Hallo zusammen. Wer kann mir helfen?
Ich habe in meinem Wohnwagen eine Kühlbox(-18° C)bisher mit einem 12 V Netzteil betrieben. Das funktionierte auf den Campingplätzen soweit ganz gut. Fiel die Versorgungsspannung jedoch zu stark ab, so war das Netzteil nicht mehr in der Lage die Box zu starten. Nun möchte ich das ganze mit einer AGM Batterie und einem Ladegerät in Schwung halten. Die BOX hat eine Leistungsaufnahme von ca.60 W. Reicht ein Accu mit 20 AH aus? Welche Ladeleistung muss das Ladegerät haben, um die Batterie immer mit genügend Energie zu versoren?
Vielen Dank für eure Hilfe!
Gruß Valalta
Hallo Valalta,
… in meinem Wohnwagen eine Kühlbox bisher mit einem 12 V Netzteil betrieben… Fiel die Versorgungsspannung jedoch zu stark ab, so war das Netzteil nicht mehr in der Lage die Box zu starten. Nun möchte ich das ganze mit einer AGM Batterie und einem Ladegerät …Die BOX hat eine Leistungsaufnahme von ca.60 W. Reicht ein Accu mit 20 AH aus?
Betriebsstrom bei eingeschalteter Box ist 60W / 12V = 5A.
Wie hoch ist die prozentuale Einschaltdauer des Kompressors an einem heißen Tag? Wenn wir einmal von einem fiktiven Wert von 50% ausgehen (nur, weil es sich so leicht rechnen lässt), benötigst Du für den einstündigen Betrieb der Kühlbox eine Batteriekapazität von:
5A * 1h * 50% = 2,5Ah
Wenn Du die Kühlbox 24 Stunden im reinen Batteriebetrieb fahren willst, benötigst Du also bei dieser Vorgabe eine Batterie von
24 * 2,5Ah = 60Ah. Da man bei einer Batterie immer davon ausgehen sollte, dass ihre Nennkapazität nur zu 50% mit einiger Sicherheit zur Verfügung steht, musst Du noch einmal eine Sicherheitsreserve von 60Ah dazurechnen. Dann wärst Du bei einer Batteriekapazität von 120Ah.
Welche Ladeleistung muss das Ladegerät haben, um die Batterie immer mit genügend Energie zu versoren?
Es sollte mindestens den Nennstrom der Kühlbox liefern können, dann wird bei Dauerbetrieb in den Einschaltpausen der Kühlbox die Batterie aufgeladen - ein quälend langsames Verfahren.
Besser ist es, ein auf die Batterie abgestimmtes Ladegerät zu verwenden, welches den für diese Batterie maximal zulässigen Ladestrom liefern kann.
Schau mal hier nach:
http://www.yachtbatterie.de/batterien/index.shtml
http://www.yachtbatterie.de/ladung/land/index.shtml
Aus den Beispiel-Berechnungen, die ich oben gemacht habe, solltest Du die Berechnung Deiner Batterie nach Deinen Bedürfnissen ableiten können (hoffe ich).
Gruß merimies
Hallo merimies. Danke für deine schnelle Antwort. Die Kühlbox ist Kompressor betrieben. Der Einschaltstrom beträgt denke ich bei dieser Leistungs/strom Konstellation sicherlich 15 A. Danach läuft die Box mit 5A/60 W Strom/Leistungsaufnahme. Die Einschalthäufigkeit liegt schätzungsweise bei 5-6 x pro Stunde.Dabei läuft die Box ca. 5-8 Minuten durch. D.h. Zum Aufladen bleibt nur eine kurze Zeit.
In der Nacht fällt dann der Kühlbetrieb, bedingt durch die kühleren Temperaturen, kürzer aus. Dadurch wird die Batterie besser geladen.
Kannst du mir nochmals deine Meinung schreiben.
Gruß Valalta
Hallo Valalta
Der Einschaltstrom beträgt denke ich bei dieser Leistungs/strom Konstellation sicherlich 15 A. Danach läuft die Box mit 5A/60 W Strom/Leistungsaufnahme.
Die Einschalthäufigkeit liegt schätzungsweise bei 5-6 x pro Stunde.Dabei läuft die Box ca. 5-8 Minuten durch.
Das heißt, unter Worst-case-Bedingungen (6 x 8 Minuten / Stunde) liegt die Einschaltdauer bei 80%.
Du hast bis jetzt noch nichts über die geplante Betriebsart der Anlage gesagt.
Willst Du den Akku als Stütz-Akku mit ständig zugeschaltetem Ladegerät laufen lassen oder soll der Betrieb auch für eine bestimmte Zeit ohne Ladegerät nur über den Akku laufen?
Im ersten Fall benötigst Du ein Ladegerät, das deutlich mehr als 5A (z.B. 7A) liefert, damit es den Betriebsstrom von 5A aufbringen kann. Das Gerät muss für den kombinierten Betrieb (Ladung bei gleichzeitig mitlaufenden Verbrauchern) geeignet sein. Der über dem maximalen Ladestrom liegende Anlaufstrom des Kompressors würde dann von der Batterie aufgebracht werden. Dafür würde sich das Ladegerät CTEK Multi XS 7000 (siehe Link in meinem letzten Beitrag) eignen.
Die Batterie müsste (für unser Beispiel) dann einen Ladestrom von mindestens 7A verkraften. Ich würde in diesem Fall eine 45Ah-Batterie (Ladestrom max. 13,5A) einsetzen. Notfalls geht auch (bei Begrenzung des Ladestroms auf 6A) eine 33Ah-Batterie.
Im zweiten Fall (zeitweiliger Betrieb ohne Ladegerät) gilt natürlich die Kapazitätsberechnung gemäß meinem letzten Beitrag. Also aus Einschaltdauer und Betriebsstrom (ohne Einschaltstromstoß) die Batteriekapazität für eine Betriebsstunde berechnen und mit den geplanten Betriebsstunden sowie dem Sicherheitsfaktor multiplizieren. Das Ladegerät auf einen möglichst hohen Ladestrom auslegen, um schnelle Wiederbereitschaft des Akkus zu gewährleisten.
Ich hoffe, das war hilfreich.
Gruß
merimies
Hallo merimies.
Danke nochmals für deine Unterstützung. Das Ladegerät läuft immer durch. Die Batterie ist dann also nur als Puffer gedacht, die meine Kühlbox immer versorgt. Ich hatte mir schon auch ein Ladegerät ausgesucht, dass 7 A Ladestrom liefert.Diese Ladegerät schaltet bei Erreichen der Ladespannung selbsständig ab, sodass eine Überladung nicht vorkommt.
Du meinst also, ich sollte eine mind.33 AH Batterie verwenden. 20 AH reichen dann wohl nicht aus??
Gruß valalta
Hallo merimies.
Was hälst du von diesem Ladegerät?
ABU Vollautomatisches Batterieladegerät
6 und 12 Volt
IIUoIUp Kennlinie
Batteriekapazität 2 - 225 Ah
Ladestrom 3,5 oder 7 Ampere
Das AUBU.DE Aktions Ladegerät ist umschaltbar von 6 Volt auf 12 Volt und somit für PKW, LKW, Motorrad und Oldtimer geeignet. Es können Batterien mit einer Kapazität von 2 Ah bis 225 Ah geladen werden. ( AH = Amperestunden) . Das Ladegerät überwacht den Ladevorgang mikroprozessorgesteuert. Ein überladen ist somit ausgeschlossen. Ist die Batterie voll geladen, schaltet das Ladegerät selbständig auf Erhaltungsladung (13,8 Volt) . Dieses elektronische Ladegerät ist mit herkömmlichen Ladern nicht mehr zu vergleichen, da es den Ladestrom (max. 7 Ampere) vollautomatisch an den Ladezustand der Batterie anpasst und regelt. Daher können diese Batterielader auch Monate an der Batterie angeschlossen bleiben; - ein Überladen ist unmöglich. Es ist verpolungssicher und für alle Blei-Säure-Batterien (Offene, MF, GEL und AMG) geeignet. Das AUBU.DE Aktions Ladegerät ist universell einsetzbar für PKW, Boot, Oldtimer, Motorrad, Wohnmobil, Schneescooter, LKW, Landwirtschaft und vieles mehr.
Mit diesem Ladegerät können Batterien mit 6 Volt und 12 Volt geladen werden. Gruß valalta
Hallo valalta
… Das Ladegerät läuft immer durch. Die Batterie ist dann also nur als Puffer(batterie) gedacht, die meine Kühlbox immer versorgt. Ich hatte mir schon auch ein Ladegerät ausgesucht, das 7 A Ladestrom liefert. Dieses Ladegerät schaltet bei Erreichen der Ladespannung selbständig ab, so dass eine Überladung nicht vorkommt.
Nun ja, Ich habe auch Dein nächstes Posting gelesen, in dem Du näher auf die technischen Daten dieses Gerätes eingehst.
Du musst dabei folgendes beachten:
Du willst eine Batterie laden, die während des Ladevorgangs noch Verbraucher versorgt. Das simuliert dem Ladegerät während des Ladevorgangs unter Umständen (vor Allem während der Einschaltstromspitzen der Kühlbox), dass die Ladung der Batterie nicht zu-, sondern abnimmt. Das könnte die Steuerung des Ladegerätes durcheinanderbringen. Also solltest Du darauf achten, dass diese Betriebsart in der Beschreibung des Ladegerätes ausdrücklich als zulässig erwähnt wird.
Weiter solltest Du darauf achten, dass dein Ladegerät ein getaktetes und kein längsgeregeltes Gerät mit Netztrafo ist. Getaktete Geräte erkennst Du an der Angabe eines Wirkungsgrades nahe bei 85% (gut für den Geldbeutel) und an einem weiten Eingangsspannungsbereich von etwa 150V (oder etwas mehr) bis 240V (oder noch etwas mehr). Das ist gut für den Betrieb an Netzen mit gelegentlicher starker Unterspannung, wie sie auf Campingplätzen üblich sind.
Du meinst also, ich sollte eine mind. 33 AH Batterie verwenden. 20 AH reichen dann wohl nicht aus??
Bei der Auslegung der Anlage geht man wie folgt vor:
Ausgangswert ist der Strombedarf aller angeschlossenen Geräte, in unserem Fall also der Kühlbox mit 5A. Aber man sollte gleich eine Reserve berücksichtigen für später noch zusätzlich zu versorgende Geräte, z.B. einen Fernseher.
Entsprechend dem Strombedarf der Verbraucher – wobei man Einschaltströme außer Betracht lassen kann – wählt man den Ladestrom des Ladegerätes, der etwas über diesem Strombedarf liegen sollte.
Zum Schluss wählt man die kleinste Batterie, für die der Ladestrom des Ladegerätes als maximaler Ladestrom noch zulässig ist. Nach meiner Recherche vertragen AMG-Batterien von 33Ah einen max. Ladestrom von 6A und Batterien von 44Ah einen max. Ladestrom von 10,5A. Eine 20Ah-AMG-Batterie habe ich nicht gefunden, der max. Ladestrom dürfte aber mit Sicherheit unter 5A liegen. Damit ist die Batterie für Deinen Zweck zu klein.
Bei dem ABU-LadeLadegerät lässt sich der Ladestrom nur auf 3,5A (zu wenig) und 7A einstellen. Damit wäre die 33Ah-Batterie ebenfalls zu klein und es bliebe nur die 44Ah-Batterie über.
Alles klar auf der Andrea Doria?
Gruß merimies.
Hallo merimies.
Danke nochchmals für deine Unterstützung.
Gruß Valalta