Aggressiver Hund?

Liebe ExpertInnen,

in meiner Nachbarschaft gibt es etliche Hundehalter. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Probleme mit Tieren haben, im Gegenteil, ich liebe Hunde und hatte bisher auch keinerlei Berührungsängste.

Nun gibt es einen Mischlingshund in der Nachbarschaft, der ausgesprochen aggressiv mir gegenüber reagiert und ich habe wirklich keine Ahnung, woran dies liegen könnte.

Sobald mir mich sieht, bellt und knurrt er, rennt auf mich zu - sofern er von der Leine ist - und benimmt sich so, als sei ich sein Feind:wink:

Dabei habe ich diesem Tier nie etwas getan. Deshalb bin ich völlig ratlos, woran dies liegen könnte. Mit allen anderen Hunden habe ich keinerlei Probleme, die benehmen sich mir gegenüber auch völlig anders.

Bisher habe ich mich diesem Hund gegenüber so verhalten, daß ich mich so unbeeindruckt wie möglich zeigte und in normalem Tempo weiterging. Doch ich habe mittlerweile Angst, daß er irgendwann mal nicht mehr stehenbleibt, sondern wirklich auf mich losgehen könnte.

Was sollte ich tun? Den Halter bitten, diesen Hund nur noch mit Maulkorb rauszulassen? Klingt ein bißchen übertrieben, oder?

Habt ihr vielleicht Verhaltenstips für mich?

Herzlichen Dank und viele Grüße
Marlene

Hallo,

bist du die Einzige, der es so geht? Oder verhält sich der Hund bei allen Fremden so? Sprich doch die Besitzerin mal darauf an.

Eventuell hast du Ähnlichkeit mit einer anderen Person (evtl auch Geruch), mit der er schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Wenn der Besitzerin auch etwas daran liegt, könntest du dir doch mal Leckerlis in die Taschen stecken und dich mit dem Hund anfreunden. Eventuell geht ihr sogar ein Stückchen gemeinsam spazieren. Vielleicht ist die Besitzerin ja zugänglich.

Grüße horsemanship76

Hallo Marlene,

wir haben selbst einen Hund und werden bei Spaziergängen auch manchmal von so kleineren Hunden „gestell“. Am Anfang hat mich das Verhalten auch immer ziemlich irritiert und zum Teil beeindruckt. Als mich einmal ein Hund gar nicht in Ruhe ließ und ich auch noch meinen an der Leine hängen hatte bin ich einfach mit einem großen Schritt auf den Kläffer zu und habe ihm ganz laut und mit voller Überzeugung gesagt er solle weg gehen. Mach das wirklich mit der Stimme und Gestik ganz deutlich so sehr, dass du es schon fast als unhöflich empfindest. Bei mir hats gewirkt. Der kleine Kläffer hat etwas ungläubig geguckt, weil er mit der Reaktion nicht gerechnet hat und ist dann umgedreht, nachdem ich den Befehl noch einmla wiederholt habe.

Wenn Du den Besitzer des Hundes kennst und es auf oben beschriebene Art und Weise keine Besserung gibt, dann sprech den Besitzer doch mal auf das Verhalten seines Hundes an. Vielleicht könnt ihr zusammen üben und wenn das nicht hilft, dann muss er den Hund eben an der Leine halten, wenn Du in Reichweite bist. In der Regel hat das aber was mit Erziehung zu tun und da muss der Besitzer dem Hund klar amchen, dass sein Verhlaten nicht gewünscht ist.

Hallo,

bist du die Einzige, der es so geht? Oder verhält sich der
Hund bei allen Fremden so? Sprich doch die Besitzerin mal
darauf an.

Ich weiß, daß er sich mit anderen Hunden und deren Besitzern offenbar versteht. Momentan habe ich das Gefühl, daß er sich nur mir gegenüber so aufführt. Mit dem Besitzer konnte ich leider noch nicht ausführlich darüber sprechen, da wir uns immer nur begegnen, wenn der Hund dabei ist… Und der macht dann wirklich enormen Radau und zerrt an der Leine, so daß selbst sein Besitzer ihn kaum halten kann - obwohl es „nur“ ein mittelgroßer Mischling ist…

Eventuell hast du Ähnlichkeit mit einer anderen Person (evtl
auch Geruch), mit der er schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Wenn der Besitzerin auch etwas daran liegt, könntest du dir
doch mal Leckerlis in die Taschen stecken und dich mit dem
Hund anfreunden. Eventuell geht ihr sogar ein Stückchen
gemeinsam spazieren. Vielleicht ist die Besitzerin ja
zugänglich.

Das mit den Leckerlis hatte ich auch schon überlegt…

Aber belohne ich den Hund dann nicht sogar noch für sein aggressives Verhalten?

Danke für Deine Antwort und viele Grüße
Marlene

Hallo Alexandra,

wir haben selbst einen Hund und werden bei Spaziergängen auch
manchmal von so kleineren Hunden „gestell“. Am Anfang hat mich
das Verhalten auch immer ziemlich irritiert und zum Teil
beeindruckt. Als mich einmal ein Hund gar nicht in Ruhe ließ
und ich auch noch meinen an der Leine hängen hatte bin ich
einfach mit einem großen Schritt auf den Kläffer zu und habe
ihm ganz laut und mit voller Überzeugung gesagt er solle weg
gehen.

Nun, gestern stürzte dieser Hund wild bellend und knurrend in einem Affenzahn auf mich zu, daß ich wirklich Angst bekam. Bin dann trotzdem in ruhigem Tempo weitergegangen und habe ihn ignoriert. Er kam sogar noch ein wenig hinter mir her…

Auf mich machte es den Eindruck, als würde er mich „verbellen“ …

Mach das wirklich mit der Stimme und Gestik ganz

deutlich so sehr, dass du es schon fast als unhöflich
empfindest. Bei mir hats gewirkt. Der kleine Kläffer hat etwas
ungläubig geguckt, weil er mit der Reaktion nicht gerechnet
hat und ist dann umgedreht, nachdem ich den Befehl noch einmla
wiederholt habe.

Hmm… muß ich dann erstmal ein wenig üben… Habe wirklich noch nie Angst vor Hunden gehabt… bei diesem bekomme ich sie allmählich:frowning:

Wenn Du den Besitzer des Hundes kennst und es auf oben
beschriebene Art und Weise keine Besserung gibt, dann sprech
den Besitzer doch mal auf das Verhalten seines Hundes an.
Vielleicht könnt ihr zusammen üben und wenn das nicht hilft,
dann muss er den Hund eben an der Leine halten, wenn Du in
Reichweite bist. In der Regel hat das aber was mit Erziehung
zu tun und da muss der Besitzer dem Hund klar amchen, dass
sein Verhlaten nicht gewünscht ist.

Ja, ich denke schon, daß es ein Erziehungsproblem ist. Mit dem Besitzer konnte ich leider noch kein ausführlicheres Gespräch deswegen führen, ich will es aber auf jeden Fall ansprechen!

Viele Grüße und vielen Dank
Marlene

Hi

Nun, gestern stürzte dieser Hund wild bellend und knurrend in
einem Affenzahn auf mich zu, daß ich wirklich Angst bekam. Bin
dann trotzdem in ruhigem Tempo weitergegangen und habe ihn
ignoriert. Er kam sogar noch ein wenig hinter mir her…

Auf mich machte es den Eindruck, als würde er mich „verbellen“

Na und er schafft es ja auch jedesmal, weil du gehst ja immer einfach weg.
Sieg für den Hund :wink:

Ob sich der Hund durch Gegenwehr beeindrucken lässt, hängt ja von dem ab. Große Klappe nix dahinter… oder Hunde die bellen beißen nicht :wink:
Also ob du statt einfach weggehen das nächste mal einfach auf den Hund zu gehst und laut und bestimmt ‚Nein‘ oder ‚Hau ab‘ sagst (ohne weiter zu provozieren), hängt von dir ab, wie du den Hund einschätzt. Und wenn du schon vorher Angst hast, merkt der Hund das auch.

MfG
Lilly

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Hallo Lilly,

Auf mich machte es den Eindruck, als würde er mich „verbellen“

Na und er schafft es ja auch jedesmal, weil du gehst ja immer
einfach weg.
Sieg für den Hund :wink:

Ja, da hast Du sicherlich Recht mit:wink:…
Wie gesagt, bisher hatte ich noch nie Probleme im Umgang mit Hunden, doch dieser hier …

Ich dachte bisher, ich gehe einfach meines Weges, schaue ihm nicht in die Augen, mache keine provozierenden Gesten etc. etc… vielleicht habe ich es falsch angepackt…

Ob sich der Hund durch Gegenwehr beeindrucken lässt, hängt ja
von dem ab. Große Klappe nix dahinter… oder Hunde die bellen
beißen nicht :wink:
Also ob du statt einfach weggehen das nächste mal einfach auf
den Hund zu gehst und laut und bestimmt ‚Nein‘ oder ‚Hau ab‘
sagst (ohne weiter zu provozieren), hängt von dir ab, wie du
den Hund einschätzt.

Na ja, würde er nur bellen, wäre es mir egal…
Das zusätzliche Knurren irritiert mich. Ich bin mir da momentan nicht so sicher, ob es seine Angst ist oder ob er wirklich aggressiv ist…
Soll ja auch sogenannte „Angstbeißer“ bei den Hunden geben

Und wenn du schon vorher Angst hast,
merkt der Hund das auch.

Richtig, deshalb weiche ich ihm ja nicht so aus, daß ich einen großen Bogen um ihn mache, sondern lasse ihn sogar richtig nahe herankommen, ohne die Straßenseite zu wechseln etc. Ich bleibe halt nur nicht stehen, beschleunige jedoch auch nicht meinen Schritt…

Vielen Dank und viele Grüße
Marlene

Hallo Marlene,

such bitte unbedingt das Gespräch mit der/dem Halter …

Der Hund meiner Freundin ist stark sehbehindert, er bellt auch jeden an der ihm begegnet. Man muss ihn mit Namen ansprechen damit er sich beruhigt, dies haben sie konsquent durchgezogen bei allen leuten die ihnen so bei den täglichen Gassirunden und im Haus so begegnen.

Und es geht, nur bei ein zwei Leuten kann er nicht anders und gibt keine Ruhe da er die einfach nicht mag. Warum? Keine Ahnung es ist nie was passiert, er kann sie halt einfach nicht riechen.

Je nachdem was der Fall ist könnte es also helfen wenn du den Hund mit Namen ansprechen kannst oder sollte dies nicht helfen du wenigstens den/die Halter/in bittest ihn an die leine zu nehmen wenn ihr euch begegnet.

Und noch etwas, nicht unbeeindruckt weitergehen … der Hund könnte dies als Flucht verstehen. Stehenbleiben und ihn nicht direkt ansehen wäre da mein Rat und dann nach Möglichkeit ansprechen mit fester Stimme, schön wär es da natürlich wenn du den namen des Hundes kennen würdest.

Schönen Gruß
Andrea

Das mit den Leckerlis hatte ich auch schon überlegt…

Aber belohne ich den Hund dann nicht sogar noch für sein
aggressives Verhalten?

Ich denke, es kommt darauf an, wie die Situation weiter verläuft.
Wenn du stehen bleibst und mit ruhiger freundlicher Stimme mit ihm
redest und dir Zeit nimmst, wird er sich bestimmt beruhigen. Du
darfst dich nur durch seine Art nicht verunsichern lassen. Du mußt
Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen, damit er merkt, dass von dir keine
Gefahr ausgeht. Achte darauf, dass du KEINE bedrohliche Körperhaltung
einnimmst. Oder du stellst dich ganz unbedarft in 5m Entfernung
daneben und tust so, alsob er garnicht da wäre. Schau in die andere
Richtung. Und wenn die Besitzerin mit den Leckerlis einverstanden
ist, wird er dir bestimmt bald freudig entgegenspringen und sein
Futter bei dir abholen.

Viel Erfolg und Grüße
horsemanship76

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hallo Marlene,
versuchs doch mal mit Bestechung:LEBERWURST
Einfach oefters ein Stueck dem Hund anbieten-das verbindet er dann positiv mit dir(wenn du vorher deine Haende damit einreibst und ein Kleenex dazu-das riecht er schon aus grosser entfernung!
Gruesse von Barbara

und anbieten

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Hallo Marlene1,:

Nun, gestern stürzte dieser Hund wild bellend und knurrend in
einem Affenzahn auf mich zu, daß ich wirklich Angst bekam. Bin
dann trotzdem in ruhigem Tempo weitergegangen und habe ihn
ignoriert. Er kam sogar noch ein wenig hinter mir her…

Gratuliere, Du hast den Hund gewinnen lassen.
Ich schalte bei so etwas immer auf den Betriebszustand „Tiefster Baß in doppelter Kasernenhoflautstärke“, drehe mich blitzartig zu der Fußhupe um und BELLE zurück. Meist steht dann nur noch das Fell, das Innenleben hängt zitternd im nächsten Baum oder unter dem Rock der Halterin. Dieser sage ich dann im freundlichsten Ton, daß der Hund mit einem Tritt in die Umlaufbahn fliegt, wenn er mich jemals beißen sollte. Für gewöhnlich ist dann Ruh´…

BeLa
*mag Tiere, hasse manche Halter*

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Danke an Euch alle!!
Liebe HundeexpertInnen,

ich danke Euch allen für die Antworten.

Ich habe die Antworten auf mich wirken lassen und zunächst einmal:
wenn ich das richtig verstanden habe, so hat das Knurren nix damit zu tun, daß der Hund es wirklich auf mich abgesehen hat, sondern er will „lediglich“ sein Revier verteidigen, oder?

Nun, Eure Antworten haben mir auf jeden Fall geholfen! Zum einen werde ich bei nächstbester Gelegenheit anders reagieren - nämlich so, wie mir hier empfohlen wurde! Ob ich allerdings zurückbellen werde, weiß ich noch nicht… :smile:

Das mit den Leckerlis nehme ich ebenfalls in meine „To-Do-Liste“ auf.

Eines habt ihr alle erfolgreich geschafft:
ich fühle mich gestärkt und gewappnet für den nächsten Kontakt mit dem vierbeinigen Nachbarn *lächel*.

Dafür ein dickes „Danke-Schön“

Viele Grüße
Marlene

Hi Marlene

Weshalb nimmt der Besitzer die kläffende Töle nicht an die Leine?

Ich würde mich nicht von so einem Köter anbellen lassen.

Kleiner Tip

http://www.pfefferspray-versand.de/

Aber stets gezielt einsetzen :wink:

Viel Erfolg

Siân

Hallo Sian,

dagegen spricht:

  1. in 99% der Fälle bekommst Du Dein Pfefferspray gar nicht rechtzeitig gezückt.
  2. steht warum auch immer der Wind meistens so schlecht, dass man sich häufig selbst damit einsprüht und dann nicht mehr manövriefähig ist
  3. sich manche Hunde das mit dem Spray merken und dich dann erst recht angehen - die sind ja nicht blöd die Viecher und wissen manchmal erstaunlich genau wie die Zusammenhänge sind
  4. es das Verhältnis an dieser Stelle zum Besitzer nicht verbessert - so Streitereien können einen halben Ort beschäftigen und das muss nicht sein, da die Situation an sich ja noch nicht verfahren ist.
  5. der Hund dadurch auch nicht erzogen wird und seine Grenzen kennen lernt
  6. das Ganze Sachbeschädigung sein könnte.
  7. Der Hund an sich nach der Beschreibung nicht so groß und selbstbewusst ist, dass man den als Mensch nicht mit vorher beschriebenen Verhalten in den Griff bekommen könnte.

Ich möchte hier in keinster Weise den Hund bzw den Besitzer entschuldigen, es steht außer Frage, dass Hunde an die Leine gehören, wenn andere Menschen entgegen kommen und erst recht in Wohngebieten; dass Hunde erzogen gehören und man gegenseitig Rücksicht aufeinander nehmen sollte, aber leider scheint das für immer mehr Menschen ein Fremdwort zu werden.

Alexandra *die sich ebenfalls über diverse Hundebesitzer ärgert*

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Hallo zusammen,

um beurteilen zu können, warum der Hund Dich anbellt und anknurrt, müsste man genau sehen, welche körpersprachlichen Signale er dabei zeigt. Ohrenhaltung, Blick, Fell, Lefzen, Rute, Kopfhaltung, usw. usw.

Zeigt er dieses Verhalten schon aus großer Ferne, oder erst, wenn Du eine bestimmte Distanz zu ihm unterschritten hast?

Wenn er nicht an der Leine ist, wie nah kommt er dann an Dich ran?

Macht er das wirklich ausschließlich bei Dir?

Wie verhält sich der Besitzer Dir gegenüber?

Es kann daran liegen, dass der Hund sich für seinen Besitzer verantwortlich fühlt (falsche Rangbeziehung zwischen dem Besitzer und seinem Hund) und aus irgendeinem Grund der Meinung ist, dass du für ihn eine Bedrohung darstellst.

Wenn man sich die Situation nicht selbst anschauen kann, ist es schwierig, aus der Entfernung hier eine sinnvolle Diagnose zu stellen. Oft sind es völlig unscheinbare Kleinigkeiten, die bie so etwas den Ausschlag für eine Beurteilung geben.

Auf jeden Fall würde ich mich einmal ausführlicher mit dem Besitzer unterhalten. Weiterhin würde ich, wenn der Hund das wieder tut, stehen bleiben, ihn nicht anschauen, ihm die Seite zuwenden, aber nicht weggehen, weil er das als Erfolg werten würde und es sein Verhalten bestätigt.

Viel Erfolg!

Grüße Sebastian

Hi Alexandra

Leider hast du mein :smile: übersehen.

Ich habe auch nicht geschrieben dass man Hunde mit dem Spray angreifen soll…

Muede Gruesse
Siân