es gibt keine Rechnung, nur den Beleg von meiner Bezahlung mit
der EC-Karte, als ich unterschrieben habe, stand unter dem
30,-€ -Posten „Untersuchungen/Sonstige“…
Dann war dies so nicht zulässig. Ein Arzt muß, sofern nichts anderes SCHRIFTLICH vereinbart wurde, nach GOÄ abrechnen. Hintergrund ist ganz einfach, daß der Arzt nicht hinterher mit einer €1.000 Rechnung kommt, sondern der Patient einigermaßen kalkulierbare Preise hat. Der Arzt darf auch weitaus höhere Preise nehmen, muß das dann aber schriftlich vereinbaren. Von der GOÄ profitieren also Arzt und Patient gleichermaßen.
Rechnungen „werden auch nicht ausgestellt“
??? Das hat der Arzt gesagt? Oder die Schwester? Falls es der Arzt war, bewegt er sich hier standesrechtlich auf sehr dünnem Eis.
Und um weiteren Spekulationen vorzubeugen: Bei der Spritze
handelte es sich übrigens um eine Impfung mit „Gynatren“
Also eine normale ärztliche Behandlung. Es gilt die GOÄ, falls nichts anderes vereinbart. Ich kann Dir jetzt ohne nachzusehen nicht sagen, ob da dann €30 bei herauskommen. Um die €10 für das „Händeschütteln“ (Beratung, auch telefonisch) und dann die Applikation/Injektion des Mittels. Es kann sein, daß es dann zusammen ungefähr €30 werden. Aber selbst wenn Du einvernehmlich auf eine schriftliche Rechnung verzichten würdest, müßte und könnte Dir die Schwester die Zusammensetzung dieses Betrages erläutern.
Das Problem ist: Wer einen fachlich guten Arzt hat, wird sich auch so etwas gefallen lassen, wenn er bei ihm bleiben will. Habe ich früher auch so gemacht: Die Rechnungen meiner Hausärtztin waren fast jedesmal falsch, sprich zu hoch. Da sie fachlich aber super war und ich Patient bleiben wollte, habe ich geschwiegen und gezahlt.
Benni
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Hallo Branden,
Wenn denn tatsächlich eine Beratung und Untersuchung
stattfindet! Wobei ich darunter durchaus mehr verstehe ein ein
Blick und ein Satz.
Ist aber in Realität nicht unbedingt was Anderes!
Dann sehe ich die Abrechnung nicht ein! Kaum ein anderer Beruf kriegt Geld für fast nichts. Ich auch nicht!
Hände schütteln und eine freundliche Ansprache, sowie einen
Abschiedsgruß halte ich für -natürlich kostenlose-
Selbstverständlichkeit dem Patienten /Kunden /Mitmenschen
gegenüber.
Ist eine Selbstverständlichkeit, wird aber trotzdem
abgerechnet. Siehe oben.
Schlimm genug! Wobei ich das nicht dem einzelnen Arzt vorwerfe, außer denen, die es auf echt betrügerische Art maßlos übertreiben (siehe mein abgebrochene Zahn). Ich weiß wie schlecht es um viele (Tier-)Ärzte bestellt ist.
Das Gesundheitssystem, daß dazu führt, daß der freundliche Händedruck abgerechnet wird, ist ziemlich krank. Leider weiß ich nicht welches Globuli ich da verschreiben soll (obwohl ich da so einige Gedanken habe).
Gruß Steffi
Gruß Steffi
Gruß,
Branden
Hallo Steffi,
danke!
) Ich wusste nur nicht, wie ich es ausdrücken sollte.
Ich bin Physiotherapeutein und da wir, anders als die Ärzte, keinen Händedruck abrechnen können, verdienen wir so ca gegen null und kommen trotzem kaum noch zu unseren eigentlichen Arbeit.
Wir sind es schon sehr lange gewohnt zu jonglieren, um irgendwie klar zu kommen, weshalb sollte es den Ärzten anders gehen.
>>
Sehr gut!!! Ich werfe da auch nichts einzelnen Ärzten vor, eher dem System. Wäre gespannt welche Globuli Dir dazu einfallen? 
Gruß
Kathy
Hallo Branden,
na ja, ganz so viel verdienen die Ärzte bestimmt nicht mehr, da ginge es ihnen schon besser, das gebe ich zu. Bei uns sind viele
niedergelassene Ärzte selbst versichert (!!!), von daher habe ich
auch in einigen Fällen Einblick in die Einkommensteuerbescheide, und wenn ich sehe, wo die Praxen sind und um welche Fachrichtungen es sich handelt, da kann ich mich deinem Beitrag nicht anschliessen.
Sicher, ich will das nicht verallgemeinern, es gibt bestimmt Regionen
in unserem Lande wo es den niedergelassenen Ärzten wirklich
nicht so gut geht, aber so wie Du das schreibst, ist denn doch auch wieder nicht.
Gruss
Czauderna
Hallo Steffi
Kaum ein anderer Beruf
kriegt Geld für fast nichts.
Dann schau Dir mal den Notar und den Immobilienmakler an!
Wenn wir Ärzte solche Summen mit so kleinem Arbeitsaufwand erwirtschaften könnten, könnten wir uns dereinst sogar wieder ne Jolle aufm Wannsee leisten.
Gruß,
Branden
Hall Kathy
Ich bin Physiotherapeutein und da wir, anders als die Ärzte,
keinen Händedruck abrechnen können, verdienen wir so ca gegen
null
Wenn wir nach einem langen, stofflich dichten, abgeschlossenen Hochschulstudium und langer Facharztausbildung nach also dann 14 Jahren Ausbildung endlich soviel verdienen würden, wie uns zusteht, dann brauchten wir nicht massenhaft auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren.
Gruß,
Branden
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Also, da es sich nur um die Auffrischungspritze handelte, war das wirklich nur der Piks, keine Beratung vorher. Bei meiner vorherigen Frauenärztin habe ich zum Vergleich für die ersten Spritzen jeweils 10,-€ bezahlt, macht dann also das 3-fache für dieselbe Leistung…
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Hallo Branden,
Wenn wir nach einem langen, stofflich dichten, abgeschlossenen
Hochschulstudium und langer Facharztausbildung nach also dann
14 Jahren Ausbildung endlich soviel verdienen würden, wie uns
zusteht, dann brauchten wir nicht massenhaft auf die Straße zu
gehen und zu demonstrieren.
Seit wann berechtigt eine bessere Bildung dazu, sich allgemeine Höflichkeit und pauschale Blicke bezahlen zu lassen? Und das es einige wenige Berufsgruppen genauso schlecht machen ist kein Grund.
Aber das Problem liegt doch ganz wo anders.
Logisch das der Arzt das abrechnet was ihm nach Gebührenordnung möglich ist. Nicht ok ist, daß es möglich ist.
Warum geht es denn den Ärzten schlecht?
Da muß man doch differenzieren in angestellte und niedergelassene Ärzte. Erstere sind zumindest als junge Ärzte nicht in Reichtum gebadet. Das sind andere wie z.B. Ingenieure auch nicht. Das das „es geht mir gut“ nicht gleich nach der Ausbildung anfängt ist doch völlig normal und geht jedem so. Also kein besonderer Grund zu Klage.
Bei niedergelassenen Ärzten, die nicht so gut dastehen, ist doch auffällig, das es sich meist um Fachärzte im städtischen Bereich handelt, während es Landstriche gibt, in denen Ärzte Mangelware sind. Und fragt man warum das so ist, dann heißt es, dort wäre nicht genug zu verdienen. Aber warum denn? Und was ist genug? Das Volk braucht Ärzte, die mit einfachen kostengünstigen Untersuchungen (würde auch den KV-Beiträgen gut tun) den Krankheitsalltag des Volkes betreuen. Aber damit kann man weder Karriere noch Reichtum schaffen, sondern „nur“ der Arzt eines Volkes sein. Und das scheint vielen nicht genug.
Damit wird der nächste Aspekt deutlich. Nicht jeder Mediziner ist ein guter Arzt. Wobei die Definition „guter Arzt“ nicht nur von der medizinischen Seite abhängt. Es ist auch eine Frage wie gut der Arzt sich auf seine Patienten einstellen kann.
Aber nicht das ich nur auf den Ärzten rumkacken will. Sie haben auch mit vielem zu kämpfen, das sie nicht zu verantworten haben, wie z.B. die überhand nehmenden Verwaltungsaufgaben.
Ich meine die Ärzte (und viele andere studierte Berufsgruppen) sollten Abstand davon nehmen zu meinen, daß sie durch das Medizinstudium den Anspruch auf Besseres erworben haben und wieder mehr bereit sein Arzt des Volkes zu sein. (Früher sagte man mit Hochachtung Landarzt dazu.)
Die Gesetzgebung müßte den Ärzten (und anderen Berufsgruppen) wieder die Möglichkeit geben vorwiegend Arzt zu sein und nicht Verwaltungsangestellter.
Nun habe ich mich vermutlich genug in die Nesseln gesetzt.
Herzliche Grüße
Steffi
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Hallo Steffi
Ich habe ein wenig den Eindruck, wir reden aneinander vorbei.
Seit wann berechtigt eine bessere Bildung dazu, sich
allgemeine Höflichkeit und pauschale Blicke bezahlen zu
lassen?
Du vermischst da wei Sachen. Wir lassen uns weder Höflichkeit noch pauschale Blicker bezahlen, sondcern wir sind wirtschaftlich gezwungen, das Lotteriesystem der Abrechnungsleistungen, Budegetierungen und Punkte mitzuspielen, wenn wir auch nur ein halbes Jahr lang eine Arztpraxis aufrecht erhalten wollen.
Logisch das der Arzt das abrechnet was ihm nach
Gebührenordnung möglich ist. Nicht ok ist, daß es möglich ist.
So ist es. Deswegen plädieren wir Ärzte für ein normales Abrechnungssystem wie bei unseren Privatpatienten. Jede Leistung wird aufgeführt und nicht budgetmäßig weggestrichen, weil man sie vor einer Woche schon mal erbracht hat. Der Patient brauchte sie erneut und der Arzt erbringt sie und er hätte Anspruch auf die Bezahlung dieser Leistung.
Bei niedergelassenen Ärzten, die nicht so gut dastehen, ist
doch auffällig, das es sich meist um Fachärzte im städtischen
Bereich handelt
Völlig falsch. Die Allgemeinärzte, die Hausärzte leiden am meisten unter den Budgets. Da wird fast alles budgetiert und sie sind fast pleite.
Ich meine die Ärzte (und viele andere studierte Berufsgruppen)
sollten Abstand davon nehmen zu meinen, daß sie durch das
Medizinstudium den Anspruch auf Besseres erworben haben und
wieder mehr bereit sein Arzt des Volkes zu sein.
Sind sie ja. Man merkt, dass Du von der Sache keinen Schimmer hast. Du redest wie der Blinde von der Farbe.
Gruß,
Branden
Ach ja, ich lerne seit 1996, das sind jetzt 11 Jahre, direkt ab nach dem Abi, ich zahle sau viel dafür, habe kaum Freizeit und werde immer weiter lernen, so sieht bei uns aus.
Nur das wir so gut wie gar keine Fortbildung gesponsert bekommen!
Sie allerdings haben müssen, wenn wir überhaupt ne Chance haben wollen.
Und würdest Du nach über 10 Jahren lernen (oft auf gleichem oder sogar höherem Niveau) noch gerne für 7,90 Euro die Stunde arbeiten?
Aber weißt Du, da fragen viele von uns gar nicht nach, die machen einfach.
Ich finde das ganze System nicht gut und würde vieles gerne ändern, aber das Ärzte die gleichen Schwierigkeiten wie andere haben, stört mich nicht viel.
Zum Niveau der Fortbildungen sage ich nur: Gleiche Bücher, gleiche Profs, nicht viel Unterschied zu den Medizinern, die ich im Studium verfolgen durfte.
Und trotzdem versteh ich gut, was Du meinst, glaub mir.
Gruß
Kathy
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Hallo Branden,
der Blinde erkennt seine Welt auch ohne Farbe. Und wenn ich mir den Lebensstandard der auf dem Lande niedergelassenen Ärzte anschaue, dann ist das so schlecht nicht. Jemand der vor dem Ruin steht lebt anders. Und da ist doch schon wieder die gleiche Frage. Wieviel muß Arzt denn verdienen? Mit wieviel ist Arzt denn arm? Anderen ist es auch an die Finanzen gegangen. Ein Ingenieur, ein Banker, ein Handwerksmeister, ein… verdient heute bis zu 30% weniger, wenn er eine neue Stelle antritt. Und das reicht immer noch für ein Leben aus, ohne zu darben.
Ein Stück weit geht es doch auch darum, daß das überragende Ansehen der Ärzte (und anderer Berufsgruppen) leidet, wenn die Mittel zur Repräsentation fehlen.
Gruß Steffi
Hallo Steffi
Ein Stück weit geht es doch auch darum, daß das überragende
Ansehen der Ärzte (und anderer Berufsgruppen) leidet, wenn die
Mittel zur Repräsentation fehlen.
Ich weiß garnicht, ob das Ansehen der Ärzte noch so überragend ist. Es gibt auch eine Menge Hass (wie immer, wenn Abhängigkeit -in diesem Fall des Lebens, der Gesundheit- eine Rolle spielt), der schön von gewissen Medien (yellow press) geschürt wird.
Ich schließe mich aber zum Teil deiner Meinung an; nicht zuletzt deswegen, weil ich es dialektisch sehe: Es „muss“ den Ärzten noch schlechter gehen, damit es den Patienten folglich dann ebenfalls schlechter geht, erst dann könnte sich etwas bewegen.
Dass die Politik mit diesen Dingen zynisch umgeht, wissen wir ja auch. Die Gesundheit der Bevölkerung ist denen soviel wert wie das Schwarze unter den Fingernägeln eines Clochards. Von dieser Seite ist also nichts zu erwarten.
Gruß,
Branden
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Liebe Steffi,
bitte vergiss bei dieser Diskussion auch den Umstand nicht, was es alles braucht um ein „wohlhabender“ Onkel Doktor zu werden. Die wenigsten packen es mit 18 ein 1,x Abi hinzulegen ohne was dafuer zu tun, dann sechs Jahre Medizinstudium wovon das PJ ein Vollzeitjob ohne Bezahlung ist. Und weiss Gott nicht jeder Medizinstudent stammt von Millionaeren ab, es gibt genug die es ohne Papa packen muessen. Danach noch ein paar Jahre Facharztausbildung und und und.
Und auch wenn Du sagst das ist gut und schoen aber trotzdem: Der Durchschnittsarzt in Deutschland reisst entweder 48 Stunden Schicht im Krankenhaus runter oder er steht morgens um halb neun in der Praxis bis 12, unterhaelt sich bis drei mit seinen Brieffreunden von der Krankenkasse und anschliessend steht er nochmal bis sieben in der Praxis. Dann gehts heim, jedenfalls solange bis ein Notfall dazwischenkommt und er mitten in der Nacht wieder los muss um Oma Kaluppkes Bronchien abzuhoeren.
Also ich kenn keinen der Arzt ist/wird weil er dann einen faulen Lenz machen kann…
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