hallo,

A ist ein Prozess-Hansel, der jeden und alles anzeigt und zu
jeder Zeit und immer verklagt.

Tatsächlich anzeigt?
Hat sich denn schon mal die Polizei oder der Staatsanwalt gemeldet und wie sind diese Anzeigen ausgegangen?

Wie sind denn die Klagen ausgegangen? Wurde man verurteilt?
Wegen was? Zu was wurde man verurteilt?

Ist das bisher alles nur „Schaum“ und kein „Bier“ gewesen, könnte man evtl. den Prozesshansel mit einer Unterlassungserklärung ruhig stellen.
Falls der StA alles eingestellt hat, könnte man seinerseits evtl. wegen falscher Anschuldigung kontern.
Deswegen sollte man schon einmal einen RA um Rat fragen.

Gruß:
Manni

Falls ein Gericht erkennt, dass
einer sie nur „beschäftigen“ will, hat dann das Gericht eine
Möglichkeit, dem „Streithansel“ das zu unterbinden?

Das wäre schön, aber: nein.

Es gibt jedoch manche, die beim Betreuungsgricht anregen, eine Betreuung für rechtliche Angelegenheiten einzurichten. Die soll dann aber nicht andere, sondern nur ihn schützen und das prüft das Gericht dann völlig selbständig.

Gruß
Dea

Wenn solche Leute von einem
Streithansel einen „Drohbrief“ bekommen, in dem von 500.000
Euro Streitwert die Rede ist,

Das kommt darauf an, was da genau drin steht. Wenn jemand behauptet, gegen jemanden anderen einen Anspruch zu haben, kann der andere negative Feststellungsklage hierauf erheben.

Allerdings fürchte ich, dass hier die vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten nicht ersetzbar sind (ohne das genauer geprüft zu haben).

Gruß
Dea

Du schreibst „Deswegen sollte man schon einmal einen RA um Rat fragen.“

Und obwohl es nie zu einem Prozess kam, kostet aber genau das (Anwalt um Rat fragen) ein Schweine-Geld. Jede überzogene Androhung von Seiten des „Prozesshansels“ schlug beim Anwalt mit etwa 1000 € zu Buche. Auf Dauer läppert sich das!

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Hallo,

Du schreibst „Deswegen sollte man schon einmal einen RA um Rat
fragen.“

Das ist eine verhältnismässige unklare Formulierung. Bei jedem Handwerker ist bekannt, daß es auf klare Aufträge ankommt, wenn es kein böses Erwachen geben soll.

Und obwohl es nie zu einem Prozess kam, kostet aber genau das
(Anwalt um Rat fragen) ein Schweine-Geld. Jede überzogene
Androhung von Seiten des „Prozesshansels“ schlug beim Anwalt
mit etwa 1000 € zu Buche. Auf Dauer läppert sich das!

Was genau hat der Anwalt dafür gemacht?
Was genau war seine Aufgabe?
Warum wurde „mehrmals“ so gehandelt (obwohl mindestens bei zweiten Mal klar war, wieviel es kostet?

Gruß
Jörg Zabel

Hallo,

Und obwohl es nie zu einem Prozess kam, kostet aber genau das
(Anwalt um Rat fragen) ein Schweine-Geld. Jede überzogene
Androhung von Seiten des „Prozesshansels“ schlug beim Anwalt
mit etwa 1000 € zu Buche. Auf Dauer läppert sich das!

Dann hat man sich in’s Bockshorn jagen lassen Wenn es nie zu einer Klage und auch nie zu einer Anzeige kam, waren das ja alles leere Drohungen.
Also künftig ignorieren.

Gruß:
Manni