Agentur fuer arbeit

hallo,
ich will mal berichten, wie „effektiv“ unsere behoerde arbeitet.

vo ca 3 wochen haben wir neue mitarbeiter benoetigt, und diese versuchsweise mal ueber die agentur fuer arbeit gesucht.
die stellen wurden dann auch sehr schnell besetzt, wir teilten der agentur mit, dass wir z.zt keine weitern kraefte benoetigen.
seitdem werden wir weiterhin TAEGLICH mit weiteren bewerbungen per post, telefon, email und persoenlichen nachfragen bombardiert!
hoehepunkt war heute ein anruf:
es war eine dortmunder vorwahl " guten tag, hier agentur fuer arbeit, ich verbinde…" nach ca einer halbminuetigen musikpause war ein bewerber dran, der nicht genau wusste, auf welche stelle er sich bewerben wollte…

ich finde es eine bodenlose unverschaemtheit, den arbeitssuchenden durch schlechte organisation freie arbeitsplaetze vorzugaukeln, ich finde es zum kotzen, durch mismanagement wertvolle arbeitszeiten in betrieben zu vergeuden.
ich wuerde mir wuenschen, dass die gesamte brut dieser bundeagentur mal auf der anderen seite des schalters stehen muss…
gruss
khs

Hallo,

ich denke, diese Erfahrungen machen viele, die mit der Agentur zu tun haben. Wir haben schon mehrfach, von verschiedenen Betrieben aus, Stellen übers Arbeitsamt angeboten. Hierauf kam eine erhebliche Resonanz (was ja auch gut ist), aber selbst als die Stelle schon lange besetzt war, hörte es nicht auf, weil die Bewerber nicht erfahren, daß die Stelle nicht mehr frei ist.

Diese Anrufe „Agentur für Arbeit, ich verbinde“ kenne ich auch. Man kriegt nicht einmal die Chance, was zu sagen und wird mit jemandem verbunden, der nicht so recht weiß, was er sagen soll.

Also: es gibt Leidensgenossen! :wink:

Grüße

Sylvi

Diese Anrufe „Agentur für Arbeit, ich verbinde“ kenne ich
auch. Man kriegt nicht einmal die Chance, was zu sagen und
wird mit jemandem verbunden, der nicht so recht weiß, was er
sagen soll.

hi,
das schlimme ist, dass diese anrufe voellig ungezielt mitten in die firma reingehen. es ist der agentur offensichtlich scheissegal, ob da der personalchef oder die putzfrau abnimmt…
ich frage mich, ob mit dieser „streumethode“ schon jemals ein job vermittelt wurde…
gruss
kuddel

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hallo,

schon mal auf die idee gekommen,
-dass sich arbeitssuchende die angebote ausdrucken, dann länger liegen lassen und erst später anrufen?
-dass die datenbank von bildungsträgern, vereinen, arbeitsloseninitiativen genutzt werden, die diese angebote ausdrucken und in ihren einrichtungen aushängen…und dort hängen sie dann auch…
-dass ausdrucke an andere interessenten weitergegeben werden
-dass die datenbanken für jeden zugänglich sind, auch für leute, die gar nicht arbeitssuchend sind

sie haben übrigens die möglichkeit ihr stellenangebot anonym aufzugeben, dann bleibt ihnen das erspart.

schöne feiertage

regards
b.ruehl

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hallo,

schon mal auf die idee gekommen,
-dass sich arbeitssuchende die angebote ausdrucken, dann
länger liegen lassen und erst später anrufen?
-dass die datenbank von bildungsträgern, vereinen,
arbeitsloseninitiativen genutzt werden, die diese angebote
ausdrucken und in ihren einrichtungen aushängen…und dort
hängen sie dann auch…
-dass ausdrucke an andere interessenten weitergegeben werden
-dass die datenbanken für jeden zugänglich sind, auch für
leute, die gar nicht arbeitssuchend sind

Nix für ungut, aber den Beitrag schon mal genau gelesen?

Grüße
Chris

o.T. Coool…
.

SIS zeigt nur 33 % der offenen Stellen
Hallo Karl-Heinz,

der Markt hat auf die schlechte Datenpflege der BA schon seit Jahren eine eindeutige Reaktion:
Viele Firmen melden ihre Stellen n i c h t an die BA.
In Zahlen: Im Jahre 2000 (?) ging ein Bericht eine Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages („Demographischer Wandel“) davon aus, dass die BA ca. 50 % der offenen Stellen in Deutschland anzeigt. Vor wenigen Wochen berichtete, dass Hamburger Abendblatt dieser Anteil liege bei ca. 33 %.
Das erschreckende: Viele Arbeitsuchende glauben, dass, wenn das SIS (Stelleninformationssystem) der BA keine offene, sie interessierende Stelle anzeigt, dass es tatsächlich keine offene Stelle gebe (Meine Erfahrung aus der Schulung von ca. 800 Arbeitslosen (Nicht-Akademiker)).
Die Ineffizienz der BA ließe sich an vielen Beispielen zeigen. Das prominenteste Beispiel ist die Kostenexplosion bei der Erstellung des VAM (Virtueller Arbeitsmarkt): von anfänglich - vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenen 70 Millionen - auf 165 Millionen. Unglaublich!!
Hoffen wir, dass die Umstrukturierung dieser Mammutbehörde mit ca. 99.000 Mitarbeitern in 10 (?) Jahren erste Früchte zeigt. Schade nur, dass damit die Ursachen der Arbeitslosigkeit nicht beseitigt werden.

Grüsse aus Lüneburg
Heiner Gierling