Guten Morgen,
ab wann lohnen eigentlich AGB bzw. machen Sinn?
Ich höre immer wieder von „Horror“-Threads, die von Abmahnmöglichkeiten seitens Dritter sprechen, wenn man da nicht aufpasst. Und ein Fachanwalt müßte dafür ja dann her, oder?
Ich starte demnächst neu mit einer Agentur für Visualisierung im Bereich Industrie / Commercials, und auf den Seiten der großen Anbieter für Postproduction sind eher keine AGB zu sehen, jedoch bei Angeboten dieser Firmen (von denen ich mir testweise mal einige zuschicken ließ), sind teilweise AGB dabei.
Grüßle Simbabwe
Hallo Simbabwe,
ab wann lohnen eigentlich AGB bzw. machen Sinn?
Nur mal so aus meinen Erfahrungen.
Wenn du als kleiner (Gewerbetreibender/Kleinbetrieb) ausschließlich
für größere Firmen arbeitest, kannst du dir die AGB schenken.
Aus dem was du schreibst, würde ich diese Konstellation bei dir auch
mal vermuten.
Bei der Auftragsbestätigung oder Bestellung des Kunden wird immer
drauf stehen es gelten die AGB (Einkaufsbedingungen) des Kunden.
Diese kannst du akzeptieren oder du bekommst den Auftrag nicht.
Wenn es ein größerer Auftrag ist, dann gibt es immer einen richtigen
Vertrag der alles regelt. Ist es ein größerer Kunde dann kommt auch
dieser Vertrag zu 99% vom Kunden.
Wir haben mal versucht unseren eigenen Vertrag bei einem größeren
Konzern durchzusetzen. Das Ergebnis war, die Rechtsabteilung des
Konzerns war circa ein 1/2 Jahr beschäftigt bis das OK kam. Leider
war bis dahin das Zeitfenster für das Produkt abgelaufen und der
Vertrag kam deshalb mehr nicht zu stande.
Gruß
Stefan
Hallo,
ich habe bei mir AGBs eingeführt, da sich somit die Verträge sehr viel kürzer gestalten lassen. Berate als Unternehmensberatung mit einem Team von anderen Beratern eher kleine Unternehmen, die einen Herzinfarkt bekommen würden, wenn man denen 20 Seiten Vertrag vorlegen würde. So hat der Vertrag nur zwei sehr überschaubare Seiten alles andere steht auf 16 Seiten AGB…die sind etwas länger ausgefallen, da dort alle möglichen Haftungsausschlüsse etc. drin enthalten sind und unter anderem auch noch Eigenheiten der anhängigen Werbeagentur beinhalten, sowie Zahlungsmodalitäten etc… damit haben wir qualsi alles Fälle, welche bei der Beratung und Umsetzung eintreten können erschlagen.
Komischer Weise lesen die wenigsen Leute die AGBs, dafür aber die zwei Seiten Vertrag um so mehr.
Seit ich die AGBs habe - das mag komisch klingen - hat sich auch mein Auftreten am Markt ein wenig verändert, bzw. das Verhältnis zum Kunden ist „gleichberechtigter“ geworden. Während man vorher von dem ein oder anderen Kunden als Einzelkämpfer mit seiner Frittenbude manchmal nicht ganz für „voll“ genommen wurde, wird man nun als gleichwertiger (wenn auch kleinerer Partner) behandelt.
Finde seit dem auch das Verträgeschreiben angenehmer, da man nicht mehr so aufpassen muß, was man rein schreibt oder ob man was vergessen hat etc… Es gibt zwar im Leistungsumfang Unterschiede zwischen den Mandanten, aber die Ausgestaltung ist bei allen gleich (Zahlungsziele etc…Haftung)