hallo leute,
ich spiele mit dem gedanken 2010 eine ag zu gründen. derzeit habe ich eine UG und geschäft läuft gut an. um kurzfristig an kapital zu kommen, wenn es gebraucht wird, möchte ich vorab eine AG gründen mit der haltung von 100% der aktien. als grundkapital weden 50.000 euro benötigt, das ist klar. nun die frage.
wie hoch muss eine bareinlage sein und wie hoch kann eine sacheinlage sein.
hintergrund ist der, dass ich vor meiner UG nur auf gewerbeschein gearbeitet habe. dort sind diverse technisceh geräte angeschafft worden. die UG ist neu gegründet, d.h. dass der gewerbeschein noch vorliegt. nun möchte ich, dass bei gründung der AG ich als privat mein gewerbe mit „anlagevermögen“ unter anderem als sacheinlage reinschmeisse. dazu gehört auch das markenpatent, welches die UG derzeit nutzt. so eine art lizenz zwischen der UG als vertrieb und den gewerbeschein als besitzer der marke.
dann hab ich in die UG am anfang des jahres noch geld reingepummpt, dh. aus der UG soll eine umfimierung in dei AG stattfinden. das geld dient dann wohl als bareinlage?!
weiss jemand was eine umfimierung kostet in eine AG?
Hallo!
weiss jemand was eine umfimierung kostet in eine AG?
In der „Konstellation“ wie Du das beschreibst: Einiges.
Sachgründung kann mit 50.000 € erfolgen, da sind keine Grenzen gesetzt. Es werden aber einige Probleme dabei auftauchen. Sämtliche Sacheinlagen müssen von Ihrem Wert her testiert werden, in der Regel von einem Wirtschaftsprüfer. Bei dem Testat des Werts eines Patents an der eine Null-Euro-GmbH vermutlich die Exklusivrechte hat würde ich mir schwer tun…
Überhaupt frage ich mich, was Dir die AG an Vorteilen bezüglich der Kapitalbeschaffung bringen wird wenn Du die Anteile selbst hältst?
Von dem Kostenaufwand im Rahmen der Gründung dürfte so zwischen 5.000 und 30.000 € alles möglich sein.
Ich kenne hier jetzt nur die Hälfte der Geschichte, wahrscheinlich noch nicht mal das aber ich frage mich spontan, ob dieses „Konstrukt“ das Du das vorhast überhaupt geeignet ist, bzw. notwendig ist. Du fährst mit einem 40-Tonner vor um eine Waschmaschine zu holen, so kommt mir das vor. Kann sein dass ich mich irre, deswegen nichts für ungut.
Gruß
Jörg
aber es macht doch sinn, die aktien zu halten um aus der AG die dividende einzustreichen um diese günstiger zu versteuern. ich meine, dass wenn ich den gewinn aus der gmbh (die dann alternativ zu führen wäre) mehr steuern zahle als wenn ich meine dividende versteuere.
ist also, wenn ich an der AG festhalte, billiger, diese im laufe 2010 bzw. 2011 mit kompletter bareinlage zu gründen?!
Ich würde dringend dazu raten mal eine steuerlich fachkundige Person zu konsultieren.
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Kann man bei einer AG eine Dividende zahlen, bei einer GmbH oder UG eine Gewinnausschüttung tätigen. Versteuerung ist das gleiche, im Prinzip ist es auch das gleiche. Von daher AG-Gründung nicht notwendig.
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Frag ich mich woher der Trugschluss kommt dass das so günstig zu versteuern ist. Privat bezahlt ein Dividendenempfänger „nur“ 25% Abgeltungsteuer + Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer, insgesamt rund 28%. Die Dividende oder Gewinnausschüttung muss aber die Gesellschaft auch versteuern, dort sind das um die 30%. Also insgesamt 58%! Das ist viel!
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Es gibt evtl. günstigere Varianten. Beim Geschäftsführergehalt beträgt die Steuer „nur“ (Spitzensteuersatz, Reichenzuschlag mal außer Acht gelassen) 42% + Soli + Kist also rund 48% (=10% weniger). Und das in der Spitze. Dazu muss man erst mal einiges verdienen um in die Spitze zu kommen, wenn man weniger verdient bezahlt man auch niedrigere Sätze.
Das Thema ist sehr komplex, dies nur mal in den Raum geworfen.
Gruß
Jörg
weitere Ergänzung
Hi !
Neben den schon genannten Punkten ist dann auch noch zu beachten, dass der Jahresabschluss für eine AG etwas umfangreicher ist, als der für eine GmbH. Sollte eine Börsennotierung geplant sein, wird es noch mal einen Zacken schärfer.
Und auch solche Verpflichtungen wie Vorstand, Aufsichtsrat (bei AG zwingend, bei GmbH meist nicht vorhanden aber freiwillig machbar), Aktionärsversammlung, Beachtung der strengen Regeln des AktG, … sollten bei der Entscheidung pro contra AG eine Rolle spielen.
BARUL76
ok, vielen dank für die erklärungen, die versteuerung der dividende innerhalb der AG hab ich nicht berücksichtigt. ich denke, dass es dann wohl auf die gmbh hinauslaufen wird.