Akkretionsscheiben

Hi Leute,

aufgrund des Drehimpulserhaltungssatzes
muss sich die auf ein kompaktes Objekt einfallende Materie um dasselbe
auf Spiralbahnen bewegen, um letztendlich
hineinzustuerzen. Dies fuehrt zur Bildung einer sog. Akkretionsscheibe.
Ist es bei hinreichend stark gravitierenden
Zentralobjekten moeglich, dass keine Ak-
kretionsscheiben sich bilden und die Materie sofort einstuerzt ?

Hallo, Micha-K.,

das würde bedeuten, daß irgendwie die Impulskomponente senkrecht zum Radiusvektor Opfer-Zentralkörper (und dieser Anteil geht auch in den Drehimpuls ein) vernichtet werden müßte. Wie geht das? Tendenziell könnte also Gravitation auch eine Tangentialkraft erzeugen (dann nämlich, wenn die Bahntangente senkrecht zum Radiusvektor steht)…hmmm

Leicht im Nebel tappend
Stefan

aufgrund des Drehimpulserhaltungssatzes
muss sich die auf ein kompaktes Objekt
einfallende Materie um dasselbe
auf Spiralbahnen bewegen, um letztendlich
hineinzustuerzen. Dies fuehrt zur Bildung
einer sog. Akkretionsscheibe.

Ohne Reibung findet keine Akkretion statt.
D.h. lt. Drehimpulserhaltung und ohne
Reibung (Viskositaet) bewegt sich die
Materie auf Kreisbahnen. Erst die Reibung
sorgt fuer Abbremsung und spiralfoermige
Einwaertsbewegung. Der Drehimpuls wird
hingegen durch einen kleinen Teil der
Materie nach aussen abgefuehrt. Dieser
Effekt fuehrt dazu, dass die Scheibe sich
insgesamt ausdehnt.

Ist es bei hinreichend stark
gravitierenden
Zentralobjekten moeglich, dass keine Ak-
kretionsscheiben sich bilden und die
Materie sofort einstuerzt ?

Nein.
Siehe Objekte, die vermutlich schwarze
Loecher sind. Diese haben auch
Akkretionsscheiben, welche Ursache fuer die
hohen Energieabgaben dieser Objekte sind.

MEB