Aggrenox

Hallo und Entschuldigung für meine vielen Fragen!
Ich habe den Arzt was vergessen zu fragen und nach dem, was da heute los war - solcher Betrieb, dass die Sprechstundenhilfen total genervt waren! - rufe ich nur ungern jetzt an. Vielleicht kann die Frage hier ganz leicht beantwortet werden:
Meine Schwiegermutter nimmt Marcumar und seit kurzem auch noch Aggrenox (1-o-1) wegen beidseitiger Verengung der Halsschlagadern. Jetzt hat sie nächsten Freitag einen „blutigen“ Termin beim Zahnarzt, deshalb wird Marcumar abgesetzt und ich gebe stattdessen Thrombosespritzen. Aggrenox wirkt aber ebenfalls blutverdünnend, was ihr in diesem Brett besser wisst als ich, indem es das Zusammenkleben von Blutplättchen verhindert, also die Entstehung von Thrombosen. Oder so :smile: Kann das nicht gefährlich werden bei einer Zahnbehandlung? Ich will dem Arzt beileibe nichts unterstellen, aber im Gedränge kann schon mal was übersehen werden. Ich habe auch schon erlebt, einige Male, dass etwas übersehen wurde, aber - um Einwände vorwegzunehmen - Ärzte und Sprechstundenhilfen sind halt auch nur Menschen :wink:

Gruß,
Eva

Hallo Eva,

Aggrenox hemmt tatsächlich recht effektiv die Thrombozytenaggregation, wird heutzutage aber bei operativen Eingriffen häufig nicht abgesetzt. Letztlich hängt es stark vom Eingriff ab, ob es sinnvoll ist Aggrenox zu beenden, leider ist es aber wenigen Zahnärzten bekannt, da es ein Mischpärparat ist, welches bei Versagen von ASS allein gern genommen wird und deshalb relativ selten verschrieben wird. Daher musst Du wohl zum Wohle Deiner Oma nochmal nerven, um sicher zu gehen.

Noch ein Hinweis für Deine Oma: „Die Kombination einer oralen Antikoagulation [Marcumar] mit Thrombozytenfunktionshemmern [Aggrenox] […] sollte vermieden werden, da es hierbei zu vermehrten Blutungskomplikationen ohne Reduktion vaskulärer Ereignisse kommt (B).“ http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/030-075.htm

Schöne Grüße an die Hausärzte :smile:.

Daher musst Du wohl zum Wohle Deiner Oma nochmal nerven, um
sicher zu gehen.

Hallo!
Seufz, werde ich tun müssen. Die eine Arzthelferin gestern hätte mich - glaube ich - am liebsten angebrüllt, so sehr stand sie unter Dampf :-/

sollte vermieden werden, da es hierbei zu
vermehrten Blutungskomplikationen ohne Reduktion vaskulärer
Ereignisse kommt (B)."

Das Aggrenox ist vor zwei Wochen im Krankenhaus verschrieben worden, wg. 50 % Verengung der Halsschlagadern beidseits. Die Hausärztin hatte vor der Einlieferung noch gemeint, vielleicht könnte man sogar das Marcumar absetzen, das ja auch nicht ohne wäre, wegen der Gefahr unbemerkter innerer Blutungen, jetzt hat Schwiegermutter das Aggrenox noch dazu bekommen!

In meinem Posting weiter unten kannst Du nachlesen, dass ich mich frage, ob man Schwiegermama die Thrombosespritzen als Ersatz für das Marcumar nicht ersparen könnte, eben wegen des Aggrenox, für die paar Tage bis zur Zahnbehandlung … Ihr Blut müsste ja wirklich flüssig genug sein. Und wenn Aggrenox im Zusammenhang mit der Sthenose gar nicht viel bringt … Ich lese mir Deinen Link gleich einmal durch, obwohl ich spüre, wie meine Chefs eine Voodoo-Puppe mit meiner Physiognomie mit heißen Nadeln spicken …

Danke Dir und Gruß,
Eva

Aggrenox geklärt
Hallo!
Nur ganz kurz: Die Praxis hat einen Fehler gemacht. Aggrenox soll jetzt ebenso wie Marcumar abgesetzt werden, ersatzweise Thrombosespritzen. Werde auch noch nachfragen, ob das Aggrenox wirklich sinnvoll ist.

Danke nochmals und Gruß,
Eva