Hallo, frohes Neues!
Habe eine Frage an die Ärzte hier im Forum bin halt unwissend…
Der PC in eurer Praxis, ist das ein stinknormaler PC wie auch wir ihn benutzen oder ein spezial Teil, welches man nur über spezial Firmen erhält? Und die Software, bekommt ein Arzt die gestellt, oder muss er die käuflich bei einer bestimmten Firma erwerben?
Danke und liebe Grüße
C.
PS Bitte um Entschuldigung, das es keine direkt medizinische Frage ist.
Der PC in eurer Praxis, ist das ein stinknormaler PC wie auch
wir ihn benutzen
(Kein Arzt, aber PC-Freak):
Ja, das sind normale windows-PCs.
Bei den OP-Räumen sieht es anders aus. Die sind völlig abgeschottet und steril.
Und die Software, bekommt ein Arzt die
gestellt, oder muss er die käuflich bei einer bestimmten Firma
erwerben?
In Deutschland wird die Situation wieder eine andere sein. Hier hat man die freie Wahl, muss aber die Daten in einem bestimmtes Format abliefern (Finanzen, nicht Krankengeschichte). Gibt einige Hersteller die das hinbekommen.
hhmm. ja gut, aber zumindest die Tastatur muss die Karte doch
lesen können… an meiner ist kein Schlitz.
Ich hab in meiner Praxis einen Laptop stehen, der nur für die Patientenkartei da ist. Die Internet-Verbindungs-Karte hab ich extra rausgezoegen und weggepackt, damit mir keine Viren reinschwirren.
Dann hab ich ein Lesegerät, in welches die Patienten-Chip-Karte reinkommt. Dieses Lesegerät ist verbunden mit dem laptop. Der laptop hat ne Patienten-Kartei-software (eine von vielen, für die man sich entscheiden kann).
Meine e-mails und www-Postings hier mache ich von einem anderen laptop aus einem anderen Raum im Haus.
Gruß,
Branden
Du musst unterscheiden zwischen PCs für Verwaltungsaufgaben und PCs in Verbindung mit medizinischen Geräten. Alle arbeiten grundsätzlich mit Standard PC-Technik. Für Verwaltungsaufgaben wird dann maximal noch etwas Spezialperiperie wie z.B. ein Kartenleser bzw. eine Tastatur mit eingebautem Kartenleser angeschlossen. Aber auch diese sind Standardprodukte die man bei jedem etwas besser sortierten PC-Laden zumindest bestellen kann.
Beim Anschluss an medizinische Geräte sieht es so aus, dass da ggf. spezielle Schnittstellenkarten benötigt werden, die nur vom Gerätehersteller selbst vertrieben werden. Früher wurden dann gerne auch mal spezielle Betriebssysteme verwendet. Inzwischen arbeitet man aber eigentlich nur noch mit Windows NT, 2000, XP oder UNIX bzw. teilweise auch Mac OS. Beim Einsatz in sterilen Bereichen kommen zudem ggf. spezielle Gehäuse und Tastaturen/Mäuse zum Einsatz, die sich leicht sterilisieren lassen und nicht so empfindlich auf den ein oder anderen Blutstropfen reagieren. Aber auch diese Dinge bekommt man als Standardware im besser sortierten Handel. Ich selbst habe allerdings auch mal vor Jahren in einer Praxis mit Tagesklinik einen ganz normalen PC in einem OP installiert. Der wurde dann aber nur genutzt, wenn in dem Raum lediglich einfache Untersuchungen durchgeführt wurden.
Für die Verwaltung von Praxen gibt es natürlich verschiedene Branchenlösungen, die die Abrechnung ggüber den Kassen und Privatversicherungen abdecken, Termin- und Urlaubsplanung beherrschen, Medikamentendatenbanken beinhalten, … Bei Interesse an dem Thema würde ich mir z.B. mal die Seiten von MediStar ansehen.
Ein ernstes Problem sprichst Du mit der Frage an, wer die Ausstattung der Praxen mit EDV bezahlt. Hier gibt es immer wieder Versuche von Seiten der Pharmaindustrie durch massives Sponsoring bestimmte „customized“ Versionen von Software in die Praxen zu bringen, die dann z.B. bei der Medikamentendatenbank die Produkte des eigenen Hauses entsprechend in den Vordergrund stellen.
Gruß vom Wiz
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hhmm. ja gut, aber zumindest die Tastatur muss die Karte doch
lesen können… an meiner ist kein Schlitz.
Hi,
deine hat das vielleicht nicht, aber es gibt Tastaturen mit Chipkartenleser. Die sind aber nicht speziell für Aztpraxen entwickelt worden Es gibt die unterschiedlichsten Einsatzgebiete. In unserer Firma hat z.B. jede Tastatur so einen Schlitz (Chipkartenleser), da sich die Anwender damit an ihrem PC anmelden. Deine Tastatur hat sowas nicht, da du es nicht brauchst Du könntest dir so eine kaufen, aber wozu.
Hallo
Mein Vorschlag ist folgender:
Es gibt bestimmte Bauteile, das sind die Lüfter und die Uhrbatterie, welche schon mal gereinigt oder ausgetauscht werden müssen.
Diese Bauteile sollten so sein, das sie selbst gewartet oder ausgetauscht werden können, bzw. wartungsfrei sind.
Ich sehe nämlich schon den Doktor mit seinem PC voll mit sensiblen Daten zur Werkstatt rennen.
Ich sehe nämlich schon den Doktor mit seinem PC voll mit
sensiblen Daten zur Werkstatt rennen.
Da hast Du allerdings wirklich auf einen „wunden Punkt“ aufmerksam gemacht! Hier wird der „gläserne Patient“ wieder einmal noch transparenter gemacht.
Gruß,
Branden
danke für Deine guten Wünsche für 2006!
Zu Deiner Frage:Ärzte müssen im Moment noch keinen Rechner für die Abrechnung benutzen, wird aber in Kürze verpflichtend.
Jeder Arzt/Ärztin kann sich einen x-beliebigen Rechner in seinen Schuppen stellen, die Software kann er/sie sich von jedem Software-Spezialisten kaufen, der zertifiziert ist und von der kassenärztlichen Vereinigung zugelassen ist. Die Soft- und Hardware ist kostenpflichtig, alledings gibt es Subventionen, wenn man eine Software z.B. mit Reklame eines Arzneimittelherstellers aufspielt. Das Verordnungsverhalten darf(sollte) aber durch die Reklame nicht
beeinflusst werden…
Sie Softwarehersteller unterliegen ebenfalls der ärztliche Schweigepflicht, aber „Shit happens“, deshalb Vorsicht!
Geholfen?
Gruß synapse
Danke und Anmerkung!
Danke für die vielen Antworten!
Manch einer hat sich bestimmt gefragt, warum ich dies wissen wollte, Hintergrund ist, dass es ab nächsten Quartal wohl Pflicht wird, einen Rechner zu nutzen.
Wir haben im Bekanntenkreis einen Arzt, der noch nach altem Stil seine Abrechnungen gemacht hat und bisher auch gut gefahren ist damit. Nun kam er wegen der neuen Verordnung auf uns zu, da er sich damit absolut nicht auskennt, absoluter DAU.
Dank eurer Hilfe können wir ihm nun „unser“ Wissen weitergeben und beim Kauf beraten und alles einrichten.
Mit der Software tun wir uns jetzt etwas schwer, da es da enorme Schwankungen im Preisniveau gibt. Ich weiss das Werbung nicht erlaubt ist hier bei www, aber könnte mir (vielleicht über Email?) Jemand evtl. zu einer Software raten oder gar abraten? Es sollte eine Narrensichere sein
Danke und liebe Grüße
Caschmi
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sei mir nicht böse, aber euer bekannter Arzt sollte lieber eine professionelle Firma beautragen, die sich auf die Vernetzung von Artzpraxen spezialisiert hat. Bei diesen sensiblen Daten ist es viel zu riskant sowas von Leuten einrichten zu lassen, die nicht wirklich viel Ahnung haben. Und leider musste ich bei deiner Ausgangsfrage den Eindruck gewinnen, dass du von der Materie nicht wirklich Ahnung ist. Deswegen frage ich mich, wer mit dem „wir“ gemeint ist.
Zitat:
„Dank eurer Hilfe können wir ihm nun „unser“ Wissen weitergeben
und beim Kauf beraten und alles einrichten.“
Gruß
Phoebe
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hi Caschmi,
der Mercedes, was Service und Leistung angeht, ist die Firma „Medistar“ aus Hannover. Immer gilt, wie im normalen Leben auch: je mehr Service, desto mehr Kohle ist fällig. Meine Erfahrungen (seit 17 Jahren) sind gut. Aber andere Mütter haben auch schöne Töchter…
Gruß synapse