Etwas schon an Jahren, lerne ich Ärzte besser kennen, weil ich sie zumeist nicht nur einmal sehe. Es gibt bessere und weniger gute oder besser oder weniger gut zu mir passende, come sempre.
Ich wüßte auch manches kritische zu sagen, wobei der Mangel an Fachkenntnis nur selten das Problem ist, sondern ich bei medizinischem und pflegerischen Personal wiederholt auf überforderte Psychotiker und auch auf Kleinkriminelle gestoßen bin.
Nun gibt es im Netz Bewertungsportale, eines habe ich vergessen, mein Zahnarzt hat „Jameda“ empfohlen. In beiden habe ich geschrieben, ausgewogen wie mir schien, aber auch mit vorsichtig und zurückgenommener Schilderung meiner weniger guten Eindrücke. Dabei fiel mir auf, daß die Moderatorinnen dieser Portale die Ärzte vor Schmähkritik schützen, was ja notwendig ist, die Meßlatte für Schmähkritik aber recht tief anlegen.
Nimmt man die Schulnotenskala, so ist eine Bewertung mit „sehr gut“ vorherrschend, „gut“ ist selten, und „befriedigend“ bis „ungenügend“ wird nicht zur Veröffentlichung freigeschaltet.
Die Stiftung Warentest kennt jeder, aber nun meine Frage: ist es ungehörig, Ärzte zu kritisieren, oder sind vielleicht alle Ärzte die besten, nur die paar nicht, an die ich leider geraten bin?
Hi
Ich habe von diesem Bewertungsportal gehört , nutze es aber nicht .
Als ich vor rund 5 Jahren hier in die Gegend gezogen bin , habe ich einen Hausarzt gesucht .
erst der 6te Hausarzt erschien mir kompetent .
Also wenn ich diese 6 Hausärzte Bewerten sollte , bekäme der eine eine glatte 6 , einer eine 4 , 2 weitere eine 3 bis 4 , den ich jetzt habe , der aber angekündigt hat , das er in den nächsten Jahren seine Praxis schliest ( er ist 61 Jahre ) der bekäme ein „Gut“ und bei dem neuen , bzw den der meine Partnerin gefunden hat , bei den ich wahrscheinlich dann wechseln würde , der erscheint auch ein Gut zu verdienen.
der Arzt der die glatte 6 bekäme , der hat es fertig gebracht Akten und Untersuchungsberichte einer Spezialklinik zu zerreissen und zu sagen : was wissen die dann …
und im nachhinein stellte ich fest , das er ein Medikament zu 150% Übermedikamentiert hatte , das komische Magenprobleme von dieser Übermedikamentierung kamen , das ging dann auch so an meine Krankenkasse … aber er praktiziert immer noch obwohl ich ihn als eine Gefahr für die Menscheit ansehe .
Toni
Von der Kompetenz her sind die meisten Ärzte eigentlich gut.
Es gibt unter den Ärzten aber auch einige Soziopathen.
Ich weiß nicht wie es bei Ihnen ist, aber bei uns gibt es im Internet gleich, wenn man den Namen des Arztes eingibt, eine Seite mit Bewertungsmöglichkeiten für Ärzte. Da viele das nicht machen und ein paar Leute nur einmal bewertet haben, gibts mitunter falsch negative Bewertungen für Ärzte, die sich eigentlich sowieso recht adäquat verhalten.
Wir waren lange bei einem Kinderarzt, Gott hab´ ihn selig, der konnte die U2 bis 9- Untersuchungen und konnte Impfungen durchführen, d.h. das richtige Serum anhand der Packungsaufschrift auswählen und so injizieren, daß die Stichwunde nicht eiterte.
Ist das Kind aber krank, sagte er immer, dann soll man doch bitte zu einem richtigen Arzt.
Wenig Fachkompetenz, aber ich würde das in der Gesamtbewertung gar nicht so übel einstufen.
Auch ein redlicher Hausarzt mag mit einer komplizierteren Erkrankung überfordert sein, aber wenn der dann noch ein arroganter Schnösel ist, gar z.B. komische Sachen raucht oder übergriffig wird, dann kann ich, so leid es mir tut, die Note „gut“ nicht mehr vergeben.
Hi
So kompliziert war die Sache nicht .
nur simpler blöder hoher Blutdruck .
Nach rund einem Jahr ausprobieren von diversen Medikamenten , verschiedenen Dosisen hatte ich die Schnauze voll und lies mich in einer Spezialklinik untersuchen.
Die stellten eindeutig fest ; Ursache : Jodmangel , eventuell Schilddrüsenproblem
Die Klinik riet zu Jod Präparaten und ein anderes Blutdruckmedikament .
Diesen Untersuchungsbericht zerriss er und ich hatte ihn danach kurzfristig über dem Tisch am Hemdkragen .
Ich lies dann aber sofort los , wechselte den Arzt , forderte ein Dublikat an , die Klinik hatte recht .
mir geht es inzwischen bestens
Toni
dieser Hausarzt hat sogar zusätzlich Internist auf seinem Schild an der Haustüre stehen
Gut das mit dem gesenkten Blutdruck, an den Du Dich gut gewöhnt hast.
Ich kenne drei Ärzte, die nach erfolgreicher Approbation nur ganz kurz oder nicht praktiziert haben, weil sie z.B. „kranke Menschen nicht mögen“. Dabei ist doch das Medizinstudium wahrlich kein Selbstläufer!
Allerdings hat mir noch kein Arzt von übergriffigen Patienten erzählt, während ich selbst durchaus Übergriffe von Ärzten und Pflegepersonal beobachtet und erlebt habe.
Hi
Bei Bewertungen lege ich sowieso keinen Wert auf Schulnotenbewertungen. Dazu sind die Gründe dafür viel zu verschieden, sie sagen eigentlich nichts aus.
Viel wichtiger sind mir geschriebene Reviews, wo mir andere Patienten mitteilen wie der Arzt nun wirklich war, ob sie mit der Medikamentenauswahl nicht zufrieden waren, der Arzt ein richtiger Verbrecher ist, Frauen angrabscht, oder ob ihnen einfach nur die Praxis nicht schön genug ist.
Mein mom. Gastroenterologe hatte eine mittel- bis unterdurchschnittliche Bewertung. Die Behandlungsbewertungen waren alle gut, was war das Problem?
Die Praxis sieht aus wie aus den 60ern (moderne Geräte sieht man erst im Behandlungszimmer) und die Telefondame ist manchmal etwas sehr verpeilt. Aber der Arzt ist gut, denkt über Medikamentierungen auch richtig nach und führt schonende Eingriffe durch. Das er die Chance wert ist, erkannte man an den Reviews aber nicht an der Bewertung.
Auch schlechtere Bewertungen halten jemanden vielleicht nicht vom Versuch ab, wenn dagegen deutlich drin steht, dass es Übergriffe gab, würde mich das mehr abhalten, sowas muss ich nicht nochmal haben.
lg
Kate
Mein Thema ist eigentlich, daß nur Bewertungen im Bereich von „sehr gut“ bis schlimmstenfalls „gut“ überhaupt freigeschaltet werden, wobei ich durchaus ausformulierte Textnachrichten einschließe.
Kritik an inadäquatem Verhalten wird unterdrückt.
Aber damit wiederhole ich nur mein Ursprungsposting.
Hallo,
das mit den Bewertungen ist so eine Sache.
Du kannst kaum einen Artikel Online kaufen ohne dass Du aufgefortert wirst eine Bewertung abzugeben (positiv, versteht sich). Es läuft auch meistens positiv ab: gekauft, bezahlt, geliefert. Ist es schön wird es behalten und läuft es schief, kommt es auf die Handhabung danach an (nur wird dann selten aufgefortert eine Bewertung abzugeben).
Aufgefortert wird, weil kaum einer eine positive Bewertung macht.
Hinzu kommen die ganzen gekauften Bewertungen - da wird von der Firma ein gewisser Betrag überwiesen, wenn man eine positive Bewertung abgibt und am besten noch mehr Leute dazu motiviert Bewertungen abzugeben.
Beschweren können sich viele und wenn es mal gut ist, dann ist es gut - wozu soll man da noch was sagen? Das ist eine Grundhaltung und deswegen kann man Bewertungen durchaus kritisch betrachten, denn sie haben eine Tendenz zum Negativen, sofern sie aus Eigeninitiative erfolgen.
Wenn Du aber schreibst, dass schlechte Noten nicht freigegeben werden, dann ist es Zensur und da würde ich dort bei den Machern direkt darauf ansprechen.
Viele Grüße
Etwas schon an Jahren, lerne ich Ärzte besser kennen, weil ich
sie zumeist nicht nur einmal sehe. Es gibt bessere und weniger
gute oder besser oder weniger gut zu mir passende, come
sempre.
Eigentlich hast du damit bereits das Wesentliche gesagt: es gibt bessere und weniger gute - das könnte man als einigermaßen objektiven Teil verstehen - und es gibt besser oder weniger gut zu dir passende, das ist der subjektive Teil. Schon dadurch, dass es beide Teile gibt, müsste eigentlich klar sein, dass ein Bewertungsportal höchst schwierig ist. Kommt dann noch hinzu, dass selbst im vermeintlich objektiven Teil auch schon einiges steckt, was sehr subjektiv aufgenommen wird.
Ich wüßte auch manches kritische zu sagen, wobei der Mangel an
Fachkenntnis nur selten das Problem ist, sondern ich bei
medizinischem und pflegerischen Personal wiederholt auf
überforderte Psychotiker und auch auf Kleinkriminelle gestoßen
bin.
Für dein letzten Teil gibt es die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung. Beide haben durchaus ein Interesse daran, zu erfahren, wenn Ärzte sich nicht „standesgemäß“ verhalten. Man sollte diese Institutionen als Patient nutzen. Vielleicht hilft eine einzelne Beschwerde nicht. Aber spätestens, wenn sich mehrere über den gleichen Arzt beschweren, kann das für den schon mal unangenehm werden.
Nun gibt es im Netz Bewertungsportale, eines habe ich
vergessen, mein Zahnarzt hat „Jameda“ empfohlen. In beiden
habe ich geschrieben, ausgewogen wie mir schien, aber auch mit
vorsichtig und zurückgenommener Schilderung meiner weniger
guten Eindrücke. Dabei fiel mir auf, daß die Moderatorinnen
dieser Portale die Ärzte vor Schmähkritik schützen, was ja
notwendig ist, die Meßlatte für Schmähkritik aber recht tief
anlegen.
Nimmt man die Schulnotenskala, so ist eine Bewertung mit „sehr
gut“ vorherrschend, „gut“ ist selten, und „befriedigend“ bis
„ungenügend“ wird nicht zur Veröffentlichung freigeschaltet.
Das stimmt nicht! Wenn du mal hier auf der Seite (wahllos für Augenärzte München, du kannst auch nach Orthopäden in Hamburg oder Kinderärzten in Köln gucken) guckst, linke Spalte recht weit unten
http://tinyurl.com/6w2jvxu
Note 1 - 39
Note 2 - 5
Note 3 - 4
Note 4 - 3
Note 5 - 3
Note 6 - 2
Es sind also auch Werte mit 4 und schlechter dabei. Was übrigens ein Vorurteil widerlegt, was viele haben: Die Menschen beurteilen NICHT per se schlecht bzw. es bewerten eben nicht jene, die unzufrieden sind. Das betrifft zumindest Ärzte. Tendenziell kommen die in der Bewertung im Vergleich zu anderen Berufsgruppen gut weg. Das liegt vor allem daran, dass man als Patient die eigentliche ärztliche Leistung nur schwer einschätzen kann.
Am Besten für die Arztwahl dürften immer noch persönliche Empfehlungen sein, bei denen man auch nachfragen kann, warum jemand einen Arzt gut findet. Einen für gut befundenen Arzt im Gespräch danach fragen, hilft auch. Wobei man auch hier nachfragen sollte, warum. Abgesehen davon, dass das qualitativ bessere Antworten gibt, ist es so auch konform mit der Berufsordnung.
Von der Kompetenz her sind die meisten Ärzte eigentlich gut.
Ach was.
Es gibt unter den Ärzten aber auch einige Soziopathen.
Verstehe ich dich richtig: Du unterteilst in die große Gruppe der „eigentlich guten“ Ärzte auf der einen und einige Soziopathen auf der anderen Seite? Und sonst gibt es da nix?
Nein, was ich gemeint habe ist (kurz gefasst):
Eigentlich gibts auch Portale, wo auch negative Bewertungen angezeigt werden. Man sollte aber genau hinsehen und schauen wie viele diese Bewertung abgegeben haben.
Warum soll es nicht solche dazwischen geben?
Ich verstehe Ihre Frage nicht.
Interesse daran, zu erfahren, wenn Ärzte sich nicht
„standesgemäß“ verhalten. Man sollte diese Institutionen als
Patient nutzen. Vielleicht hilft eine einzelne Beschwerde
Da gibt es aber doch eine Hemmschwelle, die verhindert, daß man sich höheren Ortes beschwert. Denn da wird eine Beschwerde entweder ignoriert, oder es wird bei mir nachgefragt, was mir möglicherweise peinlich ist, und ich habe keine Beweise.
Es sind also auch Werte mit 4 und schlechter dabei. Was
Meiner bisherigen (keineswegs umfassenden) Beobachtung nach zumeist aber auch gleich wieder gelöscht.
anderen Berufsgruppen gut weg. Das liegt vor allem daran, dass
man als Patient die eigentliche ärztliche Leistung nur schwer
einschätzen kann.
Richtig. Man neigt dazu, bei der Beurteilung der Krankenhäuser die Küche übermäßig zu gewichten…
bessere Antworten gibt, ist es so auch konform mit der
Berufsordnung.
Wiederum, das ist nicht so einfach. Z.B. ich brauche eine schwere Operation, soll ich rumfragen, in welcher Klinik am wenigsten geklaut wird?
Gruß
Hans Ode
Da gibt es aber doch eine Hemmschwelle, die verhindert, daß
man sich höheren Ortes beschwert.
Die Hemmschwelle muss man schon überwinden, wenn man möchte, dass sich etwas ändert. So viel Verantwortung hat man sich selbst, aber auch anderen gegenüber.
Denn da wird eine Beschwerde entweder ignoriert, oder es wird bei mir nachgefragt, was mir möglicherweise peinlich ist, und ich habe keine Beweise.
Weder noch. Es kann passieren, das habe ich schon geschrieben, dass nicht bei der ersten Beschwerde sofort reagiert wird. Es gibt aber einen Unterschied zwischen reagieren und ignorieren. Registriert wird die Beschwerde in jedem Fall. Laufen mehrere, gar gleichartige Beschwerden auf, dann wird sicherlich reagiert.
Mit einer Beschwerde wird also möglicherweise, im Wiederholungsfall sicher reagiert. Ohne Beschwerde wird sicher nicht reagiert.
Was die Beweise und evt. Rückfragen angeht: Genau das passiert in aller Regel nicht. Aus Datenschutzgründen erfährt man als Beschwerdesteller auch nicht, was aus der Beschwerde geworden ist. Man bekommt in der Regel eine Eingangsbestätigung und das wars.
Man kann so etwas auch (erst einmal) telefonisch machen. Siehe bspw. hier:
http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=2.5511…
bessere Antworten gibt, ist es so auch konform mit der
Berufsordnung.Wiederum, das ist nicht so einfach. Z.B. ich brauche eine
schwere Operation, soll ich rumfragen, in welcher Klinik am
wenigsten geklaut wird?
Mal blöd gefragt: Ist bei einer schweren Operation die Umstand, ob wo geklaut wird, dein wichtigstes Kriterium?
Wenn du das mit „Kleinkriminalität“ gemeint hast… Geklaut wird potenziell in jedem Krankenhaus, besonders da, wo Patienten nicht bettlägerig und daher häufig die Zimmer leer sind. Gelegenheit macht Diebe. Es gibt sicherlich auch ab und an Mitarbeiter, welche diese Gelegenheit „nutzen“. Meist sind es aber Mitpatienten bzw. noch eher Externe. Jedes Krankenhaus weist auf die Problematik hin und bietet auch ausreichend Lösungen, damit umzugehen. Man bewahrt seine Brieftasche nicht im Nachttisch oder unter dem Kopfkissen auf.
Dafür gibt es Schließfächer, größere Beträge und Wertgegenstände gehören möglichst eh nicht ins Krankenhaus und was sich nicht vermeiden lässt, kann man immer noch bei der Verwaltung abgeben. Lösungen für diese Problematik zu finden, gehört weit gehend in die Rubrik Selbstverantwortung.
Was die Beweise und evt. Rückfragen angeht: Genau das passiert
in aller Regel nicht. Aus Datenschutzgründen erfährt man als
Dankeschön für diese Info. Wenn Du so sagst, dann schreibe ich vielleicht doch an die Ärztekammer. Die signifikantesten Fälle, die ich erlebte, waren durchaus signifikant, und wenn es so war, wie ich erzähle, dann kann nur das Klinikpersonal schuld sein.
Mal blöd gefragt: Ist bei einer schweren Operation die
Umstand, ob wo geklaut wird, dein wichtigstes Kriterium?
Nein, das war eine rhetorische Figur, gemünzt auf einen der prominenten Autoren dieses Forums. Er hat sich vor Jahren mit der Arzt-Patient-Beziehung auseinandergesetzt und diese als herrschaftsfreie Geschäftsbeziehung dargestellt (er ist nach langer Pause wieder aktiv und liest das hier hoffentlich). Diese Beziehung kann leider dadurch gekennzeichnet sein, daß der eine Partner, der Patient unter der Folter liegt, und der andere nicht.
Als Patient, der Rettung braucht, habe ich nun mal eingeschränkte Handlungsfreiheit und kann solche Fragen wie ob das Personal klaut eben gerade nicht stellen.
Verwaltung abgeben.
Genau, und wenn die das dann irgendwie verliert? Ist mir mehr als einmal passiert. Man hat mir keine Quittung gegeben, also habe ich keine Beweise. Mein Zustand war so, daß ich eben nicht die Quittung nachdrücklich verlangen konnte.
Gruß
Hans Ode