Hallo!
Mich interessiert folgender Fall:
In einer Bekleidungsfirma mit ca.20 Filialen sind ca. 60 Mitarbeiter
angestellt. In dieser Firma arbeiten 2/3 der Mitarbeiter auf diversen
Inseln als Saisonkräfte, d.h. in der Saison werden 250 Stunden oder
mehr im Monat gearbeitet, dafür im Winter etwas weniger. Für diese
Mehrarbeit (7-Tage-Woche),das Fortsein von Zuhaus etc. bekommen die
Mitarbeiter auch ein ganz gutes Gehalt, zumindest theoretisch. Das
setzt sich folgendermaßen zusammen: geringes Bruttogehalt, z.B. 1350
€. Dafür gibt es steuerfrei jeden Monat diverse Reisekostenpauschalen
obendrauf, damit die AN trotzdem auf eine monatliche Auszahlung von
z.B. 1500€ kommen. Der AG bezahlt aber seit mittlerweile zwei Jahren
sehr schlecht, zum Teil bekommen die Kollegen mal gerade ihr
mickriges Gehalt von netto 930€ ausgezahlt, obwohl das vorn und
hinten nicht reicht. Mit der Pauschale wird man jeden Monat
vertröstet, mal gibt es 100€, mal nix. Wenn doch nun eine mündliche
Absprache über eine Gehaltsauszahlung von 1500€ besteht, hat man dann
die Möglichkeit, auf dieses Geld zu bestehen? Eigentlich kommt man
dem AG ja entgegen, da er ja durch diese Zusammensetzung aus Gehalt
und Pauschalen Abgaben spart. Kann man die Differenzen der letzten
Monate einklagen, auch wenn nur eine mündliche Absprache besteht?
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen oder mich umständlich
ausgedrückt. Ich würde mich über Eure Hilfe sehr freuen!
Liebe Grüße,
marvin