nachdem in anderen Blättern immer soviel von afghanischer Gastfreundschaft geredet worden ist, würde mich interessieren, ob das nun moralisch (wie die österreichische / bulgarische / sonstige) begründet ist oder ob die Gastfreundschaft religiöse Hintergeründe hat.
Sollten der Gastfreundschaft religiöse Hintergründe haben, bitte ich um Quellenangabe.
nachdem in anderen Blättern immer soviel von afghanischer
Gastfreundschaft geredet worden ist, würde mich interessieren,
ob das nun moralisch begründet ist oder ob die Gastfreundschaft religiöse
Hintergeründe hat.
Aus meinem bisherigen Verständnis von arabischen Ländern und dem Islam hat das sowohl religiöse, als auch kulturgeschichtliche Gründe.
Zum einen hat Mohammed wohl ein Gebot der Gastfreundschaft und Fürsorge gegenüber Untergebenen erlassen (leider kann ich nicht mit einer entsprechenden Koranstelle dienen, aber vielleicht jemand anders).
Zum anderen hat sich der Islam in Ländern ausgebreitet, die eine eher unwirtliche Geographie haben (Wüste, Steppe etc.). Um in solchen Gegenden überleben zu können, war und ist der Mensch wohl auch immer auf die Gastfreundschaft anderer angewiesen (gewesen). Gastfreundschaft als fester Bestandteil der Kultur liegt also auch geographisch nahe (Ähnliches kennt man z.B. von Eskimos).
Den Islam von seinem kulturellen Erbe zu trennen, dürfte in diesem Zusammenhang schwierig sein.
Zum anderen hat sich der Islam in Ländern ausgebreitet, die
eine eher unwirtliche Geographie haben (Wüste, Steppe etc.).
Um in solchen Gegenden überleben zu können, war und ist der
Mensch wohl auch immer auf die Gastfreundschaft anderer
angewiesen (gewesen). Gastfreundschaft als fester Bestandteil
der Kultur liegt also auch geographisch nahe (Ähnliches kennt
man z.B. von Eskimos).
Das war wohl früher häufig so, da war es fast überall unwirtlich. Tacitus beschreibt die Germanen auch als sehr gastfreundlich. Andererseits waren sie schon rechte Haudegen, sind bei Verlassen des Stammesgebietes nicht unbedingt zimperlich miteinander umgegangen.
Den Islam von seinem kulturellen Erbe zu trennen, dürfte in
diesem Zusammenhang schwierig sein.
Sowas kann man gar nicht. Kultur und Religion sind eins, im Positiven wie im Negativen. Der Verbot des Schweinefleischverzehrs z.B. kommt nicht von ungefähr. Man braucht keine moderne Nahrungsmittelkunde, um zu merken, dass das in den klimatischen Umgebungen nicht sehr bekömmlich ist.
das Gastrecht ist aus der Tradition der Stämme, natürlich nicht nur der Afghanischen, abgeleitet und ist erheblich älter als der Koran.
Da Gastrecht bzw. Gastfreundschaft als eine Selbstverständlichkeit angesehen wurde/wird, ist im Koran auch nichts explizit darüber enthalten. Nur ein recht allgemein gehaltener Vers (36) in Sure 4 geht darauf ein.
In dem Zusammenhang ist es vieleicht auch recht brauchbar, sich mit dem Ehrbegriff der islamischen Völker auseinanderzusetzen, ein gegebenes Wort gilt hier als unverbrüchlich.
Ansonsten bringt Google bei Islam + Gastrecht knappe 1000 Treffer, die alle die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Muslime beschwören.
Da Gastrecht bzw. Gastfreundschaft als eine
Selbstverständlichkeit angesehen wurde/wird, ist im Koran auch
nichts explizit darüber enthalten. Nur ein recht allgemein
gehaltener Vers (36) in Sure 4 geht darauf ein.
genau das habe ich gesucht. Könntes Du mir die Textstelle, möglichst in deutsch wenn das gibt, übermitteln? Das würde mich sehr freuen.