???
Hallo Alexandra,
auch wenn Dein Denkansatz zumindest nachvollziehbar ist, schmeißt Du hier einiges durcheinander. Als Unternehmensberaterin solltest Du eigentlich die Begrifflichkeiten sicher beherrschen.
So wars auch gemeint!!! Die meisten Unternehnen, die von den
Kapitalgebern dominiert und geführt werden bauen in letzter
Zeit sehr stark ab, was die Sozialleistungen anbelangt. Die
Firmen, insbesondere die AG, die aber irgendwie noch durch den
Eigentümer oder die Familie geführt werden scheinen da doch
anders zu denken.
Hier ist einiges verquer:
Im Idealfall entscheiden Kapitalgeber immer über die Führung eines Unternehmens, sonst entsteht der klassische „Eigner-Manager-Konflikt“ wie bei der typischen börsennotierten AG. Dort sind die Kapitalgeber im Normalfall externe Investoren wie Rentenfonds, Private Equity Firmen, Kleinanleger, andere Unternehmen, etc., deren Einfluß auf das Tagesgeschäft extrem limitert ist. Das Management, das sich im Normalfall aus externen Managern zusammensetzt ist intzwischen oft über Stock-Options beteiligt.
Natürlich gibt es auch noch Firmen in denen ehemalige Gründer(familien) noch maßgeblich beteiligt sind (z.B. Henkel, Quandt bei BMW usw.) und auch noch Teie des Managements stellen. Das ist aber zumindest bei großen AGs sehr selten. Das bedeutet, dass die Kapitalgeber nicht an den Entscheidungen beteiligt sind.
Was Du offenbar meinst, und hier interpretiere ich Deine Aussage nur, sind die klassischen mittelständischen Unternehmen die nicht den Zwängen von Quartalsberichten und Analystenkonferenzen unterliegen, also im Zweifelsfall nicht börsennotiert sind. Selbstverständlich können die sich, bei ausreichenden Rücklagen, auch einmal über einen gewissen Zeitraum erlauben außertarifliche Leistungen länger aufrecht zu erhalten als solche Firmen, die bei jeder Delle in der Umsatz/Gewinn/Rendite-Kurve sofort von Analystenscharen heruntergestuft werden. Passiert dies, kann es vorkommen, dass sich die Kapitalgeber zurückziehen, der Aktienkurs sinkt, es kommen die bösen Heuschrecken oder auch Konkurrenten, übernehmen Deinen Laden, zerschlagen Dich, schliessen Dich oder machen andere unangenehme Dinge mit Dir. Auf jeden Fall ist dies kein erstrebenswerter Zustand.
Die Beurteilung dieser Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge überlasse ich jedem selber.
Trigema ist für mich immer noch ein zweischneidiges Schwert.
Die Tesktilbranche war so lange ich denken kann noch nie sehr
gut bezahlt (zumindest nicht die Näherinnen) Miene Oma hat
zwischendurch mal Puppen und Stofftiere für eine Firma genäht
und die Oma von meinem damaligen Freund hat irgendwo nach dem
Krieg vorübergehend Unterwäsche im Akord zusammen genäht.
Na ja, seit dem sind ja auch ein paar Jahre vergangen. Dafür haben wir doch jetzt Osteuropäer und Asiaten. Die machen das so lange bis sie das Wohlstandsniveau der westlichen EU von 1190 erreicht haben und beauftragen dann uns mit diesen niederen Aufgaben, bis wir es dann irgendwann nach Afrika outsourcen, wenn die Bevölkerung dort als Probanden für neue Waffentechnologei und Biochemie ausgedient und selbiges noch dazu überlebt hat.
Die Tätigkeit ist anstrengend und sehr belastend für die Augen.
Wenn man mal vergleicht, dass ein T-Shirt, egal von welcher
Marke im Ausland hergestellt inklusive VErsand so um die
30-50ct kostet, dann ist der Preisdruck schon
entsprechend…
Ja, aber sollen wir deshalb alle die häßlichen Trigema Shirts von dem unsäglichen, dauergebräunten Herrn Grupp kaufen (Achtung: tendenziöse Aussage)
Daher versuche ich, wenn möglich
T-shirte etc. so weit sie zur Gaderobe passen z.B. bei Trigema
zu kaufen und achte auch bei anderen Konsumgütern darauf, wo
sie hergestellt werden.
Das ehrt Dich.
Eine andere Diskussion wäre es auch mal wert, zu überlegen, ob
die Gehälter hier manchmal nicht falsch verteilt sind. Wenn ne
polnische Putzfrau ohne Ausbildung für die Stunde 10 Euro
netto haben will, dann frage ich mich doch in welchem Film ich
bin. Schließlich muß ich die Dame noch versichern und habe
alle Pflichten eines Arbeitgebers etc… Haben spaßeshalber
mal den Lohn von uns durchgerechnet und kommen, bei
Berücksichtigung aller Überstunden die der Job so mit sich
bringt auf ca.12,50 Euro netto. Da fragt man sich dann, wozu
man studiert hat…und putze seit dem wieder selbst.
Bravo, dann frag Dich doch einmal warum diese Damen, warum eigentlich nur polnische, offenschtlich 10¬ verlangen können.
a. weil es niemand anderes zu diesem Preis machen will oder
b. weil wir immer noch zu weil Geld verdienen oder
c. ???
Ich wundere mich vor allem, solche Aussagen von einer Unternehmensberaterin zu hören.
Viele Grüße
C.