Ärzte verschweigen genauere Diagnose

Hallo,

vielleicht ist jemand dabei, der mir evtl. weiterhelfen kann. Ich weiß, dass so eine Ferndiagnose auch nicht 100%ig ist, aber einen Versuch ist es wert.

Vor etwa 1 1/2 Wochen ist mein Opa ins Krankenhauseingeliefert worden. Unsere Hausärztin hatte den Verdacht, dass es ein Leistenbruch ist. Sie war sich aufgrund ihrer Tastuntersuchung sehr sicher.

Nach den ersten Untersuchungen im Krankenhaus hieß es, es sei Verschleiß im Hüftgelenk, dann angeblich Athrose. Die nächste „Diagnose“ war dann, dass es vermutlich doch ein Leistenbruch ist. Dann plötzlich ein Bandscheibenvorfall.

Nach einer Woche ging es meinem Opa sehr schlecht, hatte nur noch Schmerzen und die Ärzte wussten nicht, was zu tun ist. Außer irgendwelche Untersuchungen zu machen. Wie z. B. eine Punktion der schmerzenden Stelle, wobei eine rötliche Flüssigkeit entnommen wurde (ich vermute ein Gemisch aus Blut und Eiter).

Nach 8 Tagen wurde er dann endlich operiert, weil sich eine Entzündung an der Stelle gebildet hatte und die Gefahr einer Blutvergiftung bestand. Später haben wir noch erfahren, dass er kurz vor einem Nierenversagen stand.

Meine Frage nun, da die Ärzte ihm nichts sagen wollen: War es ein Leistenbruch, wie unsere Hausärztin diagnostizierte oder doch etwas anderes?

Danke schon einmal im Voraus!

Hallo!

Wenn ein Arzt dort im Krankenhaus dem Patienten nicht sagen will,
was Untersuchungsergebnisse ergeben haben oder was für eine Erkrankung anscheinend bestand, dann ist das keine medizinische Frage.
Patienten haben in Deutschland ein informationelles Selbstbestimmungsrecht.
Das weiß auch jeder Arzt. Sich dagegen zu sträuben ist rechtswidrig.
Sagt das doch mal bei dem nächsten Besuch zu dem Assistenzarzt.
Und sagt auch gleich, dass ihr euch sonst unverzüglich beim zuständigen Oberarzt und ärztlichen Direktor (Chefarzt) beschwert.
Der Patient hat das Recht, in die Patientenakten Einblick zu haben (und sicherlich auch, dass man ihm dazu ein paar Worte sagt).

Viele Grüße,
Stefan

Hallo Bulletgirl! Der behandelnde Arzt unterrichtet den Patienten, also hier Opa. Dieser könnte sagen, unterrichten Sie meine Enkelin über meine Diagnose. Wenn gar nichts „hilft“, bittet man die Hausärztin um Rat. Kein „schweres Geschütz“, Höflichkeit ist angesagt…L.G.Erika

ja, das kann so nicht gesagt werden was dein opa hat, ob nun leistenbruch oder lymphknotenschwellung oder…aber die art und weise der vorgehensweise läßt zu wünschen übrig. es soll dich nicht trösten, aber es ist kein einzelfall, was stefan geschrieben hat kann ich nur bestärken und du musst penetrant fragen, es wird dir keiner freiwillig etwas sagen. egal was es ist.fragen, fragen…gruß konstanze