Hallo Melanie,
Mein Sohn ist 19 Monate alt und seit ein paar Wochen habe ich
„ziemliche“ Probleme mit ihm.
dafür haben Kinder eine besonders empfindliche Antennen, wenn ihr Verhalten und Tun ein Problem für Eltern ist.
Immer wenn ich ihm etwas verbiete oder ihm etwas nicht passt,
schlägt er um sich wie ein wilder! wenn ich mit ihm alleine
bin und er haut mich, sage ich er soll aufhören und dann haut
er irgendwas andres, was gerade im Weg ist.
Sobald Kinder laufen können, erweitert sich ihr Sichtfeld, und somit wächst ihre Neugier und ihre Entscheidungsfreudigkeit. Und gleichzeitig lernen sie Mauern, Hindernisse und Neins kennen, was Frust bedeutet, mit dem entsprechendem Ventil je nach Temperament. Und weil ein 1 1/2 jähriges Kind weder für Argumente zugänglich ist, noch über Lebenserfahrung verfügt, muss es schlicht und ergreifend mit Gegebenheiten (z.b. Verbote zu erfahren) zurechtkommen.
Wenn ich mit ihm
unter leute bin, hört er überhaupt nicht und führt sich noch
schlimmer und agressiever auf als zu Hause!
Zuhause geht er auf dich ein, außerhalb geht es um Machtkämpfe mit dir. Ich habe eine sehr willensstarke Tochter. Mit ihr habe ich einige Besuche kurzerhand abgebrochen. Daheim habe ich sie in ihr Zimmer gesetzt, sie toben lassen und sie dann nach einiger Zeit wieder beruhigt.
Kann mir jemand sagen, was ich in so einer Situation machen
soll, wie ich mich verhalten kann?
ich weiß mir keinen Rat!
So sind wir wieder beim Anfang meines postings: Er spürt deine Verunsicherung. Das verbessert Euer Verhältnis nicht gerade. Ich habe mir in manchen Situation ziemlich nüchtern überlegt, wann ich was warum verboten habe, dass es mir um die Sache ging, und nicht darum mein Kind klein zu schimpfen.
An den Frustgefühlen und der Verzweiflung deines Sohnes wirst du nicht herumkommen, weil es zu seiner Entwicklung gehört. Aber es zeichnet dich als erfahrene Erwachsene aus, an dem sich ein Heranwachsender hochzieht: nämlich den Überblick zu behalten, Position zu beziehen an die er sich richten muss, Eure Verbundenheit nicht an sein Tun und Lassen zu knüpfen.
Ich glaube, ich kann dir nicht wirklich raten, wie du dich verhalten sollst. Das kommt auch immer wieder auf die Situationen an. Aber ich denke, dass die Aggressionen deines Sohnes normal sind, wahrscheinlich kommen sie so schnell hoch, wie sie wieder verschwinden. So wäre ich an deiner Stelle etwas gelassener (keine Kunst, meine Kinder sind aus dem Gröbsten raus
) ), mit dem Wissen, dass sich diese Phase legt, und dass Gelassenheit sich günstiger auf sein aggressives Verhalten auswirkt als Verunsicherung oder große Verärgerung.
Die Bücher von Jan Uwe Rogge kann ich ebenfalls empfehlen.
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gruß
grilla *diedenAutormalkennenlernendurfte*