Ich weiss ja, dass man nicht direkt an eine Affe denken soll, obwohl warscheinlich durch den formlichen Aenlichkeit wurde dem Zeichen @ der Name eines Bürogeraets verliehen. Ich verstehe nur nicht warum die deutsche Sprache keine „eigene“ Variante anstatt „at“ ausdenkt, in der letzten Zeit benutze ich bei Übersetzungen sogar ein Englischwörterbuch …
Was wird so aus dem Deutschen?
Hallo Silvia,
das sollte man sich sicherlich weniger wegen eines fehlenden besonders poesievollen Ausdrucks für das ad-Zeichen fragen, sondern eher angesichts der neuen Rechtschreibreform und der schon seit Jahren fortschreitenden sich verschlechternden Orthographie- und Grammatikkenntnisse. Ich frage mich wirklich was wohl heute im Deutschunterricht in den Schulen gelehrt wird;-(
Ansonsten bewies der Beitrag von Zaubermaus in Deinem vorherigen Posting doch durchaus, dass andere Länder in Bezug auf die Namensgebung, wohl kaum wesentlich fantasievoller vorgehen als die Deutschen. Sollte man daher auch deren Weiterentwicklung der Landessprache in Zweifel ziehen ? - ich denke nicht.
Die Bezeichnung „Klammeraffe“ hat sich darüberhinaus bereits so eingebürgert, dass eine Umbenennung wohl eher zur Verwirrung führen dürfte. Ich sehe bei dieser Bezeichnung sowieso durchaus eine Verbindung zu Wilhelm Busch und seinem „Fipps der Affe“ siehe link:wink:
http://www.gutenberg.aol.de/wbusch/fipps/fippsb4.htm
http://www.sts.tu-harburg.de/~de.homann/weltat.html
Schönes Wochenende!
Gruss
Eve*
Hallo Eve*, also wenn ich eine Adresse laut vorlese, im Fernsehen, im Radio…usw., dann sage ich: xy Klammeraffe yahoo Punkt de? Die meisten sagen doch „at“ oder nicht?..oder doch?, wie ist es jetzt im Alltag?
Grüsse: Silvia
also wenn ich eine Adresse laut vorlese, im
Fernsehen, im Radio…usw., dann sage ich: xy Klammeraffe
yahoo Punkt de? Die meisten sagen doch „at“ oder nicht?..oder
doch?, wie ist es jetzt im Alltag?
Klar sagt man so ! Ist im Deutschen ja auch eindeutig !Die armen Amis und Briten müssen mit ihrem begrenzten Wortschatz auch für die „neuen“ Sachen auskommen; wir Deutschsprechenden dagegen haben den Vorteil durch die Übernahme der englichen Bezeichnung Mehrdeutigkeiten zu vermeiden. Gut was ?
eljot
Was wird so aus dem Deutschen?
ich weiß nur, daß zumindest im österreichischen gerne fremdwörter übernommen wurden und werden. warens bis ins späte 19. jh französische, sinds jetz englische. 's gibt leider auch viele leute, dies übertreiben. ich jedenfalls verwende das wort, das logische, einfacher, kürzer oder präziser is, oder alles auf einmal (das trifft halt eben auf viele englische zu :o)
Hallo Silvia,
im geschäftlichen Bereich verwendet man auf jeden Fall „ad“, im Freundes- und Bekanntenkreis das umgangssprachliche „Klammeraffe“. Ich hoffe ich konnte das ein wenig aufklären:wink:
Gruss
Eve*
Hallo Eve*, also wenn ich eine Adresse laut vorlese, im
Fernsehen, im Radio…usw., dann sage ich: xy Klammeraffe
yahoo Punkt de? Die meisten sagen doch „at“ oder nicht?..oder
doch?, wie ist es jetzt im Alltag?
Hi Silvia,
Obwohl das Zeichen „@“ „Klammeraffe“ heißt, sagst Du „xy at yahoo Punkt de“. Vielleicht findest Du das weniger seltsam, wenn Du bedenkst, daß Du ja auch „Seminar von 13 bis 15 Uhr“ sagst, obwohl „Seminar 13–15 Uhr“ da steht und das Zeichen „–“ „Streckenstrich“ (oder „Von-Bis-Strich“) heißt. Oder noch ein Beispiel: „1/2“ wird nicht als „Eins Schrägstrich Zwei“ gelesen, sondern als „einhalb“. Einige Zeichen werden in der mündlichen Rede einfach nicht bei ihrem Namen genannt – das ist ganz und gar nichts Ungewöhnliches. Laß Dich durch das „at“ und den „Klammeraffen“ also nicht verwirren!
Mit freundlichem Gruß
Martin
at, nicht ad :o) (n/t)
grr, rharr, ich will hier keinen text eingeben müssen
Hallo Eve*, also wenn ich eine Adresse laut vorlese, im
Fernsehen, im Radio…usw., dann sage ich: xy Klammeraffe
yahoo Punkt de? Die meisten sagen doch „at“ oder nicht?..oder
doch?, wie ist es jetzt im Alltag?
Grüsse: Silvia
Hallo
Wie wär’s denn mit xy bei yahoo punkt de? Das englische at hat ja auch unter anderem die Bedeutung „bei“.
Anja
meine provokante Meinung
Was wird so aus dem Deutschen?
Es wird sterben! Ich finde, es wäre das beste für Deutschland. Sprache hat zweierlei Zweck:
-
Kommunikation
die wäre wohl einfacher, wenn alle Englisch (*) sprächen -
Kultur
aber wäre ist HOCHdeutsch eh nicht „meine“ Spache.
(*) Mir gefiele Spanisch besser, klingt schöner, aber Englisch hat sich nunmal durchgesetzt - ausserdem ist mein Englisch auch besser 
Ich habe ausserdem einen starken Gegner zu dieser Meinung zuhause: meine Freundin - und die ist US-Amerikanerin.
Alles Gute wünscht
Michael
Was wird so aus dem Deutschen?
Es wird sterben! Ich finde, es wäre das beste für Deutschland.
Sprache hat zweierlei Zweck:
Kommunikation
die wäre wohl einfacher, wenn alle Englisch (*) sprächenKultur
aber wäre ist HOCHdeutsch eh nicht „meine“ Spache.(*) Mir gefiele Spanisch besser, klingt schöner, aber Englisch
hat sich nunmal durchgesetzt - ausserdem ist mein Englisch
auch besserIch habe ausserdem einen starken Gegner zu dieser Meinung
zuhause: meine Freundin - und die ist US-Amerikanerin.
Dann hör auf die Freundin
kannst du dir Rilke in englisch vorstellen?
arrrgh, kriegt man ja das Grausen ;-(((
Max
kannst du dir Rilke in englisch vorstellen?
arrrgh, kriegt man ja das Grausen ;-(((
Rilkes Werke würden doch nicht übersetzt werden! Hier ging es ganz deutlich um Kommunikationssprache, nicht poetische Sprache. Allerdings würde diese dann von noch weniger Leuten verstanden werden, aber was solls, schon heute kann nur eine Minderheit Rike verstehen - ich meine in Relation zur Welt 
Ja, ich fühle mich nicht sonderlich eng mit dem Deutschsein verbunden.
Nichts für „ungut“,
Michael
Was wird so aus dem Deutschen?
Es wird sterben!
Arno Schmidt hat in seiner „Gelehrtenrepublik“ bereits die deutsche Sprache als tote Sprache geführt.
Ein lesenswertes Büchlein, wenn man sich an Schmidts Sprache und Stil gewöhnt.
Ich persönlich gebe der deutschen Sprache als Kommunikationsmittel auch recht wenig Chancen, rechne aber und hoffe auf viele Liebhaber.
Das @ heißt bei mir und meinen Bekannten „at“, so wie der Computer Computer, der Scanner eben Scanner und der Walkman eben Walkman heißt. Wozu krampfhaft germanisieren?!
Gruß Fritz Ruppricht
Es sprechen mehr leute chinesisch als englisch. Von daher sollte chinesisch die allgemeine weltsprache werden… So gesehen.
Zum glück haben sprachen, die von millionen gesprochen werden (Deutsch z. b. von knapp 100 Millionen menschen), ein großes beharrungsvermögen und werden voraussichtlich nie verschwinden. Zum glück für die kulturelle vielfalt der menschheit. Auch die englischsprachige kultur würde ohne anregungen aus der deutschsprachigen verarmen.
Gruß von tonikal
ich jedenfalls verwende das
wort, das logische, einfacher, kürzer oder präziser is, oder
alles auf einmal (das trifft halt eben auf viele englische zuo)
Aber längst nicht auf alle, nicht mal auf die meisten. In der regel ist man nur zu faul zu überlegen, welches deutsche wort genau so präzise wäre oder gar präziser:
mountain bike - bergrad
inline skates - kufenroller
Denn: warum „inline“? Ist das eine präzise beschreibung? Bloß weil die räder in einer linie stehen? Das ist auch beim fahrrad der fall.
Ein anderer grund für das schlechte englisch im deutschen („gekänsselt“) ist gerade, dass man sich bewusst unpräzise, nichtssagend und unverbindlich ausdrücken will:
Ein „booklet“ ist zwar wirklich nicht mehr als ein büchlein, soll aber so tun, als ob’s viel mehr wäre.
„I love you“ heißt noch lange nicht „Ich liebe dich“.
Für „känsseln“ gibt’s auf gut deutsch z.b. die verben absagen, löschen, aufheben, ausfallen (lassen), streichen, ungültig machen, rückgängig machen, widerrufen. Reichtum der deutschen sprache!
Gruß von tonikal
Chinesisch
Es sprechen mehr leute chinesisch als englisch. Von daher
sollte chinesisch die allgemeine weltsprache werden… So
gesehen.
Das ist nur die halbe Wahrheit, denn unter den Sammelbegriff „Chinesisch“ fallen ziemlich viele völlig verschiedene Dialekte, d.h. die Chinesen können sich untereinander z.T. überhaupt nicht verstehen.
HOFee
(Betrifft eigentlich die Gesamtdiskussion)
Hallo!
Ich persönlich glaube nicht, dass eine Sprache ausstirbt. Das Übernehmen von fremden Baldfremdwörtern finde ich auch nicht unsinnvoll. @ hat einfach eine andere Bedeutung wie „bei“! Wenn mich aber jemand fragt, wo ich meine Adresse hab, sag ich „bei Gmx“ und nicht „at GMX“. Übrigens ist das Übernehmen von fremden Wörtern in eine Sprache ja nicht nur im Deutschen üblich. Wir haben neulich im Journalismusunterricht Zeitungs"headlines" aus Amerika und Frankreich gelesen. Da werden auch knallhart Begriffe aus dem Deutschen übernommen. Eine einfache amerikanische Überschrift hieß z.B. The Schadenfreude. Die Amis haben eigentlich schon ein Wort dafür, trotzdem wurde das so geschrieben, frägt sich einer Warum?
Es ist nur so, dass neue Wörter mit neuen Entwicklungen zu tun haben. Und die meisten kommen halt aus den USA. Somit auch die meisten Wörter. Viele Begriffe kann man zwar wirklich sinnvoll eindeutschen (Bergrad, klingt vernünftig und gut). Diese haben sich aber so schnell eingebürgert, dass das Volk einfach „Mountainbike“ sagt, ich persönlich würde mich auf Weisung des Duden jedenfalls nicht ändern. Natürlich könnte man ein bürokratisches Gremium (von Steuergeldern)oder ähnliches wie in Frankreich einsetzen, aber selbst dieses schafft es nicht vollständig, die Wörter zu ersetzen. UNd ich muss auch sagen, manche klingen einfache Scheiße.
Immerhin hat sich für Handy auch Mobiltelefon eingebürgert. „Tragbares“ wie in Frankreich klingt aber merkwürdig.
eine Sprache soll einfach so sein, wie man sie spricht. Wenn man meint Englisch mit reinbringen zu müssen, dann soll man’s halt tun.
Tschau, Max
Hallo,
was habt ihr eigentlich gegen den Klammeraffen?
Ein possierliches Tierchen! Und das „a“ mit dem unglaublich langen Schwanz Klammeraffe zu nennen, lag doch wirklich nahe. Es ist geradezu ein Piktogramm!
Hallo!
Ich persönlich glaube nicht, dass eine Sprache ausstirbt.
Hier allerdings liegst du absolut falsch! Siehe:
http://www.diepresse.at/presse.taf?channel=wissen&re…
Eine Verarmung regionaler Dialekte schreitet ebenfalls voran, weil uns das Fernsehen zumeist in allen deutschsprechenden Gegenden in einem Einheitspiefkedeutsch präsentiert wird. Das ist billig, und zwar im doppelten Sinn!
Immerhin hat sich für Handy auch Mobiltelefon eingebürgert.
Ist auch ein Fortschritt: „mobil“ ist lateinisch, „telefon“ ist griechisch …
Wenn
man meint Englisch mit reinbringen zu müssen, dann soll man’s
halt tun.
Ein bißchen Kreativität würde der deutschen Sprache aber auch nicht schaden!
Grüße
Bernhard
Immerhin hat sich für Handy auch Mobiltelefon eingebürgert.
„Tragbares“ wie in Frankreich klingt aber merkwürdig.
„handliches“ klingt noch blöder (noch dazu, wenn ich mir manche ericsson prügel anschaue ;o))
bin für handset…
btw, das schönste deutsche wort, das ich mal in einem britischen blatt las, war „überbabe“
Hallo!
Ich persönlich glaube nicht, dass eine Sprache ausstirbt.
Tschau, Max
Hallo!
Tatsächlich sterben aber massiv Sprachen aus! Und zwar nicht durch die Übernahme von Fremdworten o.ä., sondern einfach, weil es niemand mehr gibt, der diese Sprachen versteht.
Das sieht man doch z.B. an den dt. Dialekten. Ich weiss gar nicht wie viele Leute z.B. noch richtiges Kölsch sprechen (und damit meine ich nicht das Zeig, was BAP oder ähnliche singen).
Ich z.B. verstehe, obwohl gebürtiger Kölner, kein Wort, wenn ein richtiger Ur-Kölscher loslegt.
Viel drastischer ist dieser Prozeß in den Staaten der sog. III. Welt, wo es oft innerhalb eines Staates Dutzende von Regionalsprachen gibt.
Was wird am Ende bleiben? Englisch sicher, das ist ja inzwischen Binnen-Sprache bei den global players (z.B. DaimlerChrysler), auch wegen des Internet. Dann Chinesisch (das „offizielle“ chinesisch). Dann Spanisch und Französisch. Deutsch vielleicht.
Aber für die vielen hundert Sprachen in Indien und auch für solche Exoten wie Finnisch oder Ungarisch sehe ich langfristig schwarz. Die Jugend dieser Länder wird englisch sprechen müssen und dann stirbt die alte Sprache eben langsam aus.
Langfristig dürfte es für das Deutsche das Beste sein, irgendwie mit dem Englischen zu fusionieren, um wenigstens einen Teil zu retten.
Nch ein Schmankerl zum Schluß: Ich war neulich auf der Bilanzpressekonferenz eines der größten dt. Handelskonzerne. Wer über 40 war oder nicht fit in Business Englisch hat von dem Vortrag des Vorstandsvorsitzenden mit Sicherheit kaum was
mitbekommen, so „durchseucht“ war der mit Anglizismen.
frank