ich habe einen kleinen Akku als Pufferung bei Netzausfall für meine Elektronik. Damit er immer volle Kapazität hat, möchte ich eine Erhaltungsladung machen. Ich habe gelesen, dass Intervallladung von 30 msek in Sekundenintervallen schonender ist als Dauerladung mit geringem Strom.
Kann ich davon ausgehen, dass es nicht gar so wichtig ist, ob die Impulse 30, 60 oder 80 msek sind?
Ich beschäftige mich im Moment ebenfalls für eine eigene Anwendung mit dem Problem. Was ich durch Recherche bisher herausgefunden habe, ist folgendes:
ein vollgeladener Akku sollte nicht mit einem Ladestrom >C/10 geladen werden.
bei einem vollgeladenen, nicht belasteten Akku reicht zur Ladeerhaltung ein Konstantstrom von C/100 aus.
bei Dauerladung tritt im Akku eine Kristallbildung auf, welche auf die Dauer (ca. 1 - 2 Jahre) den Akku unbrauchbar macht. Diese Kristallbildung ist weitgehend proportional der Zeit des Stromflusses, aber weitgehend unabhängig von der Höhe des Stromes. Daher ist es sinnvoll, für die Ladeerhaltung (incl. Nachladen) einen pulsbreitenmodulierten Strom mit hoher Stromstärke (empfohlene Werte zwischen C/2 und C/10) zu verwenden. Die Dauer des Ladeimpulses ist primär abhängig von den für einem Impulsgenerator verwendeten Bauteilen (nicht zu große Kondensatoren). Die Impulsfrequenz ist unkritisch, genannt wurden Frequenzen zwischen 1kHz und 1 Hz.
Insgesamt habe ich jedoch feststellen müssen, dass die verschiedenen Autoren da recht unterschiedliche Werte vertreten und manchmal auch Unsinn verzapfen. Ich gebe daher oben nur das wieder, was mir logisch und nachvollziehbar erscheint.
bei Dauerladung tritt im Akku eine Kristallbildung auf, …
Genau das hatte ich auch gelesen: „Dendritenbildung“. Ich habe einen NiMH-Akku Varta 2/V70H, also 70 mAh, für den eine Impulsladung - „trickle charge“ - mit 1,8 mA angegeben werden. Leider keine Angabe über Impulsdauer usw.
Ich dachte, dass ich immer „trickle charge“ mache, wenn der Akku mal leer wird, konstantes Nachladen, bis er wieder voll ist. Da das Ganze für eine Elektronik mit Microcontroller CControl ist, kann ich das damit ohne großen Zusatzaufwand an Hardware steuern.
Danke zunächst, vielleicht antworten ja noch Experten, die mehr Erfahrung haben.
wenn es sich nur darum handelt, daß Speicher nicht durch einen Stromausfall gelöscht wird, oder eine RTC weiter läuft, wäre vielleicht ein Gold-Cap mit z. B. 1 F eine Alternative zu einem kleinen 70mAh-Akku.
wenn es sich nur darum handelt, daß Speicher nicht durch einen
Stromausfall gelöscht wird, oder eine RTC weiter läuft, wäre
vielleicht ein Gold-Cap mit z. B. 1 F eine Alternative zu
einem kleinen 70mAh-Akku.
habe ich den Akku mehr oder weniger zufällig,
sollte die Pufferung ca. 20 mA mind. 1 Std. liefern (Microcontroller, in dem die Uhrzeit weiter laufen soll).
sollte die Pufferung ca. 20 mA mind. 1 Std. liefern
(Microcontroller, in dem die Uhrzeit weiter laufen soll).
kannst Du evt. am Verbrauch noch etwas arbeiten? Ports auf high statt auf low schalten (oder umgekehrt), Sleep-modus, Taktfrequenz senken, Spannung senken, Display/Kontroll-LED abschalten oder wenigstens takten…
Gruß
loderunner
kannst Du evt. am Verbrauch noch etwas arbeiten? Ports auf
high statt auf low schalten (oder umgekehrt), Sleep-modus,
Taktfrequenz senken, Spannung senken, Display/Kontroll-LED
abschalten oder wenigstens takten…
Das muss ich im Detail noch ausarbeiten. „Slowmode“, sämtliche Anzeigen/LED aus, RS232- Schnittstelle aus u.a. Einfach nur „Slowmode“ setzen, d.h. Taktfrequenz senken, bringt im Gegensatz zur Behauptung der Betriebsanleitung fast nichts.
Ports auf high hört sich gut an, scheint Sinn zu machen. Muss mal prüfen, was dann an der Peripherie (Relais u.ä.) passiert.
Hallo,
mir fällt grad noch ein: eine Alternative wäre es vielleicht auch, den Controller (bzw. die ganze Schaltung) komplett abzuschalten und eine kleine Echtzeituhr (gibt es als Achtbeiner, I2C-Bus, zusätzlich eingebautes EEPROM) zu verwenden. Die kann dann auch zyklisch den Controller aufwecken. Oder der Controller wacht erst wieder auf, wenn der Strom da ist und fragt die Uhr dann ab. Da kommt man mit einer einzigen Batteriezelle ein Jahr aus.
Gruß
loderunner
mir fällt grad noch ein: eine Alternative wäre es vielleicht
auch, den Controller (bzw. die ganze Schaltung) komplett
abzuschalten und eine kleine Echtzeituhr (gibt es als
Achtbeiner, I2C-Bus, zusätzlich eingebautes EEPROM) zu
verwenden.
Hmm, danke erstmal, werde das zu gegebener Zeit mal prüfen, vielleicht für andere Zwecke. Habe für meine angedachte Lösung alle Bauteile in der Bastelkiste, der Aufwand, es zusammen zu löten, ist eher gering.
Außerdem: Wenn der Controller weiter läuft, bleiben die Variablen, d.h. alle aktuellen Daten erhalten.