Ich habe eine Digitalkamera (Panasonic Lumix TZ5), die hat einen :speziellen Li-Ionen-Akku 3,7 V mit drei Anschlüssen:
plus
minus
Masse --|
Wieso drei? Wozu ist „Masse“ gut?
Da ich kein Ladegerät für das Auto habe, möchte ich mir selber
eins bauen. Ist kein Problem für mich - 14V Eingang,
4,2V-Ausgang, Begrenzung auf 200mA oder so,
bloß: was ist mit der Masse?
Da mich das auch interessiert hatte und ich jetzt einen 7,4 V Canon-Akku NB2LH Nachbau zum „Schlachten“ habe, habe ich ihn untersucht. Fazit:
Der „Masse“-Anschluss ist lediglich mit einem 10 kOhm-Widerstand mit Minus verbunden. Ich nehme an, dass er zum Signalisieren eines eingelegten Akkus an das Ladegerätes dient.
Eine eingebaute Elektronik schützt den Akku gegen Überladung, Tiefentladung und Überstrom. Dass das auch bei einem so billigen Nachbau (immerhin nur ca. 1/10 des Preises des Originals) vorhanden ist, hat mich angenehm überrascht. Man könnte ihn notfalls mit Konstantstrom laden, die eingebaute Elektronik sollte rechtzeitig abschalten. Vielleicht schaltet sie aber erst, wenn die eigentlich zulässige Ladespannung deutlich überschritten wurde, sozusagen erst kurz bevor es richtig gefährlich wird. 100%-ig sicher bin ich da nicht.
Der „Masse“-Anschluss ist lediglich mit einem 10
kOhm-Widerstand mit Minus verbunden. Ich nehme an, dass er zum
Signalisieren eines eingelegten Akkus an das Ladegerätes
dient.
Nein. Wenn ich die Bezeichnung ‚TH‘ richtig interpretiere, hängt hier ein temperaturabhängiger Widerstand dran, der ein Überhitzen des Akkus signalisiert. Wie Du selber schreibst, ist es kein Original, sondern ein Billig-Clone. Da hat man den NTC oder PTC einfach durch einen normalen Widerstand ersetzt, die Überwachung also damit wegrationalisiert. Ob die beiden Halbleiter diese Funktion übernehmen können, habe ich nicht nachgeschaut.
Was das dann für die Sicherheit bedeuten könnte, mag sich jeder selber überlegen.
Gruß
loderunner
Der „Masse“-Anschluss ist lediglich mit einem 10
kOhm-Widerstand mit Minus verbunden. Ich nehme an, dass er zum
Signalisieren eines eingelegten Akkus an das Ladegerätes
dient.
Nein. Wenn ich die Bezeichnung ‚TH‘ richtig interpretiere,
hängt hier ein temperaturabhängiger Widerstand dran, der ein
Überhitzen des Akkus signalisiert. Wie Du selber schreibst,
ist es kein Original, sondern ein Billig-Clone. Da hat man den
NTC oder PTC einfach durch einen normalen Widerstand ersetzt,
die Überwachung also damit wegrationalisiert. Ob die beiden
Halbleiter diese Funktion übernehmen können, habe ich nicht
nachgeschaut.
Du hast vollkommen recht. Das „TH“ war mir nicht aufgefallen, hätte bei mir aber zumindest eine gelbe Lampe angehen lassen sollen. Ich habe zwar den Original-NB2LH nicht mehr, aber ich habe es mal bei einem neueren Canon LP-E5 und (s)einem Nachbau geprüft. Bei einem Ansmann-Nachbau („Made in China“) wieder ca. 10 kOhm, temperaturunabhängig und beim Original tatsächlich ein NTC (ca. 10 kOhm bei Zimmertemperatur, 5 kOhm wenn gut warm und 15 kOhm im Kühlschrank). Ei verbibbsch!
Zunächst mal danke, dass du mich noch mal angestoßen hast. Ich hatte nicht erwartet, dass trotz der vergleichsweise aufwändigen Elektronik bei einem derart billigen Sicherheitsmerkmal gespart wird! Vielleicht haben die Chinesen beim Abkupfern nur den Widerstandswert gemessen und nicht kapiert, dass das ein NTC ist. Ich will das weiter verfolgen. Vielleicht kriege ich von Ansmann eine Antwort. Auf jeden Fall will ich meinen Artikel überarbeiten.
Was das dann für die Sicherheit bedeuten könnte, mag sich
jeder selber überlegen.
Nehmen wir an, dass man festgestellt hat, dass die Ladegeräte gar nicht auf den NTC reagieren? Glaube ich zwar nicht, ist auch nur so ein Gedanke. Ich kann das, insbesondere mit dem LP-E5, nicht testen.