Kann mir wohl jemand hier erklären, was das für ein Antikörpertiter-Test ist, der routinemäßig bei der ersten VU in der Schwangerschaft gemacht wird?
Was mich interessieren würde ist vor allem, auf welche Antikörpertiter da getestet wird. Oder ist das womöglich ein Test, der sozusagen alle möglichen mit einschliesst? *kaumvorstellenkann*
Und, wenn dieser Test ergibt, dass ein AK positiv ist, warum kann dann erst nach einer bestimmten Wartezeit bestimmt werden, welcher das ist?
Aus meinem Beruf kenne ich es nur so, dass man vorher weiss, auf welchen Titer getestet werden soll, und dann eben dementsprechend vom Labor ein Ergebnis zurückbekommt, auf dem der Titer angegeben ist. Deswegen bin ich etwas verwirrt
„Wenn eine Schwangerschaft vorliegt, sollte die Frau bis zur Geburt ihres Kindes medizinisch betreut werden. Anhand ihrer medizinischen Vorgeschichte und einer gründlichen Untersuchung muß zunächst festgestellt werden, ob Risiken bestehen oder Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft zu erwarten sind. Daneben müssen verschiedene Laboruntersuchungen vorgenommen werden. Anhand einer Blutprobe muß zum Beispiel untersucht werden, welche Blutgruppe die Frau hat und ob das Blut Rh-positiv oder Rh-negativ ist, ob Abwehrstoffe gegen Röteln (Röteln-Antikörper) oder Hinweise auf eine bestehende Syphilis vorhanden sind. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, daß die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft und schließlich ein gesundes Kind geboren wird.“ Quelle:hu-Berlin
Danke für den Text, allerdings beantwortet er meine Frage leider nicht wirklich. Die Blutgruppen- und Rhesusfaktor-Bestimmung und der Röteltitertest werden zwar im gleichen Aufwasch gemacht, die Antikörperbestimmung ist aber nochmal eine zusätzliche Bestimmung auf andere AKs als die gegen Röteln, denn im Mutterpass gibt es dafür extra Felder.
Evt. hat die Syphilis mit diesem Test zu tun, dafür gibts nämlich kein extra Feld. Da muss es doch aber noch mehr geben? Sonst könnte man ja auch Syphilis-Test draus machen, und jeder wüsste gleich, worum es geht? *rätsel*
ich versuch es noch einmal, denn der Link den ich dazu geschrieben hatte, war nicht ganz ok.
Antikörper-Suchtest
Bei diesem Test wird untersucht, ob sich Antikörper gegen Blutgruppen-Antigene gebildet haben. Ein negativer Antikörpersuchtest ist der Normalfall. Bei rhesus-negativen Frauen wird mehrmals auf Anti-D-Antikörper untersucht. Lassen sich bis zur 28.- 30. Woche keine Anti-D-Antikörper nachweisen, so wird eine Anti-D-Prophylaxe durchgeführt. Man spritzt ein Anti-D-Serum und verhindert so, dass der Körper der Mutter selbst Antikörper bildet. Der Antikörpersuchtest zur Bestimmung der Blutgruppen-Antigene wird wiederholt im Laufe der Schwangerschaft (Antikörper-Suchtest-Kontrolle). http://www.eltern.de/schwangerschaft_geburt/schwange…
Manu
ich habe mal meinen Ex-Chef gefragt, ob er es erklären kann, der ist nämlich Labor-Mediziner und macht solche Test.
Also, er hat dazu folgendes geschrieben:
Blutzellen haben auf ihren Membranen Strukturen („Antigene“), gegen die der Organismus prinzipiell Antikörper machen kann, wenn er sie nicht als „eigen“ erkennt. Die wichtigsten sind die Blutgruppenmerkmale und die Rhesusfaktoren.
Bei dem Test auf irreguläre Antikörper wird mit Hilfe von Testzellen, die verschiedene definierte Antigene tragen, zunächst geprüft, ob solche Antikörper im Blut der Schwangeren vorhanden sind und welche Spezifität diese haben (z.B. Anti-D, Anti-Kell, Anti-C etc.); danach wird geprüft, in welcher Verdünnung (Titer) diese Antikörper noch nachweisbar sind. Manche Labors machen den Suchtest an einem Tag, die Differenzierung (d.h. Feststellung der Spezifität) an einem anderen Tag und ggf. die Bestimmung der Verdünnung, bis zu der der Antikörper noch nachweisbar ist, wiederum einen Tag später. Eine Wartezeit gibt es eigentlich nicht.
Ist die werdende Mutter z.B. Rhesus-negativ, besitzt daher das Merkmal „D“ nicht auf ihren Zellen, hat aber im Blut Antikörper der Klasse IgG (Immunglobulin G) und der Spezifität Anti-D (die durch den Mutterkuchen in den Kreislauf des sich entwickelnden Kindes gelangen können, da sie „placentagängig“ sind), so können diese die roten Blutkörperchen des Kindes schädigen, wenn dieses Rhesus-positiv ist, also das D-Merkmal vom Vater ererbt hat.
Sind einmal „irreguläre“ Antikörper im Blut der Mutter festfestellt worden, erfolgt in Abhängigkeit von der Bedeutung des Befundes für das werdende Leben eine Titer-Kontrolle, um ggf. rechtzeitig eingreifen zu können (bis hin zum Blutaustausch beim Kind im Mutterleib).
Ich hoffe das hilft Dir weiter.
Liebe Grüße,
Daniela
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DANKE, genau so eine Info hab ich gesucht, damit kann ich was anfangen
Jetzt hab ich endlich geschnallt, worum es da geht *freu*
Ich hab mich mit meinen Vermutungen „etwas“ in die falsche Richtung bewegt, aber jetzt klärt sich für mich so einiges auf
Dann bin ich mal sehr gespannt, was das zweite Testergebnis nächste Woche aussagt. Ist alles so spannend