Ahnenforschung

Hallo zusammen.
Ich weiß nicht genau, ob ich hier richtig bin, aber vielleicht könnt ihr mir ja helfen…
Bitte nicht lachen, denn es wird jedesmal gelacht, wenn ich folgende Geschichte erzähle. Ich möchte dennoch wissen, ob da womöglich etwas dran ist:
Meine Oma (mitlerweile verstorben) erzählte mir mal von ihrem Bruder der sich wohl um 1943 oder '44 zur Waffen-SS gemeldet habe. Es wurden dann von einer mir nicht bekannten Behörde seine Ahnen ermittelt. Und da soll dann heraus gekommen sein, dass irgendwie die Linie zu J.W. v. Goethe führe. Wohl über einen Sohn, der vermutlich nach Pommern zog ( meine Großeltern hießen Goehde und hatten bei Neustettin in Pommern einen Hof ).
Naja.
Weiter unten las ich, dass es einfacher sei an Informationen zu Soldaten zu kommen, wenn sie gefallen sind. Dies ist bei meinem Großonkel der Fall.
Ich wüsste nur gerne, ob diese Ahnenforschung der SS um 1943/44 angesichts der militärischen Lage und der Wandlung der Waffen-SS zu einer multinationalen Truppe überhaupt noch Brauch war, und wenn ja, ob dazu ein Archiv existiert, in welchen ich nachlesen könnte.
Also ob der Geschichte nicht lachen…
Wäre nett, wenn jemand eine Idee hätte.

Danke im Voraus
Guido

Berlin Document Center
Hallo Pogotorte,

am besten schickst du eine schriftliche Anfrage an das Bundesarchiv in Berlin Lichterfelde. Du fragst, ob es im Berlin Document Center Unterlagen zur Person gibt und begründest dein persönliches Interesse.
Die Sache mit dem Ahnenpass lief übrigens nicht erst in den Kriegsjahren an.

Bernhard

PS: Und gib mal Bescheid, wenn dir Tantiemen von dem Allesbesserwisser aus Frankfurt/Weimar zustehen.

Hi,

Meine Oma (mitlerweile verstorben) erzählte mir mal von ihrem
Bruder der sich wohl um 1943 oder '44 zur Waffen-SS gemeldet
habe.

Welche Division?

Ich wüsste nur gerne, ob diese Ahnenforschung der SS um
1943/44 angesichts der militärischen Lage und der Wandlung der
Waffen-SS zu einer multinationalen Truppe überhaupt noch
Brauch war, und wenn ja, ob dazu ein Archiv existiert, in
welchen ich nachlesen könnte.

Afaik (und ich sage afaik) wurde ab Mitte 1943 alles in die
Waffen-SS genommen, was einen Schiessprügel tragen konnte.
Es ging nur darum, keine „jüdischen“ Vorfahren in den letzten
4 Generationen zu haben. Für mehr hat sich wahrscheilich keiner
interessiert.

Ansonsten kann es nichts schaden, sich an die bereits erwähnten
Archive zu wenden. Bei einigen SS-Div. wirst Du aber Pech haben.

Grüße

CMБ

Hallo !

Willst Du wissen, ob Ahnenforschung noch üblich war oder ob auch Du mit Goethe verwandt bist??
Ich würde es mal beim Goetheinstitut oder einer anderen, sich mit Goetheforschung beschäftigenden Institution versuchen. Die gibt es ganz sicher dort, wo Goethe gelebt hat, Weimar, Frankfurt usw.

mfg Conrad

Welche Division?

Das weiß ich leider nicht…
Bekannt ist mir nur, dass er '44 an der Ostfront fiel. Aber das war ja mit mehreren Divisionen möglich.

Afaik (und ich sage afaik) wurde ab Mitte 1943 alles in die
Waffen-SS genommen, was einen Schiessprügel tragen konnte.
Es ging nur darum, keine „jüdischen“ Vorfahren in den letzten
4 Generationen zu haben. Für mehr hat sich wahrscheilich
keiner
interessiert.

Das denke ich auch.
Aber zumindest in der Anfangszeit der Waffen-SS war das doch üblich, soweit ich weiß…
Weißt du denn wie diese Behörde sich nannte?
(der Name würde die Nachforschungen im Archiv sicher vereinfachen…)

Gruß
Guido

Es ging nur darum, keine „jüdischen“ Vorfahren in den letzten
4 Generationen zu haben.

Hallöle, waren es nicht nur 2 Generationen? Mir war so…

mfg fred

Hallo !

Bevor hier noch mehr Merkwürdigkeiten über den „Ariernachweis“ verbreitet werden :

  1. Januar 1935

Auf einer Arbeitstagung des Adelskapitels stellt der Adelsmarschall, Fürst zu Bentheim-Tecklenburg, fest, der Adel bejahe die reine Idee
des Nationalsozialismus. Die sog. Arier-Klausel verlangt vom Adel den arischen Nachweis bis 1750, von Parteigenossen bis zum 1. Januar 1800.

[Tageschronik: 19. Januar 1935. Digitale Bibliothek Band 49: Das Dritte Reich, S. 1164 (vgl. DGK Bd. 2.1, S. 185 ff.) © Droste/Directmedia]

mfgConrad

Schau mal im Militärhistorie FAQ nach stehen einige Adressen zur Forschung drin, die Dir vielleicht behilflich sein können

hallo!
ahnenforschung war damals groß in mode und dass nicht nur bei ss-soldaten. auch einfach bürger und bauern mussten ihren arischen nachweis erbringen. ich hab zu hause noch einige urkunden die im 38er-jahr ausgestellt wurden und die ahnen einige generationen zurück dokumentieren.

wenn dich deine vorfahren interessieren, dann würd ich mich bei der für die matrikeln zuständigen stelle mal erkundigen. da gibt es meistens in jedem kirchlichen bezirk ein archiv, wo geburten- trauungs- und sterbebücher aufbewahrt werden. und diese führen oft unterschiedlich weit zurück. ab den nazis wurde dann ja die führung dieser bücher an staatliche stellen übertragen.

wie die situation in ostdeutschland ist, weiss ich nicht. es könnte sein, dass vieles vernichtet wurde. eine tante von mir stammt aus ost-preußen. da existieren kaum mehr aufzeichnungen über ihre eltern.

mfg
christian

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