Hallo,
Meldung der Rheinischen Post vom 11.05:
„ Ärzte im Praktikum und Assistentärzte fehlen in den
Krankenhäusern der Region: Dies ergab eine Umfrage in 44
Häusern im Raum Düsseldorf und Mettmann,
die der FDP-Bundestagsabgeordnete Detlef Parr gestartet hatte.
In Ihren Antworten klagten die Krankenhausdirektoren aber
nicht nur, dass es zu wenige Bewerber gäbe, sondern auch, dass
Qualifikation und Sprachkenntnisse im Vergleich zu früher
deutlich
nachgelassen hätten“
Gibt es nicht mehr genug junge Mediziner?
Jein. Das ist wohl wie überall: Mal gibt es zuviele Ärzte, mal werden sie gesucht. Ich denke, das reguliert sich von selbst.
Außerdem wandern viele ins Ausland aus, wo sie bessere Arbeitsbedinungen haben.
Wollen die nicht mehr ins Krankenhaus? Was machen sie denn
stattdessen?
Als PJ muss man ins Krankenhaus. Aber da es z.B. in der Schweiz Geld gibt (hier nicht), zieht es einige Mediziner dorthin.
Als approbierter Arzt kann man sich natürlich auch niederlassen und eine eigene Praxis eröffnen. Gewöhnlich kommt davor aber die Facharztausbildung, für die man i.d.R. ins Krankenhaus muss.
Ist das in anderen Regionen ähnlich?
Ja. Ist z.Zt. fast überall so.
Ist die Versorgung in den Krankenhäsern gefährdet?
Jein. Die Ärzte, die da sind müssen viele (unbezahlte!) Überstunden, sowie Wochenend- und Nachtdienste machen, um die Versorgung zu gewährleisten. Das wiederum schreckt junge Ärzte ab und der Kreis schließt sich wieder.
Wieso ist denn die Qualifikation schlechter geworden?
Gute Frage. Das kommt wohl darauf an, was genau unter Qualifikation verstanden wird. Im Moment ist es so, dass die ärztlichen Prüfungen ziemlich viel Detailwissen abfragen und dabei (meiner Meinung nach) der Blick für das Wesentliche verloren geht. Ich könnte mir vorstellen, dass das schon ein Nachteil ist.
Gruß,
aureel