Ärztlicher Kunstfehler

Meiner Schwester wurde bei einer OP der Darm perforiert. Tootzdem wurde sie als geheilt entlassen und einige Tage später als Notfall wieder eingeliefert.
Sie hat überlebt, aber was hat sie nun für Rechte?
Gibt es eine Patienten-Schutzorganisation?
Gibt es Patienten-Anwälte?

Gabriele

Meiner Schwester wurde bei einer OP der Darm perforiert.

Was war die Ursache der OP, ein „Routineeingriff“ wie Gallenop., Blinddarm etc. oder hatte sie unvorhersehbare Veränderungen am Darm???

Sie hat überlebt, aber was hat sie nun für Rechte?

Sie sollte sich über einen Anwalt an die Ärztekammer wenden,
dort wird der Fall mittels Gutachten überprüft.

Alles Gute für Deine Schwester.

Herzl. Gruß
d.

Hi Gabriele,

ich habe gerade aus ähnlichem Hintergrund eine Broschüre gegen eine Spende von 3 € vom Gesundheitsladen München e.V. angefordert und auch schon erhalten.

Du kannst dort auch anrufen und Dich telefonisch beraten lassen.

Du hast ein Anrecht (bzw. vielleicht Ehemann, Kinder, Eltern), Dir alle Unterlagen in Kopie, die zu dem Behandlungsverlauf gehören, aushändigen zu lassen, sprich Operationsverlauf, Medikamentengabe, Behandlungsmaßnahmen, Röntgenunterlagen im Original, und, und, und. Auch wird ein Brief mir Paragraphen angeboten, den Du ans Krankenhaus bzw. an den behandelnden Arzt schicken kannst, indem und mit dem Du auf Deine im Grundgesetz verankerten Rechte hinweisen kannst.

http://gesundheitsladen-muenchen.de/

Ich habe schon einiges und bislang nur gutes über dies Einrichtung gehört.

Ciao,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Dilarah,

meine Mutter verstarb vor einigen Wochen mit 58 an einer Gallenblasen-Operation. Ich überredete meinen Vater zu einer Obduktion, gegen die er zuerst vehement war. Dreimal schrieb ich den Leiter der Pathologie an. Erst dann schrieb er mir händisch, mit EDV nix am Hut zu haben. Das erklärt zwar seinen Unwillen meine Anfrage zu beantworten, doch rechtfertigt nichts.

Was meinte der Herr Doktor? Meine Mutter sei an einer fortgeschrittenen Diabetis Mellitus verstorben und sollte ich tatsächlich noch mehr erfahren wollen, möge ich ihm die Adresse meines Arztes nennen, diesen würde er dann informieren, und der widerum könne mich informieren.

Zu meinem Vater bzw. zu mir wurde gesagt, es sei zwar eine längere Erholungsphase nötig, doch es sei nicht lebensgefährlich.

Und wieso fühle ich mich jetzt etwas verarscht?

Ciao,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Meiner Schwester wurde bei einer OP der Darm perforiert.

Was war die Ursache der OP, ein „Routineeingriff“ wie
Gallenop., Blinddarm etc. oder hatte sie unvorhersehbare
Veränderungen am Darm???

Sie hat überlebt, aber was hat sie nun für Rechte?

Hi Dilarah,

meine Mutter verstarb vor einigen Wochen mit 58 an einer
Gallenblasen-Operation.

erstmal mein Beileid, auch an Deinen Papa

Ich überredete meinen Vater zu einer

Obduktion, gegen die er zuerst vehement war.

…was ich verstehe, denke mal an die Vorstellung aber:

Dreimal schrieb

ich den Leiter der Pathologie an. Erst dann schrieb er mir
händisch, mit EDV nix am Hut zu haben. Das erklärt zwar seinen
Unwillen meine Anfrage zu beantworten, doch rechtfertigt
nichts.

3 x, weißt Du Romana, sie nutzen den Schmerz der Hinterbliebenen manchmal aus, haben viel zu tun und es war einfach falsch 3 x zu schreiben, wobei ich sehr sehr gut verstehe, daß Du in diesem Institut nicht persönl. vorstellig werden wolltest…

Was meinte der Herr Doktor? Meine Mutter sei an einer
fortgeschrittenen Diabetis Mellitus verstorben

DAS kann er ja nun nachweisen müssen, wenn ihr darauf besteht.
Bitte mich jetzt nicht falsch verstehen: aber wenn ihr den
viell. begründeteten Verdacht habt, das da etwas nicht stimmt,
ist die einzige Möglichkeit, es durch eine Obduktion herauszufinden; und an fortgeschr. Diabetes stirbt man halt auch. Wobei ich die Krankheitsgeschichte ja nicht kenne, aber ich denk mir es waren (fortgeschritten heißt ja nix anderes) zu große Folgeschäden vorhanden.

und sollte ich

tatsächlich noch mehr erfahren wollen, möge ich ihm die
Adresse meines Arztes nennen, diesen würde er dann
informieren, und der widerum könne mich informieren.

Ja, das sind sie, die , die den Dienstweg einhalten. Du darfst als Tochter und der Ehemann erst recht, Einsicht einfordern!!!
Einziger Grund wäre, Euch dies nicht zu genehmigen, wenn Verdacht auf fahrlässige Tötung, Mord, Kunstfehler besteht, aber
dann wäre der Gerichtsmediziner - und nicht ein path. Insitut -
zuständig.

Zu meinem Vater bzw. zu mir wurde gesagt, es sei zwar eine
längere Erholungsphase nötig, doch es sei nicht
lebensgefährlich.

Ärzte, die Prognosen über einen krankheitsverlauf geben, traue niemals!!! Das kann näml. keiner. Gleich werden sie zu Hauf über mich herfallen, wetten wir??? Aber die Wahrheit ist, dass man da nur statistisch, studiol. urteilen kann, das dann aber auch zum Ausdruck bringen muß - u. vor allem dem Kranken selbst.
Jedenfalls ich hab immer so gehandelt; und die Ärzte, die irgendwo auch Mensch geblieben sind, wissen dies. Es ist nicht immer einfach, zu sagen, viel Zeit bleibt nimmer, aber wieviel es letztlich ist, steht keinem zu, zu bemessen, weil es einf. keiner kann. Ein Aspekt, der oft vergessen wird…

Und wieso fühle ich mich jetzt etwas verarscht?

Nicht verarscht, Romana, sondern betroffen und verletzt. Glaub mir, wenn ich auf alles was gegeben hätte, bzw. nicht meinen Weg gefunden hätte, wär ich nicht mehr am Leben.

Bitte versucht stark zu sein, rauszufinden, was passiert ist und falls die Zeit Deiner Mama halt gekommen ist, dies hinzunehmen.
Wie sehr es zum Ko**** ist, weis ich nur zu genau…

Ich wünsch Dir und Deinem Vater alle Kraft, die ihr braucht und die auch nötig ist.

LG
d.

Hi Dilarah,

Meiner Schwester wurde bei einer OP der Darm perforiert.

Was war die Ursache der OP, ein „Routineeingriff“ wie
Gallenop., Blinddarm etc. oder hatte sie unvorhersehbare
Veränderungen am Darm???

Sie hat überlebt, aber was hat sie nun für Rechte?

Hi Dilarah,

meine Mutter verstarb vor einigen Wochen mit 58 an einer
Gallenblasen-Operation.

erstmal mein Beileid, auch an Deinen Papa

Ich überredete meinen Vater zu einer

Obduktion, gegen die er zuerst vehement war.

…was ich verstehe, denke mal an die Vorstellung aber:

Dreimal schrieb

ich den Leiter der Pathologie an. Erst dann schrieb er mir
händisch, mit EDV nix am Hut zu haben. Das erklärt zwar seinen
Unwillen meine Anfrage zu beantworten, doch rechtfertigt
nichts.

3 x, weißt Du Romana, sie nutzen den Schmerz der
Hinterbliebenen manchmal aus, haben viel zu tun und es war
einfach falsch 3 x zu schreiben, wobei ich sehr sehr gut
verstehe, daß Du in diesem Institut nicht persönl. vorstellig
werden wolltest…

Der Grund für den schriftlichen Weg war, daß ein Aufsuchen der Klinik mit einer Tagesreise verbunden gewesen wäre und da ich das vermeiden wollte, suchte ich den schriftlichen, nachweisbaren Weg.

Was meinte der Herr Doktor? Meine Mutter sei an einer
fortgeschrittenen Diabetis Mellitus verstorben

DAS kann er ja nun nachweisen müssen, wenn ihr darauf besteht.
Bitte mich jetzt nicht falsch verstehen: aber wenn ihr den
viell. begründeteten Verdacht habt, das da etwas nicht stimmt,
ist die einzige Möglichkeit, es durch eine Obduktion
herauszufinden; und an fortgeschr. Diabetes stirbt man halt
auch. Wobei ich die Krankheitsgeschichte ja nicht kenne, aber
ich denk mir es waren (fortgeschritten heißt ja nix anderes)
zu große Folgeschäden vorhanden.

Meine Mutter war vorab monatelang in einem anderen Krankenhaus. Da war nie die Rede davon, daß es lebensgefährlich ist. Da hieß es nur, daß sie allgemein schwach sei. Es war nicht mal von Zucker die Rede, wenigstens wurde er nicht erwähnt.

und sollte ich

tatsächlich noch mehr erfahren wollen, möge ich ihm die
Adresse meines Arztes nennen, diesen würde er dann
informieren, und der widerum könne mich informieren.

Ja, das sind sie, die , die den Dienstweg einhalten.

Dienstweg? Sind das die üblichen Vorgaben? Derweil wir doch wissen, in der Kommunikation über Dritte geht immer was verloren. Und wenn ein Laie auch nicht unbedingt das Fachwissen hat, das in den Berichten möglicherweise verlangt wird um diese zu verstehen, dennoch fehlt einfach was, geht die Kommunikation über Dritte. Da lieber mal einen Fachbegriff zur Not nachschlagen, a bissl weiß man ja doch auch. Also, so ganz im Regen steht ein Laie nicht unbedingt.

Du darfst

als Tochter und der Ehemann erst recht, Einsicht
einfordern!!!
Einziger Grund wäre, Euch dies nicht zu genehmigen, wenn
Verdacht auf fahrlässige Tötung, Mord, Kunstfehler besteht,
aber
dann wäre der Gerichtsmediziner - und nicht ein path. Insitut

zuständig.

Zu meinem Vater bzw. zu mir wurde gesagt, es sei zwar eine
längere Erholungsphase nötig, doch es sei nicht
lebensgefährlich.

Ärzte, die Prognosen über einen krankheitsverlauf geben, traue
niemals!!! Das kann näml. keiner. Gleich werden sie zu Hauf
über mich herfallen, wetten wir??? Aber die Wahrheit ist,
dass man da nur statistisch, studiol. urteilen kann, das dann
aber auch zum Ausdruck bringen muß - u. vor allem dem Kranken
selbst.

Meine Mutter war in ständiger ärztlicher Behandlung. Ein Arzt hatte sie mit einem Mittel und ihren Nierenproblemen eingestellt. Der Nachfolger hat dann begonnen zu experimentieren, wodurch sie angeblich sogar eine Gürtelrose bekommen hat. Jedenfalls ging es mit den neuen Medikamenten des Arztes bergab mit ihr.

Jedenfalls ich hab immer so gehandelt; und die Ärzte, die
irgendwo auch Mensch geblieben sind, wissen dies. Es ist nicht
immer einfach, zu sagen, viel Zeit bleibt nimmer, aber wieviel
es letztlich ist, steht keinem zu, zu bemessen, weil es einf.
keiner kann. Ein Aspekt, der oft vergessen wird…

Mag sein, doch ich habe mehrfach nachgefragt. Ich hatte schon den Eindruck, daß hier offen gesagt worden wäre, was Sache ist.

Und wieso fühle ich mich jetzt etwas verarscht?

Nicht verarscht, Romana, sondern betroffen und verletzt. Glaub
mir, wenn ich auf alles was gegeben hätte, bzw. nicht meinen
Weg gefunden hätte, wär ich nicht mehr am Leben.

Bitte versucht stark zu sein, rauszufinden, was passiert ist
und falls die Zeit Deiner Mama halt gekommen ist, dies
hinzunehmen.
Wie sehr es zum Ko**** ist, weis ich nur zu genau…

Ich wünsch Dir und Deinem Vater alle Kraft, die ihr braucht
und die auch nötig ist.

Nun, Schadensersatz finde ich makaber, denn kein Geld der Welt ersetzt einen Menschen. Auch wurde meine Mutter eingeäschert. Das heißt, man müßte Verfahrensfehler anhand der Berichte feststellen können. Mir geht es einfach nur darum festzustellen, was passiert ist, da wir teils ähnliche körperliche Dispositionen haben und da ich durchaus finde, daß jemand zur Verantwortung gezogen werden soll, wenn er einen Fehler begangen hat. Kein Geld, doch eine angemessene Strafe bzw. vor allem beim nächsten Mal lieber einmal zuviel als zu wenig nachschauen und machen.

Danke für Deine Worte.

Ciao,
Romana

LG
d.

Hallo,
hier noch ein Tipp - schildere alles genau der Krankenkasse,
die können Dir ggf. helfen, in dem sie den Gutachter
beauftragen und bezahlen - klagen musst Du aber in der#
Regel selbst.

Gruss

Günter