Affe?

Stimmt, und zudem ist Chinesisch zur interkulturellen Kommunikation ziemlich ungeeignet, da fast nur Chinesen Chinesisch sprechen.

Michael

Es sprechen mehr leute chinesisch als englisch. Von daher
sollte chinesisch die allgemeine weltsprache werden… So
gesehen.

Das ist nur die halbe Wahrheit, denn unter den Sammelbegriff
„Chinesisch“ fallen ziemlich viele völlig verschiedene
Dialekte, d.h. die Chinesen können sich untereinander z.T.
überhaupt nicht verstehen.

Und das nur eine Viertelwahrheit :smile:
Die Liste, deren URL hier im Forum gepostet wurde (Anzahl Menschen, die eine Sprache sprechen, http://www.sil.org/ethnologue/top100.html) unterschied durchaus zwischen den einzelnen chinesischen Sprachen; dort wurde Mandarinchinesisch als Nr. 1 und z.B. Wuu-Chinesisch als Nr. 10 aufgeführt.

Gruß

J.

Ist Handy nicht ein deutsches Wort?

Immerhin hat sich für Handy auch Mobiltelefon eingebürgert.
„Tragbares“ wie in Frankreich klingt aber merkwürdig.

„handliches“ klingt noch blöder (noch dazu, wenn ich mir
manche ericsson prügel anschaue ;o))
bin für handset…

Begriffe zu übernehmen, die aus dem Englischen kommen, ist ja noch ok, aber gerade das Wort Handy ist doch ein Beleg dafür, dass krampfhaft versucht wird, alles was neu wird, mit zur Not selbstgestrickten Anglizismen zu etikettieren.
Im englischsprachigen Raum wird eigentlich immer von „mobile phone“ oder „cellular phone“ geredet. „Handy“ ist soweit ich weiss ein typisch deutscher Pseudo-Anglizismus.

schwesig

Hallo,

ist es nicht, außer man glaubt einer bayerischen Anekdote über die Entstehung dieses Namens.

Das Wort „handy“ stammt aus aus dem Englischen, wird dort allerdings im Sinne von griffbereit, zur Hand, praktisch, etc., verwendet. Zugegeben, praktisch und handlich sind die Dinger - bis auf die ericsson-Knochen - ja allemal.

Gruß

Tessa

PS. In Polen werden die Dinger übrigens „komórka“ genannt, was übersetzt „Zelle“ bedeutet.

Hallo,

ist es nicht, außer man glaubt einer bayerischen Anekdote über
die Entstehung dieses Namens.

Das Wort „handy“ stammt aus aus dem Englischen, wird dort
allerdings im Sinne von griffbereit, zur Hand, praktisch,
etc., verwendet. Zugegeben, praktisch und handlich sind die
Dinger - bis auf die ericsson-Knochen - ja allemal.

Hallo,

nun, das es das Wort handy als Adjektiv im Englischen durchaus gibt, war mir bekannt. Aber eben nicht mit der Bedeutung Mobiltelefon. Und soweit ich weiss, würde ein Engländer oder Amerikaner auch nicht verstehen, was ich meine, wenn ich von meinem Handy rede. Eher denkt er/sie dabei an einen Handwerker als an ein Telefon.

Gruesse

schwesig

yep…
kein e-native speaker würde kapieren, was du meinst, wennst ihm von deinem handy vorschwärmst ;o)

Händi ist schwäbisch!
Handy richtiger: Händi

ist, so hat man mir berichtet, von einem Schwaben erstmals für das schnurlose Telefon gebraucht worden. Der wackere Schwabe rief beim Anblick des ersten schnurlosen Telefons aus:
„Ja, hän di koi Kabl meh?“
Mir hat das eingeleuchtet.
Mit schwäbischem Gruß (nein, nicht der aus dem Götz, sondern „Tschissle“)
Fritz Ruppricht

Sorry…
Hi,

na, da habe ich den Bayern ja was angedichtet…

Genau diese Geschichte meinte ich (nur wurde sie mir mit „koi Schnur“ erzählt - ist aber Jacke wie Hose). Einleuchten tut´s trotzdem, oder?

„Tschissle“)

Ein solches zurück bzw.

so long

Tessa

Spitze :wink:))
werd ich mir merken
*schmunzel*
Rainer

suuuper!! :o)) o.T.

Tschissle ??

Dito Zauberm@us

Stimmt, und zudem ist Chinesisch zur interkulturellen
Kommunikation ziemlich ungeeignet, da fast nur Chinesen
Chinesisch sprechen.

Bueno, also nehmen wir Spanisch als weltsprache. Die sprache hat interkulturelle kommunikationserfahrung und wird, nach der weiter oben erwähnten liste, ebenfalls von mehr leuten gesprochen als Englisch. - Alles natürlich nur im scherz. In wirklichkeit bin ich, wie gesagt, gegen eine weltsprache.
Gruß von tonikal

Hallo,

selbstverständlich ist HANDY ein deutsches Wort, das jedoch nach englischen Grammatikregeln geschrieben wird. Es kommt aus dem schwäbischen und hat folgenden Ursprung:
„Hänn die koa Schnur?“ (Haben die keine Schnur)

Das klang wie englisch ‚handy‘, also handlich. Und handlich sind die Dinger wirklich geworden. Manchmal zu handlich; wenn man die ganz modernen Telefone nimmt.

Das englische ‚cell phone‘ wird im Deutschen noch lange brauchen, den ein Zellentelefon ist mehrdeutig.

Jetzt aber Schluß, sonst ist dieser Beitrag nicht mehr ‚handy‘.

=)
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Stellt Euch mal den Internet Explorer auf Chinesisch vor! Wie soll eine chinesische Tastatur aussehen? Bei 3000 Schriftzeichen, wie mir mal berichtet wurde, wäre das Ding größer als der Tisch, wo es drauf steht. Bei sprachgesteuerten PCs wird es vielleicht anders.

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Stellt Euch mal den Internet Explorer auf Chinesisch vor! Wie
soll eine chinesische Tastatur aussehen? Bei 3000
Schriftzeichen, wie mir mal berichtet wurde, wäre das Ding
größer als der Tisch, wo es drauf steht. Bei sprachgesteuerten
PCs wird es vielleicht anders.

Ich weiß ja nicht, wie es die Chinesen gelöst haben, aber die Japaner geben Lautschrift auf der Tastatur ein, und die Software sorgt dann für die Umsetzung in die richtigen Schriftzeichen (mit gelegentlich nötiger Nachbearbeitung). Ich denke mal ,in China läuft’s ähnlich.

Gruß, Kubi

Hallo Frank,

Noch ein Schmankerl zum Schluß: Ich war neulich auf der
Bilanzpressekonferenz eines der größten dt. Handelskonzerne.
Wer über 40 war oder nicht fit in Business Englisch hat von
dem Vortrag des Vorstandsvorsitzenden mit Sicherheit kaum was
mitbekommen, so „durchseucht“ war der mit Anglizismen.

Dieser von Dir beobachtete Vorstandsvorsitzende ist wahrscheinlich ein ganz armes Würstchen mit Profilneurose. Außerdem ist er eine Fehlbesetzung an seinem Platz. Wer Menschen mit der Sprache erreichen will, muß die Sprache der Zielgruppe sprechen. Nur sehr kurzfristig kann man es sich leisten, andere mit unverständlichem Kauderwelsch zu beeindrucken. Die Menschen werden irgendwann merken, daß sie es mit einem Ärgernis zu tun haben, statt mit kompetentem Geist. Ich rede hier nicht der krampfhaften Verdeutschung das Wort. Jede Disziplin hat ihre Sprache und braucht sie auch. Brauchbar sind Begriffe aber nur, wenn sie für den Fachmann genau definiert sind. Was sich aber allenthalben einschleicht, sind wilde Wortschöpfungen und Gemische aus Trivial-, Waren- und Phantasiebezeichnungen, das Ganze noch vermengt mit Kürzeln. Es ist manchmal geradezu belustigend zu sehen, wie ein banaler Begriff plötzlich mit einer Anglizisme belegt wird. Sodann werden über den sich nun hochtrabend anhörenden Begriff sogar Diplomarbeiten geschrieben.
Jeder Depp und Möchtegern-Experte kann ein paar Schlagworte in den Ring werfen. Eine präzise UND allgemein verständliche Ausführung verlangt dagegen meistens Können und Wissen.
Alle Lebenserfahrung zeigt mir, daß die Anhäufung von Anglizismen regelmäßig als Schutz für den Phrasendrescher dient.
Einige finden es auch einfach nur schick, irgendwo aufgeschnappte Begriffe an Stelle des deutschen Wortes zu verwenden. Wieder andere demonstrieren damit ihren ach so internationalen Status als global player.

Mein Beruf bringt es mit sich, daß ich ausschließlich mit sehr großen Firmen zu tun habe. Ich produziere und verkaufe spezielle Geräte, die ich aber niemals mit Fachkauderwelsch zu verkaufen versuche. Meine Unterlagen und ich selbst verwenden strikt für den Anwender verständliche Formulierungen. Das ist auch einer der Schlüssel für Verkaufserfolge. In meinen AGB’s steht, daß Vertragssprache deutsch ist und daß bei Verwendung anderer Sprachen Irrtümer ausschließlich zu Lasten des Kunden gehen. Jeder noch so große Konzern hat sich bisher letztlich artig daran gehalten.

Wie gesagt, nicht krampfhaft eindeutschen. Was aber im Moment bis hinauf in Chefetagen läuft, daß sogar interne Gespräche englisch laufen, ist einfach Unfug. Man muß es den profilsüchtigen Deppen nur deutlich genug sagen.

Die passende Gelegenheit vorausgesetzt, entlarvt man die Phrasenfassade schnell durch Hinterfragen des unverständlichen Begriffs. Dann gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Die Antwort fällt bös’ umständlich aus. Peinlich, wenn sich dahinter letztlich ein einfacher Zusammenhang verbirgt (ist immer so). Oder es kommt kurz und knackig der muttersprachliche Begriff, was ebenso peinlich ist, weil die benutzte Fassade deutlich wird (warum redet der denn nicht gleich deutsch).

Gruß
Wolfgang

Nch ein Schmankerl zum Schluß: Ich war neulich auf der
Bilanzpressekonferenz eines der größten dt. Handelskonzerne.
Wer über 40 war oder nicht fit in Business Englisch hat von
dem Vortrag des Vorstandsvorsitzenden mit Sicherheit kaum was
mitbekommen, so „durchseucht“ war der mit Anglizismen.

Das sagt schon vieles darüber, was das ganze soll: eindruck schinden, wo in wirklichkeit nichts ist, kein gedanke, keine aussage.
Die plattesten englischen wörter werden, in die rede eines deutschen managers eingefügt, plötzlich zu hochgestochenem fachchinesisch. Während englische oder amerikanische fachleute ihre texte mit solchen wörtern allgemeinverständlich machen, machen wir sie damit unverständlich.
Aber merke: 90% von dem, was man nicht versteht, ist es auch gar nicht wert, verstanden zu werden.
Meint Jens der texter